Zusammenhang zwischen Stillen und Bluthochdruck

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Babys, die ihre Mütter in ihren ersten Wochen und Monaten mit Muttermilch ernähren, scheinen durch Stillen im späteren Leben besser vor Bluthochdruck geschützt zu sein.

Stillen dient nicht nur der Gesundheit des Säuglings, sondern fördert auch die Gesundheit der Mutter: Stillen stärkt das mütterliche Selbstvertrauen bezüglich richtiger Ernährung des Kindes. Doch Stillen scheint verschiedene Vorteile zu bieten. Gestillte Säuglinge sind in ihrem späteren Leben offenbar besser vor Bluthochdruck geschützt als Kinder, die sich mit Fertignahrung ernähren. Das ist das Ergebnis einer im Lancet publizierten Studie britischer Ärzte.

 

Auswirkungen von Stillen und Blutdruckwert

Bereits seit längerer Zeit vermuten Experten auch, dass Mütter mit dem Stillen die Intelligenz ihrer Babys fördern können. Das Londoner Institut für Kindergesundheit untersuchte insgesamt 216 Babys, die vor etwa 20 Jahren zur Welt kamen. In der einen Gruppe stillten die Mütter ihre Neugeborenen. Hingegen bekamen die anderen Babys eine adäquate Säuglingsnahrung.

Forscher fanden heraus, dass der diastolische Blutdruckwert bei den heutigen Teenagern, die als Babys gestillt wurden, um durchschnittlich 3,2 Punkte unter demjenigen der Gruppe mit Säuglingsnahrung lag. Beim systolischen Wert lag der Unterschied bei 2,7 Punkten. Bei allen Untersuchten handelte es sich um Kinder, die vor dem eigentlichen Geburtstermin zur Welt kamen. Hinsichtlich des Blutdrucks zeigte sich kein Unterschied zwischen spezieller Nahrung für Frühgeborene und normaler Säuglingsnahrung.

Schutz in Muttermilch

Es ist sehr wahrscheinlich, dass etwas in der Muttermilch vorhanden ist, das schützt. Die Autoren der Studie räumen ein, dass eine Senkung des Blutdrucks um zwei bis drei Punkte auf den ersten Blick bedeutungslos erscheine. Wobei hier aber auf Herzstudien von amerikanischen Forscher hingewiesen werden muss. Die stellten fest, dass eine Senkung des diastolischen Blutdruckwertes bei Erwachsenen um gerade einmal zwei Punkte das Vorkommen von Bluthochdruck um 17 Prozent verringert. Gleichzeitig sinkt das ­Risiko einer Herzerkrankung um sechs Prozent und das eines Schlaganfalls oder Herzinfarkts um 15 Prozent.

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Lena Abensberg

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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