Zusammenhang: Krebs und kabellose Geräte

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Dipl.-Ing. Alexandra Springler
Dipl.-Ing. Alexandra Springler
Seit 2011 ist Dipl.-Ing. Alexandra Springler MEDMIX- und AFCOM-Mitarbeiterin. Nach Abschluss ihres Biotechnoligiestudiums ist sie nun in der Forschung tätig und absolviert zur Zeit ihr Doktorat.

Zu Krebs und kabellose Geräte konnten Forscher in den letzten Jahren eine starke Verbindung nachweisen. Problematisch ist das durch Strahlung entstehende metabolische Ungleichgewicht.

Ein metabolisches Ungleichgewicht, verursacht durch die Strahlung kabelloser Geräte, könnte ein wichtiger Faktor bei der Entstehung diverser Erkrankungen sein. Besonders relevant sei dies in Bezug auf neurodegenerative Erkrankungen und Krebs, so die Erkenntnisse aktueller Untersuchungen.

Der soeben im Fachjournal Electromagnetic Biology & Medicine veröffentlichte Bericht “Oxidative Mechanisms of Biological Activity of Low-intensity Radiofrequency Radiation” befasst sich mit potenziellen metabolischen Effekten niederfrequenter Strahlung auf lebende Zellen.

Zusammenhang Krebs, kabellose Geräte und oxidativer Stress

Ein Ungleichgewicht dieser Art, bekannt als oxidativer Stress, wird von Co-Autor Dr. Igor Yakymenko als „Missverhältnis zwischen der Produktion reaktiver Sauerstoffradikale (ROS) und Antioxidantien“ beschrieben.

Der durch die Strahlung zustande kommende oxidative Stress könnte nicht ursächlich für die Entstehung von Krebs sein, sondern auch für weniger schwere Erkrankungen, wie beispielsweise Kopfschmerzen, Müdigkeit, oder Hautirritationen verantwortlich sein. „Die aktuellen Daten zeigen die tatsächlichen Risiken, denen wir täglich durch Strahlung ausgesetzt sind,“ so Yakymenko.

Zellen produzieren freie Sauerstoffradikale häufig als Reaktion auf ein aggressives Umfeld – letzteres könnte auch durch die kabellose Strahlung, die von diversen Geräten ausgeht, entstehen.

Forschung zu Krebs und kabellose Geräte sollte zu vorsichtigeren, bewussteren Umgang mit kabellosen Technologien mahnen.

Bereits im Jahr 2011 wurde Hochfrequenz- bzw. Mikrowellenstrahlung von der International Agency for Research on Cancer als potenziell humankanzerogen eingestuft. Die dafür verantwortlichen molekularen Mechanismen zu kennen, sei jedoch der Schlüssel für eine allgemeine Akzeptanz dieser Gesundheitsgefahr.

Den Forschungsergebnissen zufolge sind die schädlichen Strahlungseffekte auf klassische oxidative Schäden in lebenden Zellen zurückzuführen. Yakymenko und Kollegen plädieren deswegen für einen achtsameren bzw. bewusstere Umgang mit kabellosen Technologien, darunter Mobiltelefone und kabelloses Internet.

Quelle:

Igor Yakymenko, Olexandr Tsybulin, Evgeniy Sidorik, Diane Henshel, Olga Kyrylenko, Sergiy Kyrylenko. Oxidative mechanisms of biological activity of low-intensity radiofrequency radiation. Electromagnetic Biology and Medicine, 2015; 1 DOI: 10.3109/15368378.2015.1043557

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