Rückenschmerzen Kopfschmerzen Zahnschmerzen: Craniomandibuläre Dysfunktion

Kopfschmerzen, Zahnschmerzen und Rückenschmerzen können in Zusammenhang stehen, wobei auch eine Craniomandibuläre Dysfunktion vorliegen könnte. © Leremy / shutterstock.com

Kopfschmerzen, Zahnschmerzen und Rückenschmerzen können in Zusammenhang stehen, wobei auch eine Craniomandibuläre Dysfunktion vorliegen könnte. © Leremy / shutterstock.com

Craniomandibuläre Dysfunktion: Zusammenhang von Kopfschmerzen, Zahnschmerzen und Rückenschmerzen mehrfach wissenschaftlich bewiesen.

Eine unlängst durchgeführte wissenschaftliche Erhebung konnte einen Zusammenhang von Kopfschmerzen, Zahnschmerzen und Rückenschmerzen nachweisen. Experten sprechen dabei hier von einer Craniomandibuläre Dysfunktion. Wichtig ist dabei, dass Ärzte ein Screening darauf durchführen sollten.

 

Wenn Schmerzmittel kaum noch wirken

Wenn Stress und Ärger Rückenbeschwerden sowie Kopfschmerzen verursachen, und Schmerzmittel kaum noch wirken, so könnte der Zusammenhang Kopfschmerzen, Zahnschmerzen sowie  Rückenschmerzen der Grund dafür sein.

Denn häufig sind die Zähne und das Kiefergelenk für Rücken- und Kopfschmerzen verantwortlich. Dementsprechend konnte nachgewiesen werden, dass 50 Prozent der Kopfschmerzen und 25 Prozent der Rückenschmerzen auf eine Störung im Kiefergelenk und dem Zusammenschluss der Zähne zurückzuführen sind.

 

Craniomandibuläre Dysfunktion: Zusammenhang Rückenbeschwerden, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen

Unter dem Strich bezeichnen Ärzte der Osteopathischen Medizin und Kieferorthopäden sowie Zahnärzte dieses klinische Krankheitsbild im Zusammenhang als Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD). Eine interdisziplinäre Behandlung eines Osteopathen mit einem Zahnarzt zur Regulierung der Kieferstellung führt schließlich in der Regel dazu, dass es den Patienten bereits nach 2 bis 3 Wochen so gut geht, dass sie auf die Einnahme von Schmerzmitteln verzichten könnten. Mit nachfolgendem Test der DGCO e.V. kann man herausfinden, ob eine Craniomandibuläre Dysfunktion vorliegt.

 

Craniomandibuläre Dysfunktion – Check

Erstens: Hat Ihnen Ihr Zahnarzt schon einmal gesagt dass Sie mit den Zähnen Knirschen/Pressen?


Zweitens: Sind Ihre Kauflächen im Seitenzahnbereich abgeschliffen und abgeflacht ?


Drittens: Tragen Sie bereits eine Aufbissschiene wegen Zähneknirschens?


Viertens: Leiden Sie unter Kopfschmerzen ? (Migräne, episodischem/chronischem Spannungskopfschmerz, cervikogenem Kopfschmerz)


Fünftens: Leiden Sie unter Halswirbelsäulenbeschwerden ?


Sechstens: Leiden Sie unter Rückenschmerzen ?


Siebentens: Schmerzt Sie Ihr Kiefergelenk beim Kauen ?


Achtens: Knackt Ihr Kiefergelenk beim Öffnen oder Schließen des Mundes?


Neuntens: Wachen Sie oft morgens auf mit dem Gefühl gerädert zu sein und haben ein Spannungsgefühl im Kopf?


Zehntens: Hatten Sie schon einmal einen Bandscheibenvorfall ?


Elftens: Wurden Sie schon einmal wegen eines Bandscheibenvorfalls operiert ?


Zwöltens: Haben Sie Ihre Weisheitszähne noch ?

 

Craniomandibuläre Dysfunktion CMD-Check-Auswertung

0 bis 10 Punkte – Kein Risiko für eine Craniomandibuläre Dysfunktion

11 bis 20 Punkte – Leichtes Risiko für eine Craniomandibuläre Dysfunktion

21 bis 40 Punkte – Erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Craniomandibuläre Dysfunktion

41 bis 56 Punkte – Höchste Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer CMD


Literatur:

Peroz, I., Ahlers, M.O., Hugger, A. et al. CMD-Screening ist wichtig. Schmerz 34, 436–437 (2020). https://doi.org/10.1007/s00482-020-00489-3

Bourzgui F, Sebbar M, Fehri SF, El Hamid A. Dysfonctionnement cranio-mandibulaire et malocclusions [Craniomandibular dysfunction and malocclusions]. Int Orthod. 2009 Jun;7(2):170-80. French. doi: 10.1016/S1761-7227(09)74624-8. Epub 2009 Aug 13. PMID: 20303908.


Quelle: Deutschen Gesellschaft für Chirotherapie und Osteopathie (DGCO e.V.)

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