Wirkung von Hibiskustee mit seiner großen Menge Vitamin C unterschätzt

Die medizinische Wirkung von Hibiskustee bekommt in Asien große Anerkennung. © KRIACHKO OLEKSII | shutterstock.com

Die medizinische Wirkung von Hibiskustee bekommt in Asien große Anerkennung. © KRIACHKO OLEKSII | shutterstock.com

Die medizinische Wirkung von Hibiskustee wird oft unterschätzt, denn Hibiskus ist reich an Vitamin C, hilft gegen Erkältung, Bluthochdruck, Cholesterin und vieles mehr.

In Japan wird der Hibiskus „sanfte Blüte“ genannt, in China symbolisieren die Hibiskusblüten Ruhm, Reichtum und Pracht. In Hawaii ist sie die offizielle Staatsblume, die man bei wichtigen Empfängen mit Staatsgästen bei der Begrüßung überreicht. Mehrere hundert Arten des Hibiskus wachsen in tropischen und subtropischen Gebieten auf der ganzen Erde. Dabei schätzt man vor allem in Asien die medizinische Wirkung von Hibiskus und seine bevorzugte Anwendung als Hibiskustee.

 

Hibiskus: Chinarose oder Chinesischer Roseneibisch

Der Hibiskus stammt ursprünglich aus Asien und gelangte über die Seidenstraße von den Gärten Chinas in den Vorderen Orient und von dort in türkische sowie arabische Gärten. Erst gegen Ende des 16. Jahrhunderts fand der Hibiskus den Weg nach Mittel- und Westeuropa. Daher trägt er auch im Volksmund die Beinamen Chinarose oder Chinesischer Roseneibisch.

Diese Namen haben durchaus Berechtigung, da die Hibiskusblüten mit den Rosen locker mithalten können. Je nach Sorte gibt es einfache oder gefüllte Blüten, ein- oder mehrfarbig. Botanisch gesehen zählt die Hibiskuspflanze zu den Malvengewächsen (Malvaceae). Die Blüte- und Sammelzeit ist im August und im September. Im Grunde genommen verwendet man die Kelche der Hibiskusblüten.

 

Hibiskustee verwenden

Die Hibiskusblüten werden als Hibiskustee eingesetzt. Hauptsächlich werden hier die zur Fruchtzeit geernteten, getrockneten Kelche und Außenkelche von Hibiscus sabdariffa verwendet. Die enthaltenen Säuren wie beispielsweise Zitronensäure, Apfelsäure, Weinsäure sowie Hibiskussäure (Allohydroxyzitronensäurelacton) ergeben den säuerlichen Geschmack.

Die enthaltenen Anthocyane wie beispielsweise Delphinidin und Cyanidin färben den Teeaufguss dunkelrot. Der Tee ist ein beliebtes Getränk sowohl in Ägypten und im Sudan als auch in Mexiko. Der tiefrote Hibiskustee wird heiß oder kalt getrunken. In der vegetarischen Küche Südasiens kommen die Hibiskusblüten in Currygerichten vor.

Allgemein schreibt man die therapeutischen Eigenschaften den bioaktiven Verbindungen der Pflanze zu. Hauptsächlich Phenolsäuren, Flavonoide, Anthocyane sowie organische Säuren (Zitronensäure, Hydroxycitric, Hibiskus, Weinsäure, Äpfelsäure und Ascorbinsäure).

 

Gesundheitliche Wirkung von Hibiskustee

Jedenfalls haben sich Wissenschaftler weltweit mit Hibiskus als Heilkraut beschäftigt. Dabei sind die Ergebnisse bezüglich medizinische Wirkung von Hibiskus beziehungsweise Hibiskustee doch erstaunlich. Denn die Pflanze hat die Fähigkeit den Blutdruck zu regulieren.

Dementsprechend können drei Tassen Hibiskustee pro Tag den Blutdruck auf natürliche Weise um 7,2 mmHg senken. Weiter fungiert Hibiskus als natürlicher Cholesterin-Senker, dies ist auf die vorhandenen Antioxidantien zurückzuführen.

Außerdem ist Hibiskus eine Vitamin C Bombe, dessen Wirkung für ein funktionierendes Immunsystem wichtig ist. Die Pflanze unterstützt den Körper auch gegen Bakterien und hilft dabei, Entzündungen zu hemmen.

Im Grunde genommen empfiehlt die Volksmedizin Hibiskus als Heilkraut bei Erkältungen, Kreislaufbeschwerden, Ekzemen sowie zur Appetitanregung.

Hibiskus kann aber auch den Östrogenlevel steigern und dadurch den Hormonhaushalt durcheinander bringen. Deswegen sollten Frauen Hibiskustee mit Bedacht trinken und in der Schwangerschaft gar nicht anwenden.

Unter dem Strich vermutet man mögliche medizinische Anwendungen von Hibiskus wegen der harntreibenden, choleretischen, analgetischen, antitussiven, blutdrucksenkenden, antimikrobiellen, immunmodulatorischen, hepatoprotektiven, antioxidativen sowie krebsbekämpfenden Wirkungen.


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S. HIRSCH, F. GRÜNBERGER: Die Kräuter in meinem Garten (2012) Freya- Verlag

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