Wirkung von Hibiskustee häufig unterschätzt

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Die medizinische Wirkung von Hibiskustee wird trotz zahlreicher positiver Effekte oft unterschätzt. Außerdem ist Hibiskus reich an Vitamin C.

In Japan wird der Hibiskus „sanfte Blüte“ genannt, in China symbolisiert die Blüte Ruhm, Reichtum und Pracht, in Hawaii ist sie die offizielle Staatsblume und wird bei wichtigen Empfängen mit Staatsgästen bei der Begrüßung überreicht. Mehrere hundert Arten des Hibiskus wachsen in tropischen und subtropischen Gebieten auf der ganzen Erde. Dabei schätzt man vor allem in Asien die medizinische Wirkung von Hibiskustee.

 

Hibiskus: Chinarose oder Chinesischer Roseneibisch

Der Hibiskus stammt ursprünglich aus Asien und gelangte über die Seidenstraße von den Gärten Chinas in den Vorderen Orient und von dort in türkische sowie arabische Gärten. Erst gegen Ende des 16. Jahrhunderts fand der Hibiskus den Weg nach Mittel- und Westeuropa. Daher trägt er auch im Volksmund die Beinamen Chinarose oder Chinesischer Roseneibisch. Diese Namen haben durchaus Berechtigung, da die Blüten mit den Rosen locker mithalten können. Je nach Sorte gibt es einfache oder gefüllte Blüten, ein- oder mehrfarbig. Botanisch gesehen zählt die Hibiskuspflanze zu den Malvengewächsen (Malvaceae). Die Blüte- und Sammelzeit ist im August und im September. Verwendet werden die Blütenkelche.

 

Hibiskustee verwenden

Die Hibiskusblüten werden als Hibiskustee eingesetzt. Hauptsächlich werden hier die zur Fruchtzeit geernteten, getrockneten Kelche und Außenkelche von Hibiscus sabdariffa verwendet. Die enthaltenen Säuren wie beispielsweise Zitronensäure, Apfelsäure, Weinsäure sowie Hibiskussäure (Allohydroxyzitronensäurelacton) ergeben den säuerlichen Geschmack. Die enthaltenen Anthocyane wie z.B. Delphinidin und Cyanidin färben den Teeaufguss dunkelrot. Dieser Tee ist ein beliebtes Getränk sowohl in Ägypten und im Sudan als auch in Mexiko. Der tiefrote Hibiskustee wird heiß oder kalt getrunken. In der vegetarischen Küche Südasiens kommt die Blüte in Currygerichten vor.

 

Gesundheitliche Effekte

Jeddenfalls haben sich Wissenschaftler weltweit mit der Hibiskuspflanze beschäftigt. Dabei sind die Ergebnisse bezüglich medizinische Wirkung von Hibiskustee doch erstaunlich. Denn die Pflanze hat die Fähigkeit den Blutdruck zu regulieren. Dementsprechend können drei Tassen Hibiskustee pro Tag den Blutdruck auf natürliche Weise um 7,2 mmHg senken. Weiters fungiert Hibiskus als natürlicher Cholesterinsenker, dies ist auf die vorhandenen Antioxidantien zurückzuführen.

Außerdem ist Hibiskus eine Vitamin C Bombe, was wichtig für ein funktionierendes Immunsystem ist. Die Pflanze weist antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften auf.

Im Grunde genommen empfiehlt die Volksmedizin die Heilpflanze bei Erkältungen, Kreislaufbeschwerden, Ekzemen sowie zur Appetitanregung.

Hibiskus kann aber auch den Östrogenlevel steigern und dadurch den Hormonhaushalt durcheinander bringen. Deswegen sollten Frauen Hibiskustee mit Bedacht trinken und in der Schwangerschaft gar nicht anwenden.

Literatur:

Inês Da-Costa-Rocha, Bernd Bonnlaender, Hartwig Sievers, Ivo Pischel, Michael Heinrich. Hibiscus sabdariffa L. – A phytochemical and pharmacological review. Food Chemistry, Volume 165, 15 December 2014, Pages 424-443

Riaz G, Chopra R. A review on phytochemistry and therapeutic uses of Hibiscus sabdariffa L. Biomed Pharmacother. 2018 Jun;102:575-586. doi: 10.1016/j.biopha.2018.03.023. Epub 2018 Apr 5.

S. HIRSCH, F. GRÜNBERGER: Die Kräuter in meinem Garten (2012) Freya- Verlag

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Mag. Barbara Novak

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