Wilde Karde gegen Borreliose – große Hoffnung im Kampf gegen Borrelien

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Mehrere Studien untersuchen die Wilde Karde gegen Borreliose. Denn die Heilpflanze gilt auch als große Hoffnung im Kampf gegen Borrelien.

Die Wilde Karde enthält vor allem Gerbstoffe, Saponine, Phenole, Iridoide sowie Bitterstoffe. Diese Inhaltsstoffe  lassen auf eine antibiotische und antientzündliche sowie zellschützende Aktivitäten schließen. Jedoch ersetzt die Kardentinktur keine schulmedizinische Behandlung. Allerdings gilt die Wilde Karde gegen Borreliose als große Hoffnung im Rahmen eines naturheilkundlichen Gesamtkonzepts.

 

Die Wilde Karde – das Pflanzenbild

Die Wilde Karde (Dipsacus fullonum) ist ein Vertreter der Familie der Geißblattgewächse. Sie erreicht eine stattliche Höhe von 2 Metern, wobei die Stängel und oft auch die Blätter Stacheln haben. Von Juni bis Oktober bilden sich kreisförmig aufblühende violette Einzelblüten. Üblicherweise verwendet man die Wurzel der Pflanze, die man im Spätsommer des ersten Jahres sammelt und dann in Alkohol einlegt.

Traditionell wirkt die Wilde Karde antibakteriell und antifugal gegen verschiedene Infektionen der Haut. Sie bietet weiter gegen Wunden und Durchfall Hilfe, wirkt blutreinigend und somit entgiftend und ausleitend bei Leberkrankheiten. Weiter sind Gicht und Gelbsucht bekannte Einsatzgebiete.

Schließlich kann die Wilde Karde auch bei Kopfschmerzen, Rheuma oder Arthritis helfen, da sie entzündungshemmende Eigenschaften aufweist. Nicht zu vergessen ist die verdauungsfördernde Wirkung bei Magen-, Galle- oder allgemeiner Verdauungsschwäche.

Auch die Homöopathie bedient sich der Karde in verschiedenen Verdünnungen. Hier soll die Urtinktur (D1) gegen diverse Hautleiden wie Warzen, Furunkel etc. helfen.

 

Die Wilde Karde gegen Borreliose effektiv

Jeder kennt die Borreliose: die bakterielle Infektionskrankheit, die durch Zecken übertragen wird. Dabei ist die Lyme-Borreliose ist eine Multi-Systemerkrankung, die die Spirochäten, Bakterien, von Borrelia burgdorferi (Bb) verursachen. Infolge betrifft die Erkranung typischerweise die Haut, das Nervensystems, den Bewegungsapparat sowie das Herz.

In weiterer Folge können Gelenkentzündungen, schmerzhafte Infektionen an Nervenwurzeln,  Gehirnhautentzündungen sowie Lähmungen auftreten. Grundsätzlich ist hier eine zweistufige Diagnose erforderlich: die Ergebnisse des hochempfindlichen ELISA- Test müssen im zweiten Schritt durch einen Western- Blot –Test bestätigt werden.

 

Nicht jede infizierte Zecke überträgt die Borrelien

Nicht alle Zecken tragen das Virus in sich. Einer Untersuchung der MedUni Wien zufolge sind rund 30 Prozent aller Zecken im Jahr mit Borrelien infiziert. Selbst wenn eine infizierten Zecke einen Menschen befällt, heißt das nicht zwangsläufig, dass Borrelien übertragen werden. Denn diese befinden sich nämlich im Darm der Zecke, und daher kann ein rasches Entfernen eine Infektion vorbeugen. Je länger der Parasit allerdings saugt, desto wahrscheinlicher kommt es zu einer Infektion.

Im Grunde genommen hinterlässt die Borreliose keine Immunität. Deswegen kann man auch mehrfach daran erkranken. In den meisten Fällen hilft eine Antibiotikatherapie. Allersdings entwickeln einige Patienten chronische Symptome, die nicht auf die Antibiotika ansprechen.

Erste Laborversuche liefern Anhaltspunkte zur Wirkung gegen die Borrelien. Denn Forscher der Universität Leipzig konnten zeigen, dass ein Alkoholextrakt aus der Wurzel der Wilden Karde die Borrelienkulturen hemmen konnte. Nun wollen die Forscher im lebenden Organismus zeigen, dass die Aufnahme im Darm erfolgen kann.

Literatur:

Grażyna Biesiada, Jacek Czepiel, Maciej R. Leśniak, Aleksander Garlicki, Tomasz Mach. Lyme disease: review, Arch Med Sci. 2012 Dec 20; 8(6): 978–982.

Anna Goc, Matthias Rath. The anti-borreliae efficacy of phytochemicals and micronutrients: an update. Ther Adv Infect Dis. 2016 Jun; 3(3-4): 75–82.

S. HIRSCH, F.GRÜNBERGER: Die Kräuter in meinem Garten (2012) Freya- Verlag

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Mag. Barbara Novak

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