Weißer Hautkrebs – Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom

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Als » Weißer Hautkrebs « werden die beiden zwei Tumorarten Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom bezeichnet, wichtig ist die frühe Diagnose.

Der Begriff Weißer Hautkrebs bezeichnet die beiden Hautkrebsarten Plattenepithelkarzinom betrifft etwa jeden fünften betroffenen Patienten und das häufigere Basalzellkarzinom, an dem etwa drei Viertel der Patienten erkrankt sind:

  • Das Plattenepithelkarzinom wird auch als Stachelzellkarzinom (Spinaliom, Spinozelluläres Karzinom), bezeichnet. Im Gegensatz zum Basalzellkarzinom bildet es Metastasen in anderen Organen. Diese Form Weißer Hautkrebs ist oft therapieresistent – wie gegen Strahlen- und Chemotherapeutika.
  • Das Basalzellkarzinom (auch Basaliom genannt) entsteht aus Zellen der so genannten Basalzellschicht der Haut und ist häufigste Krebsart einschließlich aller Tumorarten. Es entwickelt sich meist aus den Haarwurzelanlagen nahe der Basis der Oberhaut (Epidermis) beziehungsweise in der oberen Lederhaut (Dermis).

Dabei entsteht ein Tumor dieser Krebsart erst nach langer Zeit – betroffen sind vor allem Ältere, die in ihrer Jugend oft und lange in der Sonne waren.

 

Weißer Hautkrebs immer häufiger

Weißer Hautkrebs ist nicht nur die häufigste Hautkrebsform, sondern auch die häufigste Krebserkrankung des Menschen überhaupt. Die steigende Lebenserwartung und langjährige Sonnenbestrahlung führt hier dazu, dass Weißer Hautkrebs immer öfter vorkommt. Oft bereits Jahrzehnte vor der Entwicklung eines sichtbaren Tumors entstehen die ersten Krebszellen, die durch weitere UV-Bestrahlung gefährlich werden.

Um effektiv in das Krankheitsgeschehen eingreifen zu können, ist die frühe Diagnose entscheidend. Der Dermatologe hat bei rechtzeitigem Erkennen die Chance, eine Exzision beziehungsweise chirurgische Entfernung vorzunehmen, was auch die beste Therapie darstellt, damit Weißer Hautkrebs dauerhaft geheilt werden kann.

Doch in manchen Fällen ist der chirurgischer Eingriff nicht mehr möglich. Es gibt weiters auch immer wieder  Patienten, die jahrzehntelang an der Krankheit leiden und bei denen trotz unzähliger Operationen Weißer Hautkrebs weiter fortschreitet.

In solchen Fällen entwickeln die entarteten Krebszellen auch oft gegenüber Strahlen- und Chemotherapie resistent und praktisch immun gegen medikamentöse Zerstörungsversuche von außen. Daher suchen Ärzte und Forscher ständig nach neuen Behandlungsmöglichkeiten, ihren Patienten wirksam helfen und diese Hautkrebszellen zerstören zu können.

Prävention und Prognose

Guter Sonnenschutz ist die beste Vorbeugung gegen weißen beziehungsweise hellen Hautkrebs. Hochwertige Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor und ein angepasste Kleidung zum Vermeiden starker Sonnenbestrahlung gehören zu den ersten Maßnahmen. Besonders Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist und Kinder sind besonders sonnenempfindlich.

Als Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs sollte das so genannte Hautkrebs-Screening regelmäßig beim Facharzt für Dermatologie in Anspruch genommen werden. Heller oder weißer Hautkrebs ist gut therapierbar, wenn rechtzeitig die Diagnose gestellt wird. Beim Basalzellkarzinom liegt die Heilungschance bei 95 Prozent. Beim Plattenepithelkarzinom betragen die Heilungsraten nahezu bei 100 Prozent, wenn der Tumor kleiner als einen Zentimeter ist, wenngleich diese Patienten ein erhöhtes Risiko haben, erneut an Hautkrebs zu erkranken.

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Dr. Reinhold Lautner

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