Weihrauch bei MS

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Die Behandlung mit Weihrauch bei MS wurde mit einem standarisierten Weihrauchextrakt bei schubförmiger Multipler-Sklerose untersucht.

Die Wirkung von Weihrauch bei MS wurde in der SABA-Studie unter der Leitung von Dr. Klarissa Stürner (leitende Studienärztin), UKSH, mit standarisiertem Weihrauchextrakt bei schubförmiger Multipler-Sklerose untersucht. Überraschenderweise konnte in der mehrjährigen Phase-II-Studie mit insgesamt 28 teilnehmenden Patienten gezeigt werden, dass ein dreimal täglich über einen Zeitraum von acht Monaten als Kapseln eingenommener Weihrauchextrakt die entzündliche Krankheitsaktivität der Multiplen Sklerose in der Magnetresonanztomographie signifikant senkt.

Multiple Sklerose (MS) – die Erkrankung mit tausend Gesichtern– ist eine entzündlich-entmarkende Erkrankung des Zentralnervensystems (ZNS) und nach der Epilepsie die zweit­häufigste chronisch neurologische Erkrankung des jungen Erwachsenenalters. Dabei zeigen sich mannigfaltige neuroimmunologischen Vorgänge die zu verschiedenen Entmarkungsmustern der Läsionen in der weissen Substanz des Gehirns und Rückenmarkes führen. Hauptsymptome, ebenso wie der Verlauf, sind von Patient zu Patient vollkommen unterschiedlich. Rein MS-spezifische Symptome können nicht definiert werden, obwohl einzelne Beschwerden durchaus typisch sind. Andere Erkrankungen können ähnliche Symptome hervorrufen.

 

Die SABA-Studie zu Weihrauch bei MS

In der SABA-Studie zeigte ein standardisierter Weihrauchextraktes als Therapie bei schubförmiger Multipler Sklerose überraschende Effekte. Die insgesamt 28 teilnehmenden Patienten profitierten von der Behandlung mit Weihrauch bei MS, wobei dreimal täglich über einen Zeitraum von acht Monaten als Kapseln eingenommener Weihrauchextrakt die entzündliche Krankheitsaktivität der Multiplen Sklerose in der Magnetresonanztomographie (MRT) signifikant senken konnte.

„Die Studienergebnisse haben unsere Erwartungen insbesondere in der Zusammenschau der positiven Effekte der Weihraucheinnahme auf bildgebende, klinische und immunologische Messwerte übertroffen“, sagen die verantwortlichen Studienleiter „sie sind jedoch vor allem als Aufforderung für die Durchführung einer kontrollierten Phase-II oder -III Studie anzusehen.“ Weihrauch bei MS könnte aufgrund der geringen Nebenwirkungen insbesondere für weniger betroffene und erst kurz erkrankte Multiple-Sklerose-Patienten eine vielversprechende Behandlungsoption darstellen. Von der eigenständigen Einnahme von frei verkäuflich erhältlichen Weihrauchpräparaten raten die Forscher allerdings ab.

Literatur:

Journal of Neurology, Neurosurgery and Psychiatry (DOI: 10.1136/jnnp-2017-317101)

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MEDMIX Online-Redaktion

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