Walnuss gegen Alzheimer?

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Jüngste Tierversuche zeigten positive Effekte einer Walnuss-reichen Ernährung in Verbindung mit der Entstehung von Alzheimer.

In den letzten Jahren konnten Forscher viele positive Effekte im Zusammenhang mit einer auf Walnüssen basierenden Ernährung und der Entstehung von Alzheimer nachweisen. Beispielsweise lässt sich das Risiko zur Entstehung der Erkrankung als auch deren verzögertes Einsetzen sowie eine verlangsamte Progression beobachten. In manchen Fällen wurde aufgrund dieser speziellen Ernährungsform gar eine vorbeugende Wirkung gegen Alzheimer nachgewiesen.

 

Hohe Konzentration an Antioxidantien

Dr. Abha Chauhan PhD – Leiter einer unlängst publizierten Studie – beobachtete bei getesteten Mäusen signifikante Verbesserungen bei Lernfähigkeit, Erinnerungsvermögen, Angstempfinden und motorischer Entwicklung – in der Gruppe, welche die mit Walnüssen angereicherte Nahrung erhielt.

Die hohe Antioxidantien-Konzentration  in Walnüssen – üblicherweise liegt dieser Wert bei etwa 3,7mmol/ounce – könnte der Grund sein. Entzündungsvorgänge im Körper und oxidativer Stress sind wichtige Faktoren in der Entstehung dieser Erkrankung, von der etwa 35 Millionen Menschen weltweit betroffen sind.

Diese Ergebnisse sind vielversprechend und bilden die Grundlage für weitere Entwicklungen auf dem Gebiet der Alzheimer-Behandlung, für die bisher keine kurative Therapie besteht. Das Team um Abha Chauhan konnte in der durchgeführten Studie einen schützenden Effekt auf die kognitiven Funktionen der Mäuse belegen.

Durch nahrungsergänzende Walnuss-Zusätze, welche im Versuch bei entweder 6 oder 9% lagen – beim Menschen entspräche dies einer täglichen Zufuhr von etwa 1 bis 1,5 ounces –, konnten im Rahmen dieser Studie ausschließlich positive Auswirkungen beobachtet werden.

 

Schützende Funktionen des Walnuss-Extraktes

Diese Ergebnisse gründen auf einer bereits zuvor initiierten Zellkultur-Studie Dr. Chauhan’s, welche die schützenden Funktionen des Walnuss-Extraktes auf die oxidative Veränderung des beta-Amyloids aufzeigt. Dieses Peptid ist maßgeblich an der Entstehung dieser bisher unheilbaren Alzheimer-Krankheit anzusehen, welche irreparable Ablagerungen – so genannte Plaques – im Gehirn verursacht.

Die Zahl an Alzheimer-Patienten wird sich bis 2050 verdreifachen, unter Berücksichtigung der Kosten, die im Jahr 2010 für die Therapie dieser Krankheit ausgegeben wurden, diese liegen bei rund 640 Milliarden US Dollar, ist es nachvollziehbar, warum gerade auf diesem Gebiet intensiv Forschung betrieben wird (World Alzheimer report 2014).

 

Walnuss vorbeugend einsetzen

Walnüsse sind nicht nur in der Prävention dieser speziellen Form der Demenz relevant, diese Nüssen zeichnen sich durch ihren besonders hohen Gehalt an Alpha-Linolsäure (ALA), welcher mit 2,5g/ounce, durch kein anderes Lebensmittel geschlagen wird, aus.

Die Forscher vermuten, dass ALA maßgeblich verantwortlich ist für die Stabilisierung des Verhaltens bei den getesteten Mäusen. Omega-3- Fettsäuren sind schon seit längerem für ihre positiven Eigenschaften bekannt, nicht nur schützende Effekte für das Gehirn konnten beobachtet werden, auch das Herz-Kreislauf-System ist durch eine optimale Versorgung mit diesem essenziellen Nahrungsmittel besser vor oxidativem Stress geschützt.

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Bildtext: Der Verzehr von Walnuss brachte bei getesteten Mäusen signifikante Verbesserungen verschiedener Gehirnfunktionen und der motorischen Entwicklung. © gashgeron / shutterstock

 

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Dr. Sabine Stangl

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