Vollkornprodukte für eine gesunde Ernährung gegen Lifestyle-Erkrankungen

Vollkornprodukte beinhalten Getreide mit mindestens 90 Prozent Randschicht, Keimling und dem Mehlkörper. © Stephen Cook Photography / shutterstock.com

Vollkornprodukte beinhalten Getreide mit mindestens 90 Prozent Randschicht, Keimling und dem Mehlkörper. © Stephen Cook Photography / shutterstock.com

Vollkornprodukte für eine gesunde Ernährung helfen beim Schutz vor Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen und wirken möglicherweise sogar präventiv gegen Darmkrebs.

Wer regelmäßig Vollkornprodukte isst, kann sich vor den Lifestyle-Erkrankungen Diabetes Typ 2 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen. Weiter unterstützen Vollkornprodukte eine gesunde Ernährung und scheinen sogar eine präventive Wirkung gegen Darmkrebs zu haben. Diese Erkenntnisse veröffentlichte unlängst das „International Carbohydrate Quality Consortium“ mit seinen international auf dem Gebiet der Kohlenhydrate tätigen Experten.

 

Zwei Portionen Vollkornprodukte pro Tag unterstützen eine gesunde Ernährung

Die ICQC-Wissenschaftler hatten herausgefunden, dass schon täglich zwei Portionen Vollkornprodukte genügen können, um positive gesunde Auswirkungen zu erzielen. Diese Ergebnisse wurden unlängst parallel zum „Whole Grain Summit“, der größten internationalen Konferenz, die sich auf wissenschaftlicher Ebene mit dem Thema Vollkorn beschäftigt, veröffentlicht.

Unter dem Strich ist Getreide weltweit eine der Hauptquellen für Kohlenhydrate. Entscheidend für die Gesundheit ist vor allem aber seine Qualität. Dies sei auch vor dem Hintergrund der steigenden Anzahl ernährungsbedingter Krankheiten von Bedeutung. Der Rat der Wissenschaftler lautet daher: Beim Verzehr von Getreideprodukten Vollkorn bevorzugen – möglichst zwei Portionen am Tag. Zudem verstärken Vollkornprodukte mit niedrigem glykämischen Index, zum Beispiel Vollkornnudeln oder Vollkornbrot mit ganzen Körnern, diesen Effekt und eine gesunde Ernährung zusätzlich.

Die Ergebnisse rufen letztendlich auch die Politik auf den Plan. Denn notwendig wären gezielte Initiativen zur verbrauchernahen Kennzeichnung der Vollkornprodukte ebenso wie zur Reformulierung. Das heißt zur Umgestaltung von Mahlzeiten in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten.

 

Vollkorn für eine gesunde Ernährung im Trend

Die Bezeichnung Vollkorn ist gesetzlich geschützt. Dementsprechend müssen mit Vollkorn gekennzeichnete Getreideprodukte zu 90 Prozent aus Randschicht, Keimling und dem Mehlkörper gemahlen worden sein. Bei einer Gewichtsreduktion spielt das aber im Sinne der enthaltenden Energie keine Rolle. Denn Vollkornprodukte sind zwar ideal für eine gesunde Ernährung. Allerdings haben sie nicht weniger Kalorien als Produkte aus raffiniertem Mehl.

Sehr gesund ist der Keimling mit seinen Vitaminen, Mineralstoffen, Antioxidantien und ungesättigte Fettsäuren. Doch auch die Randschichten der Körner haben es in sich, denn durch die darin enthalten Ballaststoffe können wir unser Essen langsamer verdauen. Die Blutfette steigen dadurch nur langsam an, der Dickdarm wird gestärkt und die Ballaststoffe machen länger satt.


Quelle: The International Carbohydrate Quality Consortium (ICQC) – https://www.carbquality.org/

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