Vogelbeere – die Früchte der Eberesche mit heilsamer Wirkung

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Die Vogelbeere enthält sehr viel Vitamin C und andere wichtige Pflanzenstoffe, zudem sind die Früchte der Eberesche auch ein Geheimtipp für Sänger.

Entgegen aller Vermutungen ist die Vogelbeere, die Früchte der Eberesche (Vogelbeerbaums), nicht giftig. Hingegen schmeckt sie nach dem ersten Frost sogar süßlich. Die leckere Vogelbeere enthält viel Vitamin C und eignet sich gut zum Einkochen. Beliebt sind die Marmelade und der Likör, der Schnaps sowie der Saft. Außerdem stecken in den Vogelbeeren viele sekundäre Pflanzenstoffe und Provitamin A.

 

Interessante Fakten zur Eberesche (Vogelbeerbaum) und den Früchten, der Vogelbeere

Seit jeher schätzte der Mensch die gesunden und nahrhaften Früchte der Ebersche. Wegen des hohen Gehalts an Vitamin C Gehalts hat man die Vogelbeere früher zur Behandlung von Skorbut eingesetzt. Außerdem verwendete man die Früchte als Vogelköder. Der lateinische Name deutet noch darauf hin. Die Germanen verehrten die Eberesche übrigens als heiligen Baum.

Die Eberesche (Sorbus aucuparia) ist tatsächlich keine Esche, sondern eher eine Wortkombination aus Aber (glaube) und Esche: Ihre Blätter sind genauso gefiedert wie die der Esche. Die sommergrüne Vogelbeere gehört in die Familie der Rosengewächse, wird im Normalfall 80 Jahre alt und erreicht eine Wuchshöhe von 15 Metern. Eine Besonderheit stellt das Chlorophyll dar, das sich unter der glatten Rinde der Zweige befindet. Dies befähigt den Baum bereits vor dem Laubaustrieb zur Photosynthese.

Im Alter von fünf bis sechs Jahren erlangt der Baum die Blühfähigkeit. Der Blütenstand entspricht einer Schirmrispe, die 200 bis 300 Blüten vereinigt. Die Früchte reifen im August bis September. Die leuchtend roten, glatten Früchte sind im botanischen Sinne Apfelfrüchte. Man bezeichnet sie jedoch im Volksmund als Beeren. Die Eberesche kommt zwar mehr oder weniger in ganz Europa vor. Doch der Schwerpunkt der Verbreitung sind die Alpen.

 

Die Vogelbeere als Vitamin C Lieferanten

Die Vogelbeere enthält sehr viel Vitamin C. Der Geschmack ist säuerlich-bitter. Jedoch sind die Früchte der Eberesche nicht giftig für den Menschen. Im Grunde genommen kann aber die enthaltene Parasorbinsäure Beschwerden machen. Sie kann roh zu Problemen bei einem empfindlichen Magen führen. Mittlerweile gibt es in Deutschland Sorten, die weniger bitter sind. Zudem sorgen auch Frostzeiten dafür, dass die Früchte bekömmlicher werden.

In 100 g der Vogelbeere finden sich 100 mg Vitamin C. Zudem Vitamin A und Sorbit, einem Stoff zum Süßen. Das macht die Früchte der Eberesche zu einem wahren Geschenk aus der Natur für den Winter.

Der Vogelbeersaft sowie die Marmelade aus Vogelbeere leisten als Vitamin C-Bombe wertvolle Dienste. Sie stärken die Abwehrkräfte auch gegen Erkältungskrankheiten. Die Beeren lösen auch den zähen Schleim. Sie sind zudem wirksam bei Heiserkeit. Dazu kann man auch getrocknete Beeren einzeln kauen.

 

Getrocknete Früchte regen die Nierentätigkeit an

Die getrocknete Beeren regen auch die Tätigkeit der Nieren an. So können sie Nierensteine lösen. Das ist schon lange in der Volksmedizin bekannt. Auch eine Entgiftungskur kann man mit getrockneten Beeren über 30 Tage machen. Dazu kaut man am ersten Tag eine Beere. Am zweiten Tag isst man zwei Beeren. Am dritten Tag kaut man 3 Beeren. Weiter nimmt man bis zum 15. Tag jeweils eine Beere mehr. Schließlich verringert man dann wieder den Konsum bis auf 1 Beere am Tag.

Im Grunde genommen kann man alles an der Eberesche verwenden. Aus den Blüten entsteht ein wunderbares Hustengetränk, auch für Kinder. Die Blüten werden dabei in Milch aufgekocht und mit Honig gesüßt. Der Blättertee kann bei Durchfall und Magenerkrankungen gute Dienste leisten. Außerdem hilf die Vogelbeere bei der Blutreinigung sowie als Blasen- und Nierenreiniger. Die Früchte sind außerdem ein ausgezeichnetes Lungenheilmittel.

Eine lange Tradition hat der Vogelbeerschnaps in weiten Teilen Österreichs. Wobei man ihn sehr arbeitsaufwendig herstellen muss.

 

Vogelbeere: die Früchte der Eberesche als Geheimtipp für SängerInnen

Egal, ob man frische Beeren oder auf den getrockneten Vorrat zurückgreift. Beide halten die Stimmbänder geschmeidig und sind ein Geheimtipp für Redner und Sänger. Dabei reichen bereits 3 bis 5 Beeren pro Tag schon aus.

Literatur:

Šavikin KP, Zdunić GM, Krstić-Milošević DB, Šircelj HJ, Stešević DD, Pljevljakušić DS. Sorbus aucuparia and Sorbus aria as a Source of Antioxidant Phenolics, Tocopherols, and Pigments. Chem Biodivers. 2017 Dec;14(12).

Aladedunye F, Matthäus B. Phenolic extracts from Sorbus aucuparia (L.) and Malus baccata (L.) berries. Antioxidant activity and performance in rapeseed oil during frying and storage. Food Chem. 2014 Sep 15;159:273-81

Razina TG, Zueva EP2, Ulrich AV, Rybalkina OY2, Chaikovskii AV, Isaikina NV, Kalinkina GI, Zhdanov VV, Zyuz’kov GN. Antitumor Effects of Sorbus aucuparia L. Extract Highly Saturated with Anthocyans and Their Mechanisms. Bull Exp Biol Med. 2016 Nov;162(1):93-97

S. HIRSCH, F. GRÜNBERGER: Die Kräuter in meinem Garten (2012) Freya Verlag

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Mag. Barbara Novak

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