Vitamin C für den Zellschutz

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Untersuchungen zeigen, dass bei fast jedem Dritten ein Vitamin-C-Mangel besteht. Spezielle Risikogruppen – wie Kranke und Rekonvaleszente sollten Vitamin C zusätzlich einnehmen.

Das wasserlösliche Vitamin C – die Ascorbinsäure – kommt vor allem in Gemüse und Obst vor. Vielen verarbeiteten Lebensmitteln, zum Beispiel auch Fleisch- und Wurstwaren, ist Ascorbinsäure als Zusatzstoff beigegeben – um diese Nahrungsmittel haltbar zu machen und die ursprüngliche Farbe zu erhalten. Auch mit Vitamin C angereicherte Lebensmittel – beispielsweise in verschiedenen Getränken – sind am Markt verfügbar.

Vitamin C ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt, dient weiters zum Aufbau des Bindegewebes (Kollagen), der Knochen und der Zähne. Ascorbinsäure wirkt antioxidativ und fängt so die schädlichen Verbindungen wie freie Radikale und reaktive Sauerstoffspezies ab, um Zellen und Moleküle vor Schäden zu schützen. Bei der Verdauung verbessert Ascorbinsäure die Verwertung von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln und hemmt die Bildung von krebsauslösenden Nitrosaminen.

 

Vitamin C geschichtlich betrachtet

Im Mittelalter äußerte sich langanhaltender Vitamin C-Mangel vor allem unter Seefahrern häufig in Form einer schweren, oft auch tödlichen Erkrankung: heute als Skorbut bekannt. Zahnlose, geschwächte Matrosen mit Schleimhaut-, Bindegewebs- und Muskelblutungen waren nach langen Seereisen die Regel, oft verstarb die halbe Besatzung an Skorbut.

Bereits im 18. Jahrhundert erkannte man bereits, dass Skorbut mit Sauerkraut, Gemüse und Zitrusfrüchten verhidert werden kann. Doch die Substanz Ascorbinsäure wurde erst 1926 entdeckt.

 

Vitamin-C-Mangel häufig zu beobachten

Ein moderater Vitamin C-Mangel tritt auch heutzutage noch recht häufig auf. Verantwortlich dafür sind Gemüse- und obstarme Ernährung, schlechter Lebensstil aber auch verschiedene Umweltfaktoren.

Die von europäischen Ernährungswissenschaftern für gesunde erwachsene Menschen tägliche Zufuhrempfehlungen betragen bei Männern 110 mg Vitamin C (bei Rauchern 155 mg) und bei Frauen knapp 100 mg (bei Raucherinnen 135 mg). Die Zufuhrempfehlungen in den USA wird etwa die doppelte Menge empfohlen.

Untersuchungen zeigen, dass bei etwa einem Drittel der erwachsenen Menschen, die keine Nahrungsergänzung einnehmen, ein Vitamin-C-Mangel besteht. Drastischer ist der Vitamin-C-Mangel bei Kranken, Rekonvaleszenten und besonderen Risikogruppen.

Denn chronische Krankheiten, Alkoholmissbrauch, starkes Rauchen, Infekte, Fieber, Schwerarbeit, Leistungssport, Stress, ausgedehnte Sonnenbäder, Wachstum, Schwangerschaft und Stillzeit erhöhen den Vitamin-C-Bedarf deutlich – umso wichtiger ist gegebenenfalls eine angepasste zusätzliche Einnahme in Form einer Nahrungsergänzung, um einen Vitamin-C-Mangel zu vermeiden.

 

Vitamin C für das Immunsystem und für Vitalität sowie dem Bindegewebe

Vitamin C sorgt als Kollagen-Vernetzer für die Bildung und Aufrechterhaltung von festem Binde- und Stützgewebe. Bei Vitamin-C-Mangel kann es zu einer Brüchigkeit der Blutgefässe und zu Zahnfleischbluten kommen.

Menschen mit Vitamin-C-Mangel neigen auch zu Unterhautblutungen, Bindegewebe-Schwäche, Knorpelproblemen sowie einer schlechteren Wundheilung.

Außerdem übt Vitamin C positiven Einfluss auf die immunologische, körperliche und geistig-seelische Leistungsfähigkeit. Daher kann sich durch Vitamin-C-Mangel auch die Anfälligkeit für Infektionen erhöhen, die Neigung für Allergien vergrößern sowie Müdigkeit, Schwächezustände bis zu depressiven Verstimmungszustände hervorrufen.

 

Antioxidantien: Zellschutz durch Vitamin C

Vitamin C gehört zu den Antioxidantien. Antioxidantien schützen Körperzellen und -strukturen vor übermäßigen Angriffen so genannter freier Radikale. Radikale sind hochreaktive, lebensnotwendige biologische „Zündfunken“, die im Körper laufend gebraucht und gebildet werden, wie z.B. bei der Energiegewinnung oder bei der Immunabwehr. Radikale müssen aber nach „getaner Arbeit“ rechtzeitig unschädlich gemacht werden, um sozusagen einen „Flächenbrand“ zu verhindern.

Vitamin C und andere Antioxidantien (wie Vitamin E, Selen etc.) können als Radikalfänger bestimmte Erkrankungsrisiken senken, sowie Spätfolgen und Komplikationen bestehender Erkrankungen vermindern. Dies betrifft vor allem chronische Erkrankungen, die mit erhöhtem „oxidativem Stress“ – also verstärkter Radikalbildung – einhergehen: atherosklerotische Erkrankungen, grauer Star, Zuckerkrankheit, Krebs und sonstige vorzeitige Zellalterungs- und Verschleißerscheinungen.

 

Vitamin-C-Quellen in der Nahrung

Vitamin C ist kommt vorwiegend in frischen, rohen oder schonend gegarten pflanzlichen Lebensmittel vor. Große Mengen sind meist unterhalb der Schale von ausgereiften, sauren Beeren, Gemüse und (Zitrus)-Früchten zu finden.

Die ergiebigsten Quellen sind neben den exotischen Acerolakirschen die späten Herbstfrüchte wie Hagebutten, Sanddorn, Kornelkirschen etc.; gefolgt von schwarzen Johannisbeeren.

Frisches (oder unverarbeitetes Tiefkühl-)Gemüse und Kräuter, Kartoffeln und Sauerkraut sind den meisten Obstsorten – auch den Kiwis und Zitrusfrüchten – bzgl. Vitamin-C-Gehalt meist überlegen. Leber, Fleisch und Milch hingegen enthalten nur sehr geringe Mengen.

Quellen und weitere Informationen:

https://www.nlm.nih.gov/medlineplus/ency/article/002404.htm

https://www.dge.de/index.php?id=354

https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/vitamin-c/

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Axel Rhindt

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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