Veilchen, Duftveilchen – Frühlingsbote mit toller Wirkung

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Das Duftveilchen soll bei Husten, Asthma, Unruhezuständen sowie Hautleiden Beschwerden lindern. Das Veilchen als Heilpflanze eignet sich auch sehr gut für Kinder.

Der Frühling kommt, der Himmel lacht, es steht die Welt in Veilchen“ entstammt der Feder des bekannten Dichters Theodor Storm. Oft wurde diese kleine Frühlingsblume in Gedichten erwähnt und in Liedern besungen. Selbst am Wiener Kaiserhof wurde das Veilchen verehrt: Man zog mit dem gesamten Hofstaat hinaus um das erste Veilchen der Donauauen zu begrüßen. Das sittsamste Mädchen durfte es dann pflücken. Veilchen sind das Attribut der Jungfrauen und der zärtlichen Liebe. Um den Frühling endgültig zu vergraulen, streute man in Frankreich Veilchen über die Äcker. Dieser Brauch wird heute noch mancherorts ausgeführt.

 

Veilchen botanisch im Fokus

Die Pflanzengattung der Veilchen gehört in die Familie der Veilchengewächse (Violaceae). Von den etwa 500 Arten gedeihen die meisten in der gemäßigten Klimazone. Hierzu zählen auch Stiefmütterchen, Hornveilchen und Duftveilchen (Viola odorata). Letzteres ist auch im Bereich der Naturheilkunde erwähnenswert. Das Duftveilchen bildet von März bis April wunderschöne violette Blüten, die sich aus einer grundständigen Blattrosette erheben.

 

Duftveilchen als Heilpflanze

2007 haben Experten des NHV Theophrastus (Vereins zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus e.V.) das Duftveilchen zur Heilpflanze des Jahres gekürt. Als Heilpflanze wird das Duftveilchen bei Husten, Asthma, Unruhezuständen und Hautleiden angewendet. Des Weiteren ist das Veilchen ein wunderbares Heilmittel für Kinder.

 

Veilchentee

Der Veilchentee aus frischen Blüten und Blättern der Frühlingspflanze hilft beispielsweise als Hustenmittel gegen Frühjahrserkältungen. Außerdem kann es auch aufgrund seiner schweißtreibenden Wirkung bei Fieber positive Effekte bringen. Hierzu setzt man zwei Teelöffel Blüten und Blätter mit kaltem Wasser an, erhitzt das vorsichtig und lässt den Veilchentee fünf Minuten ziehen, bevor man abseiht. Davon sollte man drei mal täglich eine Tasse trinken.

 

Veilchenessig

Interessant ist auch ein Veilchenessig, den man bei Kopfschmerzen einsetzen kann: Eine Hand voll frischer Veilchenblüten füllt man in eine Flasche und gießt Weinessig darüber, alle Pflanzenteile sollten mit dem Veilchenessig bedeckt sein. Diese Mischung darf dann 2 Wochen an einem warmen Ort ruhen ehe man die Blüten abseiht.

 

Veilchenöl

Genauso hilfreich ist ein Veilchenöl, das man bei Hautleiden aller Art (Ekzeme, Akne, aber auch Narbennachbehandlung) verwenden kann. Man füllt ein Glas mit frischen Veilchenblüten voll und bedeckt diese mit einem guten Pflanzenöl. Schließlich lässt man das Glas zwei Wochen an einem warmen Ort stehen und seiht es anschließend ab. Man verwendet dieses Veilchenöl direkt zur Hautpflege oder verarbeitet es mit Bienenwachs zu einer Salbe. Moderne Forschungen konnten außerdem für Extrakte aus Viola odorata eine blutfettsenkende sowie auch vasodilatative Wirkung feststellen.

Veilchenwurzel

Die auch heute noch verwendete Veilchenwurzel stammt nicht vom Duftveilchen. Es handelt sich dabei um das Rhizom, der zur Produktion von Duftstoffen verwendeten Iris-Arten, folglich bezieht sich der missverständliche deutsche Name auf diese Verwendung. Veilchenwurzel wird traditionell gegen Schmerzen und Beschwerden beim Zahnen von Säuglingen und Kleinkindern eingesetzt.

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Mag. Barbara Novak

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