Übelkeit und Erbrechen selbst und natürlich behandeln

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Übelkeit und Erbrechen sollte man nur dann selbst behandeln, wenn man auf jeden Fall eine schwere Erkrankung als Ursache ausschliessen kann.

Übelkeit und Erbrechen zeigen sich bei vielen Erkrankungen als Begleitsymptom. Darunter auch einige sehr schwere wie Krebserkrankungen. Deshalb sollte man für den Fall, dass man Übelkeit und Erbrechen selbst behandeln will, eine lebensgefährlicher Ursache ausschliessen können. Zu den harmloseren Auslösern gehören normalerweise Kopfschmerzen bzw. Migräne. Weiter ist oft eine Schwangerschaft schuld daran. Zudem gehören Nahrungsmittelunverträglichkeiten, zu Übelkeit führender Alkoholkonsum sowie auch bestimmte Nahrungsaufnahmen dazu. Ebenfalls können Virusinfektionen, aber auch noch zahlreiche andere Gründe verantwortlich sein. Im Zweifelsfall sollte man jedenfalls eine Arzt konsultieren.


 

Übelkeit und Erbrechen als Schutz für den Körper

Darüber hinaus darf aber auch nicht vergessen werden, dass Übelkeit und Erbrechen eine Art Schutzfunktion für den Körper sein können. Und zwar vor allem in Zusammenhang mit verdorbener, falscher oder einem Zuviel an Nahrung. Flüssigkeits- und Elektrolytersatz in Form von Glucose-, Natrium- und Kaliumchlorid-Kombinationen haben sich hierzu bewährt, um Übelkeit und Erbrechen vorzubeugen bzw. auch zu behandeln. Damit kann man dem einhergehenden Flüssigkeits- und Salzverlust entgegen. Schließlich kann man damit auch die dem Erbrechen folgende Schwäche vermeiden. Die Anwendung erfolgt je nach Intensität des Erbrechens.

 

Hilfe aus der Natur

Die Naturheilkunde bietet verschiedene Behandlungsoptionen wie äußere Anwendungen – Akupunktur und Akupressur – und den Einsatz bestimmter Übelkeit reduzierender Pflanzenstoffe.

Pflanzliche Mittel wie Pfefferminz­öl, Iberis amaris und Schöllkraut wirken gegen die Übelkeit. Sie regen die Magenfunktion wieder an und beschleunigen die Magenentleerung. Kontraindikationen für den Einsatz können Gallensteine und Lebererkrankungen sein. Ingwer wirkt antiemetisch und wird auch bei dyspeptischen Beschwerden eingesetzt. Und auch der Kamille wird eine sehr positive Wirkung zugesprochen.

Neben Pfefferminze, Ingwer und Kamille sind auch Artischocke und Nelkenwurz von großer Bedeutung. Aber auch zahlreiche andere Heilpflanzen können dabei helfen, die Beschwerden in den Griff zu bekommen. Dazu gehören die Ackerminze und die Wasserminze, die Brechnuss, Schafgarbe und Zitronenverbena, Aber auch noch viele weiter Pflanzen wie Goldmelisse und Herbstzeitlose. Auch viele Kräuter und Gewürze wie Zimt, Dill, Koriander, Estragon, Oregano, Koriander und Fenchel sind gut.


 

Homöopathie, Schüssler Salze und Probiotika

Homöopathika wie Arsenicum album, Nux vomica, Ipecacuanha und Colchicum werden ebenfalls gegen Erbrechen eingesetzt. Auch Schüssler Salze werden eingesetzt – hier vor allem das Schüssler Salz Nr. 3 Ferrum phosphoricum, Nr. 5. Kalium Phosphoricum, Nr. 8 Natrium chloratum und Nr. 10. Natrium Sulfuricum.

Wenn bei einer akut auftretender Übelkeit ein Zusammenhang mit einer beeinträchtigten Darmflora vermutet wird, kann auch eine Darmsanierung mittels Probiotika durchgeführt werden.

 

Tipps bei Übelkeit und Erbrechen

Das schluckweise und langsame Trinken von eiskaltem Wasser kann gegen den Brechreiz wirken. Eine völlige Nahrungskarenz über einen unbedenklichen Zeitraum kann durchaus nützlich sein, zumindest sollte nur leicht verdauliche Kost konsumiert werden, die in mehreren kleinen Mahlzeiten über den Tag verteilt eingenommen wird. Bei leichten Formen von Übelkeit und Erbrechen kann der Flüssigkeits- und Elektrolytersatz durch verdünnte Obstsäfte, stille Mineralwässer und salzreiche Kost kompensiert werden.

Quelle: Übelkeit und Erbrechen – Nausea und Emesis. MEDMIX 4/2009

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Lena Abensberg

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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