Mit einfachen Tipps für den Alltag einer Grippe vorbeugen

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Die Influenzaimpfung gehört zu den wirksamsten präventiven Maßnahmen. Es helfen aber auch verschiedene einfache Tipps, wie man einer Grippe vorbeugen kann.

Es gibt zahlreiche wertvolle Tipps, um einer Grippe vorbeugen zu können. Dazu gehört einerseits natürlich die Influenzaimpfung. Andererseits gibt es auch zahlreiche sinnvolle und vorbeugende Maßnahmen im Alltag (Hygiene). Zudem hilft die Anwendung abwehrstärkender und antiviraler Tees (Echinacea, Hibiskus) sowie Mikronährstoffen.

Im Grunde genommen können einfache Hygienemaßnahmen wie Hände waschen helfen, sich selbst und andere vor einer Ansteckung zu schützen. Auch eine gesunde, nährstoffreiche Ernährung und ausreichend viel Bewegung (auch in der frischen Luft) unterstützen ein starkes Immunsystem.

 

Impfen lassen

Im Grunde genommen senkt die Influenzaimpfung das Risiko einer Infektion. Vor allem Menschen im Alter von 18 bis 65 Jahren profitieren davon am stärksten. Allerdings sollten sich speziell Personen mit einem geschwächten Immunsystem impfen lassen. Das sind ältere Menschen, kleine Kinder sowie chronisch kranke Patienten. Denn die haben dann auch bei einer leichten Grippewelle bereits ein stark erhöhtes Gesundheitsrisiko.

Unter dem Strich bietet jedenfalls die Influenzaimpfung auch Menschen, die älter als 65 Jahre sind, eine hohe Schutzwirkung. Auch wenn bei ihnen die Influenzaimpfung bekanntlich schlechter wirkt. Dennoch schützt sie bei etwa jeder zweiten Person auch in dieser Altersgruppe vor einer Erkrankung.

 

Grippe vorbeugen mit diesen einfachen Tipps

Unlängst haben Gesundheitsexperten des Roten Kreuzes fünf einfache Tipps erarbeitet, die beim Grippe vorbeugen helfen. Denn damit kann man die Ansteckungsgefahr mit Grippeviren deutlich verringern.

  1. Hände waschen. Besonders wichtig ist jedenfalls wie eingangs erwähnt das gründliche Händewaschen. Und zwar mit Seife und warmem Wasser, vor und nach dem Kontakt mit erkrankten Personen. Außerdem sollte man sofort nach dem heimkommen gründlich Hände waschen. Und zwar nach Aufenthalten im Freien sowie nach der Benutzung öffentlicher Einrichtungen und Verkehrsmittel.
  2. Den Mund bedecken. Beim Niesen oder Husten sollte ebenfalls auf Hygiene geachtet werden. Dazu gehört, dass man Papiertaschentücher vorhält. Oder, falls nicht anders möglich, den Ärmel oder Ellenbogen einsetzt, um nicht andere anniesen oder anhusten zu müssen.
  3. Abstand halten. Einen Mindestabstand von 1,50 Meter zu anderen Personen einhalten. Auch das Händeschütteln und Begrüßungsküssen sollte während der Grippezeit eingeschränkt werden, Grippeviren übertragen sich dadurch besonders schnell.
  4. Kranke und Gesunde trennen. Erkrankte Familienmitglieder sollten in einem separaten Raum untergebracht werden. Die Versorgung mit ausreichend Flüssigkeit wie Wasser, Saft und Suppe sind besonders wichtig. Häufig stoßweises Lüften des Raumes vermindert die Virusmenge in der Luft.
  5. Richtige Abfallentsorgung. Verwendete Masken oder Taschentücher sind richtig zu entsorgen und in verschlossenen Beuteln wegzuwerfen.
  6. Substanzen, die beim vorbeugen einer Grippe helfen. Hilfreich sein können verschiedene Nährstoffe, Vitamine und Spurenelemente sein. Dazu diskutiert man die Wirkungen von Vitamin D, Zink, Curcumin und auch Probiotika.

 

Hygiene und Grippeimpfung für Sanitätsberufe

Besondere Verantwortung tragen jedenfalls Angehörige der Gesundheitsberufe wie auch Mitarbeiter im Rettungs- und Krankentransportdienst. Sie alle müssen beispielsweise umfassende Hygienemaßnahmen einhalten. Dazu gehört die regelmäßige Händedesinfektion. Weiter sollten sie Handschuhe verwenden. Empfehlenswert ist auch die Influenzaimpfung für die in Gesundheits- und Pflegeberufen tätigen Personen. Denn impfgeschütztes Gesundheitspersonal bringt auch mehr Sicherheit für Patienten und Bewohnern von Pflegeheimen.

Literatur:

Michele Catanzaro, Emanuela Corsini, Michela Rosini, Marco Racchi, Cristina Lanni. Immunomodulators Inspired by Nature. A Review on Curcumin and Echinacea. Molecules. 2018 Nov; 23(11): 2778. Published online 2018 Oct 26. doi: 10.3390/molecules23112778

COMMITTEE ON INFECTIOUS DISEASES. Recommendations for Prevention and Control of Influenza in Children, 2018–2019. Pediatrics. 2018 Oct;142(4). pii: e20182367. doi: 10.1542/peds.2018-2367. Epub 2018 Sep 3.

Beata M. Gruber-Bzura. Vitamin D and Influenza—Prevention or Therapy? Int J Mol Sci. 2018 Aug; 19(8): 2419. Published online 2018 Aug 16. doi: 10.3390/ijms19082419

Wei-Te Lei, Pei-Ching Shih, Shu-Jung Liu, Chien-Yu Lin, Tzu-Lin Yeh. Effect of Probiotics and Prebiotics on Immune Response to Influenza Vaccination in Adults. A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials. Nutrients. 2017 Nov; 9(11): 1175. Published online 2017 Oct 27. doi: 10.3390/nu9111175

Christopher Robson, Sai Rupa Baskar, Robert Booy, Patricia E Ferguson, Nicole Gilroy, Jen Kok, Indy Sandaradura, Dominic Dwyer. Influenza: overview on prevention and therapy. Aust Prescr. 2019 Apr; 42(2): 51–55. Published online 2019 Apr 1. doi: 10.18773/austprescr.2019.013.


Quelle: Rotes Kreuz

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Chefredakteur Dr. Reinhold Lautner

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