Tipps für die Händehygiene: In vier Schritten richtig eincremen

Hände waschen gehört zu den effektivsten vorbeugenden Maßnahmen gegen Ansteckung durch Krankheitserreger. © santypan / shutterstock.com

Hände waschen gehört zu den effektivsten vorbeugenden Maßnahmen gegen Ansteckung durch Krankheitserreger. © santypan / shutterstock.com

Während der Corona-Pandemie ist Händewaschen und -desinfizieren wichtiger denn je. Zu den guten Tipps zählt, danach nicht auf das Eincremen zu verzichten.

Sorgfältige Händehygiene ist ein zentraler Bestandteil des Infektionsschutzes – kann aber die Haut strapazieren. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) kennt Hautgefährdungen aus ihren Mitgliedsbranchen und weiß, mit welchen guten Tipps man Hauterkrankungen durch Pflege, Händewaschen und Eincremen vorbeugen kann.

 

Hände brauchen Schutz und Pflege

Häufiges Händewaschen trocknet die Haut aus“, erklärt Dr. Verena Kagel, Hautärztin bei der BGW. „Wenn die Hände nicht sichtbar verschmutzt sind, kann die korrekt durchgeführte Händedesinfektion mit einem geeigneten Händedesinfektionsmittel eine hautschonendere Alternative sein.“ Im Alltag gibt es nicht immer die Möglichkeit, zwischen Desinfektion und Händewaschen zu wählen. Beim Händewaschen sollte darauf geachtet werden, möglichst lauwarmes, nicht zu heißes Wasser und geeignete Handwaschpräparate zu verwenden.

Die notwendige verstärkte Händehygiene gehe an der Haut nicht spurlos vorbei, warnt Dr. Kagel. Deshalb benötigen die Hände mehr Pflege. Die verwendeten Pflegepräparate sollten dabei ausreichend rückfettend und möglichst frei von Duftstoffen sein. „Wenn die Haut der Hände trocken ist, sich rötet oder rau und rissig wird, können dies erste Anzeichen eines Handekzems sein“, sagt die Expertin. „Handekzeme sollten frühzeitig erkannt und ärztlich behandelt werden, daher ist es wichtig Warnsignale nicht zu ignorieren.“

 

Tipps zum Eincremen: in vier Schritten richtig gemacht

Wie beim Händewaschen, kommt es auch beim Eincremen auf das „wie oft“ und das „wie“ an. „Nehmen sie sich in der Freizeit ganz bewusst mehrmals am Tag die Zeit zum Eincremen – zum Beispiel nach dem Händewaschen und vor dem Schlafengehen“, rät die Hautschutzexpertin. Wichtig ist auch, dass die Hände gründlich und vollständig eingecremt werden. Um beim Eincremen keine Hautstellen zu vernachlässigen, empfiehlt sich ein systematisches Vorgehen in vier Schritten:

Schritt 1: Einen etwa haselnussgroßen Klecks Creme auf den Handrücken auftragen.

Schritt 2: Die Creme Handrücken auf Handrücken über die gesamte Fläche verteilen.

Schritt 3: Die Creme sorgfältig in die Fingerzwischenräume und Fingerseitenkanten einmassieren. Dabei werden die Handinnenflächen gleich mitversorgt. Achtung: Auch an die Daumen denken.

Schritt 4: Nägel und Nagelfalze mit der Creme versorgen.

Die Reste der Creme werden an den Handgelenken einmassiert.


Quelle: Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)

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