Damit Senioren sicher Radfahren: wichtige Tipps für ältere Radfahrer

Die Bewegung ist für ältere Radfahrer die beste Medizin. Fahrradfahren ist ein schonender Sport, der Knochen und Gelenken gut tut. © wavebreakmedia / shutterstock.com

Die richtigen Tipps machen das Radfahren für Senioren sicher, speziell ältere Radfahrer sollten beim Transport des Gepäcks sehr achtsam sein.

Immer mehr Menschen nutzen das Rad. Gerade E-Bikes und Pedelec sind dafür mitverantwortlich, dass auch immer mehr Senioren das Radfahren schätzen lernen. Denn gerade wenn man glaubt, dass der Körper irgendeine Anstrengung nicht mehr schafft, dann greift der E-Motor hilfreich unter die Arme. Im Grunde genommen rechnen Experten jedenfalls mit einer Zunahme von Fahrradunfällen und sehen hier vor allem auch ältere Radfahrer im Blickpunkt. Denn altersbedingt sind die Senioren beim Radfahren besonders unfall- und verletzungsgefährdet, wobei die richtigen Tipps dabei helfen, dass auch ältere Radfahrer sicher unterwegs sind.

 

Viele Unfallursachen bei Radfahren lassen sich vermeiden

Viele Fahrradstürze passieren, weil ältere Radfahrer eine Tasche am Lenker mitführen. Dazu gehört einer der unten stehenden 10 Tipps. jedenfalls sollten Senioren beim Radfahren ihr Gepäck hinten in einem Fahrradkorb oder in einer Fahrradtasche am Gepäckträger transportieren.

Auch die Wahrnehmung ist bei Senioren beim Radfahren oft eingeschränkt. Denn oft ist schon das Hören und Sehen beeinträchtigt sowie der Gleichgewichtssinn gestört. Doch Radfahren erfordert Balance, Koordination und schnelle Reaktionsfähigkeit, daher entstehen für Senioren zusätzliche Gefahrenmomente.


10 Tipps für ältere Radfahrer

Damit Senioren beim Radfahren auch sicher durch die Fahrradsaison kommen, geben Orthopäden und Unfallchirurgen wichtige Tipps!


Gefahr Pedelec und andere Unfallursachen

Das Pedelec ist ein spezielles Elektrofahrrad, bei dem der Radfahrer beim Treten mittels Elektroantrieb unterstützt wird. Gerade bei der Generation 65 Plus steigt die Nachfrage nach solchen Fahrrädern. Der Elektromotor steigert aber auch die Geschwindigkeiten, das erhöht wiederum das Unfallrisiko. Schließlich führen durch die altersbedingten Einschränkungen dann Unfälle oft zu sehr schweren Verletzungen.

Deswegen warnen die Experten, dass mit dem Alter die Knochen schneller brechen, generell steigt die Verletzungsschwere. Möglicherweise erleidet ein junger Radfahrer nach einem Unfall eine leichte Gehirnerschütterung. Bei älteren Radfahrern, der blutverdünnende Medikamente einnimmt, kann der gleiche Unfall zu einer schweren Hirnblutung oder sogar zum Tod führen.

 

Bewegung ist grundsätzlich die beste Medizin

Fahrradfahren ist ein sehr schonender Sport und tut Knochen und Gelenken gut. Deswegen begrüßen wir den Trend, dass immer mehr ältere Menschen Fahrrad fahren. Das spricht wieder zugunsten einer Pedelec-Nutzung. Denn der Elektroantrieb bietet Menschen mit Handicaps oder Fitnessdefiziten eine gangbare Alternative zum herkömmlichen Radfahren. Zudem erhöht er die Mobilität von älteren Menschen und fordert trotz Elektroantrieb den Einsatz des Körpers. Deswegen hat die Pedelec-Nutzung für ältere Menschen auf jeden Fall einen positiven Effekt.

 

Weitere Unfallursachen

Unabhängig vom Alter sorgt eine Einkaufstasche am Fahrradlenker dafür, dass das Radfahren keineswegs sicher ist. Auch nicht eingeschaltetes Hörgerät oder fehlende Brillen bei Jüngeren beeinträchtigen die Sicherheit.

Weitere Sicherheitsprobleme sind unsachgemäße Kleidungsstücke oder locker sitzendes Schuhwerk beziehungsweise Schnürsenkel. Auch eine mangelnde Fitness wirkt negativ auf die Sicherheit beim Fahren, auch das gilt nicht nur für Senioren.

Schließlich gehört eine unangepasste Geschwindigkeit durch den Elektroantrieb sowie ein beeinträchtigtes Reaktionsvermögen zu den häufigen Unfallursachen. Natürlich gehört dazu auch das Fahren unter Alkoholeinfluss.


Quelle: Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU)

Die mobile Version verlassen