Symptome der Gastroösophagealen Refluxkrankheit

Die säuresuppressive Therapie lindert die Symptome und beugt Komplikationen bei der Gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD) vor. © decade3d anatomy-online / shutterstock.com

Die klassischen und atypischen Symptome der Gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD) schränken die Lebensqualität der Betroffenen sehr stark ein.

Millionen Menschen leiden an der Gastroösophagealen Refluxkrankheit. Die kurz GERD benannte Erkrankung kommt immer häufiger vor. Dabei gilt heutzutage der veränderte Lebensstil in der Bevölkerung als eine der wichtigsten Ursachen. Zu den Risikofaktoren zählen das Alter, übermäßiger Body-Mass-Index (BMI), Rauchen, Angstzustände und Depressionen sowie weniger körperliche Aktivität bei der Arbeit. Natürlich können auch die Essgewohnheiten zur GERD beitragen. Dazu gehört auch der Säuregehalt von Lebensmitteln sowie die Menge und der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme. Insbesondere im Hinblick auf den Schlaf.

Die Ursache der GERD ist meist multifaktoriell. Jedoch sind Störungen des unteren Ösophagussphinkters – sogenannte transiente Relaxationsstörungen des unteren Ösophagussphinkters – die wichtigsten Faktoren der Erkrankung. Weitere Faktoren sind vor allem eine Verminderung der Peristaltik im Ösophagus, Hiatushernie, Adipositas, verzögerte Magenentleerung. Außerdem eine Beeinträchtigung der Funktion des unteren Ösophagussphinkters durch Medikamente.

 

Welche Symptome bei der Gastroösophagealen Refluxkrankheit auftreten

Sehr typische Symptome einer Gastroösophagealen Refluxkrankheit sind jedenfalls allen voran das Sodbrennen. Außerdem saures Aufstoßen sowie Regurgitation von Mageninhalt. Nur bei etwa 20 bis 50% ­aller Patienten, die eine typische klinische Symptomatik aufweisen, führt die GERD zu einer Entzündung im distalen Ösophagussegment, ­sodass endoskopisch eine Refluxösophagitis zu erkennen ist.

Allerdings zeigt bei manchen anderen Betroffenen die Gastroskopie keine Auffälligkeiten. Insbesondere zeigen sich keine für eine Refluxösophagitis typischen Erosionen im Ösophagus.

 

Die NERD

Unter dem Strich bezeichnet man die Gastroösophageale Refluxkrankheit, die nicht zur Refluxösophagitis führt, auch als NERD (non erosive reflux disease). Hierzu zeigten große Studien, dass zwischen der vom Patienten wahrgenommenen Intensität der klinischen Symptome und dem Schweregrad der entzündlichen Veränderungen in der Speiseröhre nur eine sehr schlechte Korrelation besteht, was ein Unterscheidung zwischen ERD und NERD auf klinischer Basis kaum möglich macht.

Als Komplikation einer Gastroösophagealen Refluxkrankheit können im Bereich des Ösophagus Blutungen, Stenosen sowie das Barrett-Ösophagus auftreten. Stenosen können Schluckstörungen verursachen und wiederholte endoskopische Bougierungen oder Dilatationen notwendig machen. In Einzelfällen ist auch eine chirurgische Therapie angezeigt.

 

Atypische Symptome bei Refluxkrankheit

Im Grunde genommen sind die Symptome der Gastroösophagealen Refluxkrankheit nicht immer typisch klinisch. Stattdessen können auch »atypische« extraösophageale Symptome auftreten.

Schließlich sollte bei der Abklärung derartiger Krankheitsbilder damit auch immer eine GERD in die Differentialdiagnose miteinbezogen werden.


Literatur:

Danisa M. Clarrett, Christine Hachem. Gastroesophageal Reflux Disease (GERD).
Mo Med. 2018 May-Jun; 115(3): 214–218.

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