Superfood aus dem heimischen Gemüsebeet

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Superfood bezeichnet Obst und Gemüse sowie Nüsse und Kräuter, die sehr viele wichtige Pflanzenstoffe enthalten, die unsere Gesundheit fördern können.

Funktionelle Nahrungsmittel können bei der Vorbeugung gegen das metabolische Syndrom sowie gegen das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mellitus Typ II wirksam sein. In jüngerer Zeit wurde jedoch der Begriff Superfood eingeführt, um Lebensmittel mit zusätzlichen gesundheitlichen Vorteilen zu beschreiben. Schon Hippokrates sagte: “Deine Nahrung soll deine Medizin und deine Medizin soll deine Nahrung sein.”

Meist sind es exotische Genüsse, wie Gojibeeren, Chiasamen oder auch die Acerolakirsche. Man verwendet den Begriff Superfood aber auch für jene heimischen Früchte, Nüsse, Gemüse und auch Kräuter, die eine überdurchschnittlich hohe Konzentration an wichtigen Pflanzenstoffen aufweisen, die unsere Gesundheit fördern. Allerdings machen unsere heimischen Pflanzen selten große Schlagzeilen, obwohl sie den Exoten in nichts nachstehen. Einige unter ihnen haben jedoch in den letzten Jahren als Fitmacher Karriere gemacht.

 

Karotten für mehr Klarsicht

Karotten enthalten von allen Gemüsesorten am meisten Beta-Carotin, dieses wird im Organismus zu Vitamin A umgebaut. Dieses Allroundtalent ist wichtig für unser Sehvermögen, aber auch für das Immunsystem und für das Zellwachstum. Außerdem ist es ein natürlicher Lichtschutz, beugt Herzinfarkt vor und vermindert das Krebsrisiko. Da Carotin fettlöslich ist, kann es am besten mit etwas Öl vom menschlichen Organismus aufgenommen werden. Zusätzlich enthält dieses gesunde Gemüse Vitamin B, Vitamin C und Vitamin E als Radikalfänger, außerdem Mineralstoffe wie Kalium und Eisen, sowie viele Ballaststoffe.

 

Superfood immer einsatzbereit: Zwiebel und Knoblauch

Zwiebel und Knoblauch gehören zu den Lauchgewächsen. Das schwefelhaltige Allicin ist der typische Geruchs- und Geschmacksstoff, aber auch Wirkstoff von Zwiebel und Co. , wirkt wie ein natürliches Antibiotikum und beugt Magenkrebs und Arterienverkalkung vor. Flavonoide, Mineralstoffe und Vitamine machen die Zwiebel zu einem rundum gesundheitsfördernden Gemüse. Knoblauch besitzt ähnliche Inhaltsstoffe und enthält zudem viel Selen, das vor freien Radikalen schützt.

 

Tomaten als Radikalfänger

Tomaten enthalten besonders viele Antioxidantien. Neben Vitamin C und E sowie Beta-Carotin ist dies vor allem das Lycopin. Dies ist ein Farbstoff aus der Gruppe der Carotinoide, bei sonnengereiften Tomaten ist dessen Gehalt am größten und zählt zu den wirksamsten Radikalfängern in unserer heimischen Gemüsewelt. Der menschliche Körper kann das Lycopin, das hauptsächlich in der Tomatenschale vorkommt, gekocht besser verwerten. Durch das Erhitzen werden allerdings Vitamine zerstört, so sollen auch rohe Tomaten am Speiseplan stehen.

 

Grünkohl, Brokkoli

Im Grünkohl stecken Mineralstoffe, Vitamine (A, B, C, E), Kalzium, sekundäre Pflanzenstoffe, Eiweiß sowie Ballaststoffe. Außerdem sind Senfölglykoside vorhanden, die entzündunngshemmend sind und das Krebsrisiko senken. Roher Grühnkohl ist leider nicht sehr bekömmlich, wohl aber Grünkohlsmoothies. Der Brokkoli ähnelt mit seinen zahlreichen Inhaltsstoffen stark dem Grünkohl.

TIPP Grünkohl Smoothie. Eine geschälte Orange und etwa die Hälfte der Menge an geputzten Grünkohl in den Mixer geben und mit etwas Wasser zu Brei mixen. Fehlt etwas an Süße, statt Wasser Apfelsaft verwenden oder eine Banane dazugeben. Lecker ist auch statt Orange Mango oder Kiwi auszuprobieren. Gutes Gelingen!

Literatur:

Van den Driessche JJ, Plat J, Mensink RP. Effects of superfoods on risk factors of metabolic syndrome: a systematic review of human intervention trials. Food Funct. 2018 Apr 25;9(4):1944-1966. doi: 10.1039/C7FO01792H.

Zeitschrift Kraut und Rüben, 2017/06, Die Stars aus dem Gemüsebeet, S10-15.

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Mag. Barbara Novak

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