Stärkere Muskeln – Stärkere Knochen

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Je mehr Muskelmasse desto gesünder die Knochen: Stärkere Muskeln bei Kindern wirken sich sehr günstig auf die Knochenentwicklung aus.

Die Knochenmasse verändert sich beim Menschen im Lauf seines  Lebens. Knochenaufbau und Knochenabbau bleiben im Gleichgewicht, wodurch sich die Knochen einerseits stabilisieren und gleichzeitig kontinuierlich erneuern. Ein Ungleichgewicht hat Knochenschwund zur Folge. Wissenschaftern der University of Southampton haben unlängst einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Menge vorhandener Muskelmasse und der Knochenentwicklung bei Kindern entdeckt. Es zeigte sich, dass je mehr Muskelmasse vorhanden ist, desto gesunder die Entwicklung ihrer Knochen – ein wichtiger Faktor, beispielsweise in Hinblick auf das spätere Osteoporose-Risiko – ist. Zwischen Fettmasse und Knochenentwicklung besteht allerdings kein Zusammenhang, so die Wissenschafter.

Knochenstärke und Knochengröße im Zusammenhang mit Osteoporose- und Frakturrisiko

Im Zuge unlängst veröffentlichten Studie zeigten Wissenschafter der University’s Medical Research Council Lifecourse Epidemiology Unit einen wichtigen Zusammenhang zwischen vorhandener Muskelmasse und gesunder Knochenentwicklung bei Kindern zwischen dem 6. und 7. Lebensjahr. Die Forscher analysierten Messungen von über 200 Kindern, die am Southampton Women’s Survey teilnahmen. Die Kinder wurden kurz nach der Geburt und dann im Zuge des 6. und 7. Lebensjahrs vermessen. Anhand moderner bildgebender Verfahren bzw. State-of-the-art-Ananlysemethoden, wurden Knochendichte, Form und Größe des Schienbeins sowie die gesamte körperliche Konstitution der Kinder gemessen.

„Knochenstärke und -größe sind, langfristig betrachtet, wichtige Parameter – besonders in Hinblick auf das spätere Osteoporose- und Frakturrisiko,“ so Dr. Rebecca Moon, Leiterin der aktuellen Studie. „Bereits eine 10-prozentige Erhöhung der Knochenmasse kann den Beginn einer Osteoporose um 13 Jahre verzögern.“ Diese Erkenntnisse unterstreichen die Wichtigkeit körperlicher Betätigung bereits im Kindesalter, um Muskel und Knochenwachstum zu gewährleisten bzw. bestmöglich zu unterstützen.“

Das Team zeigte zudem, dass der Zusammenhang zwischen Muskelmasse und der Entwicklung der Knochen bei Mädchen wesentlich stärker ausgeprägt zu sein scheint, als bei Jungen, unabhängig vom Alter der Kinder.

In den ersten 25. Lebensjahren steht beim Menschen der Knochenaufbau der Vordergrund. Im Wachstum entwickelt sich das Skelett, die Knochenmasse nimmt zu. Bei diesem Prozess nehmen die Osteoblasten – die knochenaufbauenden Zellen – die entscheidende Rolle ein. Ab Beginn des vierten Lebensjahrzehntes halten sich die Knochen aufbauenden Osteoblasten und die knochenabbauenden Osteoklasten die Waage.

Quelle: http://www.nlm.nih.gov/medlineplus/news/fullstory_152089.html

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About Author

Dipl.-Ing. Alexandra Springler

Seit 2011 ist Dipl.-Ing. Alexandra Springler MEDMIX- und AFCOM-Mitarbeiterin. Nach Abschluss ihres Biotechnoligiestudiums ist sie nun in der Forschung tätig und absolviert zur Zeit ihr Doktorat.

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