Sport gegen Krebs zeigt Wirkung

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Kaum ist derzeit bekannt, dass Sport gegen Krebs entgegen wirken kann und sogar das Befinden von krebskranken Patienten während einer Strahlentherapie verbessert.

Es ist allgemein bekannt, dass Sport sich positiv auf Herz und Kreislauf auswirkt. Weniger bekannt ist, dass Sport gegen Krebs ebenfalls Wirkung zeigt und sogar das Befinden von krebskranken Patienten während einer Strahlentherapie verbessern kann. Experten vermuten, dass Sport gegen Krebs sogar effektiver ist als der Verzicht auf Alkohol.

Eine Reihe von Studien hat in den letzten Jahren gezeigt, dass Sport das Risiko für so unterschiedliche Krebsarten wie Brust- und Darmkrebs, Lungen-, Bauchspeicheldrüsen- und Prostatakrebs deutlich senken kann. Der World Cancer Research Fund (WCRF) empfiehlt, täglich mindestens 30 Minuten moderat körperlich aktiv zu sein. Wer kann, sollte sich auf 60 Minuten moderate oder 30 Minuten anstrengend körperliche Aktivität täglich steigern. Dabei muss es nicht immer der gezielte Sport im Verein oder im Fitnessstudio sein – in den Alltag integrierte Aktivitäten wie etwa das Radfahren zur Arbeit oder das Treppensteigen zählen ebenso dazu.

 

Sport gegen Krebs auch bei bestehender Diagnose wirksam

Die Bedeutung von Sport als begleitende Therapiemaßnahme während und nach einer Krebserkrankung wird immer deutlicher. Daher hat Sport über die vorbeugende Wirkung hinaus auch noch eine wichtige Funktion, wenn Krebs bereits diagnostiziert wurde. Systematisches körperliches Training soll therapie- und krankheitsbedingte Beschwerden lindern und so die Lebensqualität der Patienten verbessern können.

In zwei Studien konnte unlängst gezeigt werden, dass ein 12-wöchiges Krafttraining die krebsbedingte Fatigue – chronische Erschöpfung – bei Brustkrebspatientinnen stark verringern kann. Das Training fand dabei parallel zur Chemo- oder Strahlentherapie statt – also in einer Phase, in der den Patientinnen vor wenigen Jahren noch zu maximaler Schonung geraten wurde. Weitere Studien deuteten darauf hin, dass ein körperlich aktiver Lebensstil sowohl die Überlebenszeit von Krebspatienten positiv beeinflusst, als auch das Risiko eines Rezidivs.

Diese Erkenntnisse werden nach und nach auch in die Praxis übertragen: Analog zu Herz- oder Lungensportgruppen werden zunehmend auch spezifische Sportangebote für onkologische Patienten entwickelt. Wobei sich die positiven Effekte der körperlichen Bewegung dabei nicht allein auf die physische Gesundheit beschränken. Die Patienten – wie Gesunde übrigens auch – profitierten auch im Hinblick auf die Lebensqualität auf kognitiver und sozialer Ebene. Gerade bei älteren Menschen ist der positive Einfluss eines körperlich aktiven Lebensstils auf den Erhalt der Selbstständigkeit und der Mobilität vielfach nachgewiesen und keinesfalls zu unterschätzen.

http://www.dgim.de/

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Rainer Muller

MEDMIX-Redaktion, Projektleiter, AFCOM Digital Publishing Team

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