Sodbrennen durch Medikamente

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Axel Rhindt
Axel Rhindt
MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

Sodbrennen durch Medikamente ist nicht so selten, denn viele Wirkstoffe, die den unteren Speiseröhrenschließmuskel entspannen, begünstigen die Refluxkrankheit.

Sodbrennen und Brennen im Rachen sowie saures Aufstoßen sind die typischen Anzeichen der sogenannten Refluxkrankheit. Mitunter verursachen oder verstärken bestimmte Medikamente den unangenehmen Übertritt von Säure aus dem Magen in die Speiseröhre. Als Auslöser der Beschwerden können vor allem Medikamente in Frage kommen, die zu einer Entspannung des unteren Speiseröhrenschließmuskels führen. Denn dadurch begünstigen sie den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre. Beispielhaft steht Sodbrennen durch Medikamente, die Patienten zur Behandlung von Bluthochdruck und koronarer Herzerkrankung, Asthma und Harninkontinenz, Östrogenpräparate zur Hormontherapie sowie Psychopharmaka mit angstlösender Wirkung eingesetzt werden.

 

Auch Sodbrennen durch Medikamente gegen Schmerz, Rheuma, Osteoporose und Antibiotika ist häufig

Außerdem können auch manche Schmerz- und Rheumamittel sowie Medikamente zur Behandlung von Osteoporose und Eisenmangel sowie gewisse Antibiotika Sodbrennen verursachen.

Allen voran können auch Nichtsteroidale Antirheumatika – meist kurz als NSAR bezeichnet –  Entzündungen in der Speiseröhre verursachen. Als Gegenmaßnahme sollten Ärzte für ihre Patienten besser verträgliche Alternativen such.

Von einer Refluxkrankheit spricht man grundsätzlich, wenn der Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre störende Symptome und auch Komplikationen verursacht. Prinzipiell sollten Betroffene bereits bei ersten Anzeichen einen Arzt aufsuchen, um gefährliche Erkrankungen auszuschließen.

 

Protonenpumpenhemmer gegen Sodbrennen durch Medikamente

Mit Hilfe von Medikamenten, die die Säureproduktion im Magen hemmen – sogenannte Protonenpumpenhemmer – ist die Erkrankung in der Regel wirksam zu behandeln. Wenn die Refluxbeschwerden über mehrere Jahre hinweg bestehen, sollte ein Gastroenterologe die Schleimhaut der Speiseröhre mit Hilfe eines Endoskops untersuchen. Denn so kann der Spezialist Gewebsveränderungen wie den sogenannten „Barrett-Ösophagus“ erkennen, der als Krebsvorstufe gilt und frühzeitig behandelt werden sollte.

Auch Veränderungen im Lebensstil und alltäglichen Leben können Besserung bewirken. Übergewichtigen Patienten hilft es häufig, etwas Gewicht zu verlieren und wer bestimmte Nahrungsmittel und Getränke nicht verträgt, kann versuchen, hierauf zu verzichten. Patienten mit nächtlichen Beschwerden sollten zudem auf späte Mahlzeiten verzichten und das Kopfende des Bettes hochstellen. Von Schlafmitteln wird abgeraten, denn auch diese können mitunter die Symptome verstärken.

Quelle: DGVS-Leitlinien http://www.dgvs.de

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