Schwarzer Hautkrebs – Entstehung von Metastasen vermeiden

Krebszellen sind beweglicher und dynamischer, schwarzer Hautkrebs hat einen sehr ausgeprägten Bewegungsdrang. © Alexilusmedical / shutterstockcom

Krebszellen sind beweglicher und dynamischer, schwarzer Hautkrebs hat einen sehr ausgeprägten Bewegungsdrang. © Alexilusmedical / shutterstockcom

Schwarzer Hautkrebs begünstigt die Bildung von Metastasen, das macht das maligne Melanom zu einer besonders gefährlichen Krebsart.

Unter dem Strich sind Krebszellen sehr oft deutlich beweglicher und dynamischer als gesunde Zellen. Dementsprechend hat Schwarzer Hautkrebs in dieser Hinsicht einen sehr ausgeprägten Drang zur Bewegung. Denn die Tumorzellen wandern dabei von der Haut ins Innere des Körpers. Und damit gelangen sie dann ins Blutsystem. Von dort können sie sich im Körper ausbreiten. Schließlich ist Schwarzer Hautkrebs besonders gefährlich, weil durch diesen beschrieben  Weg Metastasen entstehen können. Die Forschung will deswegen auch einen Weg finden, um die Bildung von Metastasen beim schwarzen Hautkrebs zu drosseln. Ein mögliches Ziel dabei wäre es, den die großen Wanderlust der Krebszellen des Melanoms zu bremsen.

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Schwarzer Hautkrebs durch körpereigene Signalwege drosseln und Metastasen entgegenzuwirken

Im Grunde genommen tragen die Zellen unseres Körpers in ihrer Hülle bestimmte Sensoren. Mit denen können sie dann Signale aus ihrer Umgebung empfangen. Über diese Sensoren kann der Ionenaustauscher NHE1 durch bestimmte Proteine und Zuckerketten auch den Befehl »Bewegung drosseln« erhalten. Forschende sollen deswegen diesen den Zellen eigenen Signalweg dafür nutzen, die Krebszellen zum Stillstand zu bringen.

Hierzu ist essenziell, den Mechanismus der Übertragung des Signals genau zu verstehen. Damit will die Forschung den Grundstein für eine effektivere Behandlung von schwarzem Hautkrebs legen.

In diesem Sinne rücken Glykotherapeutika in den Blickpunkt. Denn diese zuckerartige Wirkstoffe sollen die Signal gebenden Zuckerketten nachahmen und gezielt an der Oberfläche von Tumorzellen an NHE1 binden. Dementsprechend könnte man die Krebszellen auf diese Art dazu bringen, dass sie ihre Beweglichkeit und Dynamik herabsetzen. Mit anderen Worten könnte man damit die gefährliche Bildung von Metastasen bei Schwarzem Hautkrebs künftig verhindern. Wobei das ein wichtiger und sehr großer Fortschritt in der Krebsmedizin ist. Und damit auch für die Versorgung der betroffenen Patienten sehr wichtig wäre.

 

Schwarzer Hautkrebs

Tausende Menschen erkranken jährlich an schwarzem Hautkrebs (malignes Melanom). Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt für Männer bei 64 Jahren und für Frauen bei 58 Jahren.

Die Anzahl der nach der Geburt erworbenen Pigmentmale stellt übrigens den höchsten Risikofaktor für das maligne Melanom dar. Menschen mit mehr als 100 Pigmentmalen tragen ein etwa siebenfach erhöhtes Risiko, an dieser Art des Hautkrebses zu erkranken. Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend erhöhen das Hautkrebsrisiko um das Zwei- bis Dreifache.

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Quellen:

Medizinischen Hochschule in Hannover

www.krebshilfe.de.

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