Schutz für den Körper durch Vitamin E, Wirkung gegen freie Radikale

Wenn Vitamin E ausreichend vorkommt, verhindert das die Oxidation und so auch die Arterienverkalkung. © Passakorn Shinark / shutterstock.com

Wenn Vitamin E ausreichend vorkommt, verhindert das die Oxidation und so auch die Arterienverkalkung. © Passakorn Shinark / shutterstock.com

Das fettlösliche Vitamin E hat vor allem die Aufgabe, mit seiner Wirkung den Körper vor zerstörerischen freien Radikalen Schutz zu bieten.

Viele Krankheiten hängen mit einem Überschuss an freien Radikalen zusammen. Dagegen bietet das fettlösliche Vitamin E mit seiner Wirkung gegen freie Radikale Schutz gegen viele Erkrankungen. Da die empfohlene Vitamin-E-Tagesaufnahme – Frauen 12mg, Männer 14mg, wobei auch noch detailliertere altersspezifische Referenzwerte bestehen – bei den meisten Altersgruppen nicht erreicht wird, müssen wir der Vitamin-E-Aufnahme in unserer täglichen Ernährung und zur Vorbeugung mehr Beachtung schenken.

Im Grunde genommen macht das fettlösliche Vitamin E aggressive Sauerstoff-Verbindungen, freie Radikale, unschädlich. Dabei verhindert es, dass die freien Radikale die Zellen angreifen. Deswegen unterstützt Vitamin E den Organismus immer dann, wenn oxidative Prozesse im Körper ablaufen. Das geschieht bei zahlreichen Krankheiten wie Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall. Die Vorbeugung von Vitamin-E-Mangel hat Immunsystem stärkende Wirkung und hilft gegen leicht entzündliche Erkrankungen. Wenn Vitamin E ausreichend im Körper vorkommt, verhindert das die Oxidation und so auch die Arterienverkalkung.

 

Anwendung bei Diabetes, Grauer Star und Alzheimer

Bei Diabetes wird ein ausreichend hoher Vitamin-E-Spiegel empfohlen, um den Diabetes-typischen Gefäßveränderungen entgegenzuwirken. Beeinträchtigungen erfolgen vor allem in den großen Gefäßen, die Folge sind Angina pectoris, Herzinfarkt und Schlaganfall. Bei den kleinen Gefäßen betrifft das beispielsweise Augenerkrankungen wir grauer Star. Ein ausreichend ­hoher Vitamin-E-Spiegel unterstützt bei Diabetes vor allem den Gefäßschutz.

Bei Rheuma mit teilweise starken Schmerzen kommt eine begleitende Vitamin-E-Substitution als Zusatztherapie in Betracht. Die Dosierungen, man über die Ernährung erzielen kann, sind meist nicht ausreichend. Zur Schmerzlinderung werden teilweise bis zu 1.200 Internationale Einheiten pro Tag eingesetzt – das entspricht etwa 800 Milligramm. Eine solche Vitamin-E-Substitution sollte jedenfalls Arzt begleiten.

In der Alzheimer-Therapie konnte in Studien eine Vitamin-E-Substitution ebenfalls positive Wirkung entfalten. Wobei es in manchen Fällen eine Verlangsamung des Krankheitsverlaufs kam. Unter dem Strich scheinen vor allem ­Vitamin E und Vitamin C präventive Wirkungen gegen Alzheimer zu zeigen. Das gilt ebenso gegen grauen Star.

 

Vitamin E in der Nahrung und als Substitution

Pflanzliche Öle und verschiedene Hülsenfrüchte wie Mandeln, ­Hasel- oder Erdnüsse sind reich an Vitamin E. Deswegen sind hochwertige Oliven-, Raps-, Weizenkeim-, Sonnenblumen- und Maiskeimöle sowie Kürbiskernöl wichtige Bestandteile unserer Ernährung. Der häufige Verzehr von Salat mit kaltgepressten Ölen ­bringt dem Körper eine große Vitamin-E-Menge­.

Da es keine typischen Mangelerscheinungen gibt, wird eine Unterversorgung oft nicht erkannt. Ein niedriger Blutspiegel weis beispielsweise häufig auf einen Vitamin-E-Mangel hin.

Im Grunde genommen sollte man bei einem Vitamin-E-Mangel eine Vitamin-E-Substitution zum Schutz beziehungsweise zur Vorbeugung gegen oxidative Schäden anwenden.


Literatur:

Khadangi F, Azzi A. Vitamin E – The Next 100 Years. IUBMB Life. 2019 Apr;71(4):411-415. doi: 10.1002/iub.1990. Epub 2018 Dec 14. PMID: 30550633.

Lee GY, Han SN. The Role of Vitamin E in Immunity. Nutrients. 2018 Nov 1;10(11):1614. doi: 10.3390/nu10111614. PMID: 30388871; PMCID: PMC6266234.


Quelle:

Vitamin E entfalten eine Schutz-Wirkung für den Körper. MEDMIX-Online, Oktober 2006.

https://www.nlm.nih.gov/medlineplus/ency/article/002406.htm

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