Schnuller im Mund als Problem für die Entwicklung des kindlichen Gebisses

Eltern können ihrem Kind in den ersten beiden Lebensjahren durchaus den Schnuller im Mund gönnen, doch danach konsequent mit der Entwöhnung beginnen. © Krystyna Taran / shutterstock.com

Eltern können ihrem Kind in den ersten beiden Lebensjahren durchaus den Schnuller im Mund gönnen, doch danach konsequent mit der Entwöhnung beginnen. © Krystyna Taran / shutterstock.com

Wenn kleine Kinder bis ins hohe Kleinkindalter einen Schnuller im Mund brauchen, ist das schlecht für die Entwicklung des kindlichen Gebisses.

Ein Schnuller im Mund bis ins hohe Kleinkindalter ist schlecht für die Entwicklung des kindlichen Gebisses, verschobene Kiefer und hervorstehende Schneide­zähne drohen. Dabei hilft der Schnuller im Mund die betroffenen Kinder über Vieles hinweg:

Kein Wunder, dass sich Kinder von ihrem treuen Weggefährten nicht trennen wollen.

 

Welchen Einfluss einer Schnuller im Mund auf den kindlichen Zahnstatus haben

Amerikanische Zahnärzte sind weiland der Frage nachgegangen, ob der kindliche Zahnstatus vom Schnuller im Mund beeinflusst wird. Dazu untersuchte man 372 Kinder während der ­ersten vier Lebensjahre. Bestimmt wurde Zahnbreite, -länge und -tiefe und die Zahnstellung. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass Kinder, die bis ins hohe Kleinkindalter einen Schnuller im Mund brauchten, viermal häufiger gegeneinander verschobene Kiefer und/oder hervorstehende Schneide­zähne haben als jene Kinder, die schon im Alter von einem bis zwei Jahren vom Luller oder Daumen Abschied genommen hatten.

Eltern wird daher empfohlen, dass sie ihrem Kind in den ersten beiden Lebensjahren durchaus den Schnuller im Mund gönnen. Danach sollten sie aber damit beginnen, das Kind konsequent davon zu entwöhnen. Die Entwicklung des kindlichen Gebisses wird sonst in einer Weise beeinflusst, wodurch eine spätere Korrektur unmöglich wird oder nur mit großem Aufwand betrieben werden kann. Mit der Zahnreinigung kann schon nach dem Durchbruch des ersten Milchzahnes begonnen werden, wobei der kindliche Nachahmungstrieb, es den Eltern gleich zu tun, genützt werden kann.

Wichtig ist nur, Kinderzahnbürsten mit einem sehr kleinen Bürstenkopf und langen Stiel zu kaufen. Über das Putzergebnis darf man sich keine großen Hoffnungen machen. Wichtig, ist, dass sich die Kinder angewöhnen, regelmäßig und ausreichend lange (mind. ­3 Minuten) die Zähne zu putzen. Bis sie es halbwegs beherrschen, werden die Eltern nachhelfen müssen.


Literatur:

L’Hoir MP, Engelberts AC, van Well GT, Damsté PH, Idema NK, Westers P, Mellenbergh GJ, Wolters WH, Huber J. Dummy use, thumb sucking, mouth breathing and cot death. Eur J Pediatr. 1999 Nov;158(11):896-901. doi: 10.1007/s004310051237. PMID: 10541944.

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