Schlaganfall und vaskuläre Demenz: Maßnahmen zur Prävention

Vaskuläre Demenz ist eine Folge von Durchblutungsstörungen im Gehirn – Hirninfarkt – und einhergehendem Absterben von Nervenzellen.

Vaskuläre Demenz ist eine Folge von Durchblutungsstörungen im Gehirn – Hirninfarkt – und einhergehendem Absterben von Nervenzellen.

Wer einen Schlaganfall oder sogar mehrere erlitten hat, besitzt auch ein viel höheres Risiko, eine vaskuläre Demenz zu entwickeln.

Unter dem Strich erleiden in unseren Breiten jedes Jahr hunderttausende Menschen einen Schlaganfall. Wobei bekanntermaßen nach mehreren Schlaganfällen auch die Wahrscheinlichkeit auf bis zu 40 Prozent ansteigt, dass Betroffene an einer vaskulären, also an einer gefäßbedingten Demenz erkranken. Wobei ein viel größerer Anteil kognitive Beeinträchtigungen entwickelt.

Aktuelle bildgebende und pathologische Studien deuten jedenfalls darauf hin, dass 70 % der Demenz-Erkrankungen nach einem Schlaganfall vaskuläre Demenzen sind. Denn beim Schlaganfall schädigt ein verstopftes oder geplatztes Gefäß Nervenzellen in einem bestimmten Areal des Gehirns. Dadurch entstehen bei den Patienten typische Symptome wie beispielsweise eine halbseitige Lähmung der Gesichts- oder Körpermuskulatur. Manchmal können sie möglicherweise gar nicht mehr richtig sprechen.

 

Schlaganfall und vaskuläre Demenz

Besser gesagt können einzelne Schlaganfälle in strategisch wichtigen Hirnregionen bereits zu Gedächtnisstörungen und in seltenen Fällen zu Demenz führen. Das bestätigen neueste Untersuchungen. Man spricht bei dieser Form von der sogenannten vaskulären Demenz. Diese entsteht durch eine gestörte Blutversorgung des Hirngewebes, vor allem, wenn sich mehrere auch klein Schlaganfälle ereignen. Während solche ein Schlaganfall diesbezüglich meistens noch nicht so kritisch ist, steigt das Risiko eine vaskuläre Demenz zu erleiden nach mehreren Ereignissen stufenweise an.

Hingegen entwickelt sich die Alzheimer-Demenz im Gegensatz dazu chronisch fortlaufend. Denn dabei wird die Gedächtnisstörung durch das langsame Absterben von Nervenzellen ausgelöst. Infolgedessen ist bei der Alzheimer Demenz das Kurzzeitgedächtnis sowie die zeitliche und räumliche Orientierung früh gestört sind. Hingegen stehen bei Patienten mit vaskulärer Demenz Konzentrations- und Denkstörungen im Vordergrund. Zudem aber auch Störungen in Abläufen von Alltagsfunktionen sowie Gangstörungen.

 

Identische Risikofaktoren bei Schlaganfall und vaskulärer Demenz

Im Grunde genommen haben Schlaganfall und vaskuläre Demenz jedenfalls identische Risikofaktoren. Hierzu zählen beispielsweise ein zu hoher Blutdruck, bestimmte Herzerkrankungen wie Vorhofflimmern sowie Diabetes Mellitus. Schließlich erhöhen auch Störungen des Fettstoffwechsels, Übergewicht, Rauchen sowie mangelnde Bewegung die Gefahr für einen Schlaganfall und auch für eine vaskuläre Demenz.

 

Vorbeugung

Normalerweise wirken Maßnahmen, die einem Schlaganfall vorbeugen können, auch einer vaskulären Demenz entgegen. Besonders Menschen, die bereits einen oder mehrere Hirninfarkte hatten und Personen, die ein erhöhtes Risiko dafür haben, sollten nach Ansicht des Experten eine gezielte Prävention betreiben.

Deswegen besteht die Empfehlung für ausreichend viel Bewegung, etwa eine halbe Stunde pro Tag. Weiter kann man mit einer gesunden Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Salaten, Hülsenfrüchten und Fisch einem Schlaganfall gezielt vorbeugen.

Schließlich gilt für Raucher der dringende Rat, auf den Griff zur Zigarette zu verzichten. Prinzipiell ist es auch wichtig, dass Ärzte bei ihren Patienten mit Bluthochdruck diesen auch medikamentös richtig einstellen.

 

Risikofaktor Vorhofflimmern

Auch zeigen aktuelle Studien einmal mehr, dass Vorhofflimmern als mögliche Ursache für einen Schlaganfall ein wichtiger Risikofaktor für Demenz ist. Deswegen muss der Arzt nach einem Schlaganfall intensiv nach einem Vorhofflimmern suchen. Denn wenn dies vorliegt, müssen Patienten unbedingt Medikamenten zur Blutverdünnung einnehmen – zur oralen Antikoagulation.

Wer nach dem ersten Schlaganfall seinen Lebensstil umstellt und seine Risikofaktoren konsequent behandelt, kann damit das Risiko erheblich reduzieren, einen weiteren Schlaganfall zu erleiden. Zudem hilft das effektiv bei der Vorbeugung gegen die Entwicklung einer vaskulären Demenz.


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Quelle:

Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) http://www.dsg-info.de

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