Schlaf-Störungen im Alter nicht hinnehmen

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Rainer Muller
Rainer Mullerhttp://www.afcom.at
MEDMIX-Redaktion, Projektleiter, AFCOM Digital Publishing Team

Schlaf-Störungen im Alter in der Nacht sowie Müdigkeit am Tag sind keine normalen Begleiterscheinungen des Alters. Daher gehört das mit dem Arzt besprochen.

Schlaf-Störungen im Alter, bei denen die Betroffenen in der Nacht nicht schlafen können und sich daher am Tag müde und zerschlagen fühlen, sollten mit ihrem Arzt erörtert werden. Denn Schlaf-Störungen in der Nacht und Müdigkeit am Tag sind keine normalen Begleiterscheinungen des Alters.

Es gibt normale Änderungen an der Schlafarchitektur während der gesamten Lebensdauer. Grundsätzlich schlafen ältere Menschen weniger tief als jüngere, ihr Schlaf ist störanfälliger und wird leichter unterbrochen. Diese Schlafveränderungen sind normal und völlig problemlos, solange der Betreffende sich tagsüber fit und ausgeruht fühlt. Es besteht jedoch kein verminderter Bedarf an Schlaf.

Auch wer wenig schläft, schläft genug, wenn er tagsüber nicht müde ist. Hingegen sollte man Schläfrigkeit am Tag und das Gefühl ständiger Übermüdung nicht einfach hinnehmen. Ältere Menschen und ihre Angehörigen sollten nicht meinen, dass Schlaf-Störungen und Müdigkeit im Alter normal sind.

 

Schlaf-Störungen als Krankheitsursache

Häufig sind Erkrankungen die Ursache für einen gestörten und nicht erholsamen Schlaf Zum Beispiel weil Prostatabeschwerden mehrmals nächtlich den Gang zur Toilette erfordern. Es können aber auch Schmerzen oder eine Depression den Schlaf verhindern.

Speziell bei Schlaf-Störungen im Alter sollte der Arzt deswegen immer verschiedene Erkrankungen abklären. Umgekehrt kann eine suffizienteTherapie der Grunderkrankung Schlaf-Störungen vermeiden bzw. vertreiben.

Im Grunde genommen hängen Schlaf-Störungen im Alter oft mit bestehenden Erkrankungen und verschiedenen Medikamente zusammen. Oft beeinflussen auch soziale Probleme den Schlaf. Die Schlaf-Störungen begünstigen dann wiederum weitere Erkrankungen und beeinflussen auch die Sterblichkeit. Daher sollte der Arzt den geriatrischen Gesundheitszustand bei der Behandlung berücksichtigen.

 

Erhöhte Lebenserwartung durch erholsamen Schlaf

Es gibt verschiedene Empfehlungen für einen erholsamen Schlaf. Dabei ist weitreichend bekannt, dass beispielsweise betroffene Personen zu bestimmten festen Zeiten ins Bett gehen und zu festen Zeiten aufstehen sollten. Dabei spielt es eine wichtige Rolle, dass man die Zeit für das Ins-Bett-Gehen so wählt, dass man wirklich müde ist.

Wer nicht einschlafen kann, sollte nach einer halben Stunde wieder aufstehen. Außerdem sollte man darauf achten, dass man tagsüber nicht zu viel schläft. Damit man beim Schlafengehen für die nächtliche Ruhe bereit ist.

Ausreichender und gesunder Schlaf fördert auch das Leistungsvermögen, die Aufmerksamkeit sowie Lern- und Gedächtnisprozesse. Weiter fördert ausreichend Schlaf unser emotionales Befinden. Schließlich bringt das zahlreiche positive Auswirkungen auf die Gesundheit sowie die Lebenserwartung.

Literatur:

Miner B, Kryger MH. Sleep in the Aging Population. Sleep Med Clin. 2017 Mar;12(1):31-38. doi: 10.1016/j.jsmc.2016.10.008. Epub 2016 Dec 20.


Quellen: http://www.dgsm.de/http://www.dggeriatrie.de/

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