Rückkehr nach Wiesbaden zum 200. Geburtstag des DGIM-Gründungsvaters Friedrich Theodor von Frerichs

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Die DGIM – die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin – wurde 1882 in Wiesbaden gegründet und hatte zunächst 182 Mitglieder. Seit dieser Zeit hat sie ihren Sitz in Wiesbaden.

Mittlerweile ist die DGIM – Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. – zur größten europäischen fachmedizinischen Gesellschaft mit über 26.000 Mitgliedern gewachsen. Es ist eine junge und moderne Gesellschaft mit über 40 Prozent Mitgliedern unter 45 Jahren.

Die DGIM führte seit 1882 ihre Jahrestagungen, nur unterbrochen durch die beiden Weltkriege und aufgrund des Neubaus des RheinMain CongressCenter (RMCC), fast ausschließlich in Wiesbaden durch. Früher fanden die DGIM-Jahrestagungen im alten Kurhaus und danach auch im leider in den letzten Kriegstagen zerbombten Paulinen-Schlösschen statt.

Als das alte Kurhaus zu klein wurde, wurden auch nach den Vorstellungen der DGIM die Rhein-Main-Hallen gebaut, in denen die Jahrestagungen von 1957 bis 2014 stattfanden. Professor Pette, Hamburg, Kongresspräsident des 61. Kongresses 1955, würdigte dieses Ereignis in seiner Eröffnungsrede wie folgt: „Nach mehreren Besprechungen mit Herrn Oberbürgermeister Dr. Mix im Sommer vergangenen Jahres haben wir uns entschlossen, schon in diesem Jahr nach Wiesbaden zurückzugehen unter der Voraussetzung, dass 1955 mit dem Bau einer für unseren Kongress besonders zugeschnittenen Kongresshalle begonnen wird.“

 

Ausweichen nach Mannheim

Seit der Gründung der DGIM im Jahre 1882 ist von den jeweiligen Vorsitzenden zu wiederholten Malen Wiesbaden als die Heimat des Internistenkongresses bezeichnet worden. Dazu Ernst von Leyden 1891: „Ich hoffe, aus Ihrer aller Herzen zu sprechen, wenn ich sage, dass der Kongress stets an Wiesbaden als seiner eigentlichen Heimat dankbar festhalten wird.“ Da diese Hallen nach über 50 Jahren nicht mehr zeitgemäß waren und technisch nicht mehr unseren Ansprüchen genügten, entschloss sich die Stadt zum Neubau des RheinMain CongressCenter, wobei wiederum auch unsere Wünsche bei der Planung berücksichtigt wurden.

DGIM und Wiesbaden haben daher eine große, gemeinsame Tradition. Bedingt durch den Abriss der alten Rhein-Main-Hallen und den Neubau des RheinMain CongressCenters war die DGIM gezwungen, für vier Jahre einen anderen Ort zur Abhaltung der Jahrestagung zu suchen. Da bot sich Mannheim als die optimale Alternative an. Im Rosengarten fand die DGIM hervorragende Voraussetzungen zur Abhaltung unserer Jahrestagung.

 

Wiesbaden als neue, alte Heimat des Internistenkongresses

Dass die DGIM nach Wiesbaden zurückkehrt, hat natürlich gute Gründe. Einerseits ist es natürlich die Tradition, die mit Wiesbaden verbindet. Aber andererseits sind es die hervorragenden Bedingungen und Gegebenheiten, die das neue RMCC und die Stadt Wiesbaden und der Rheingau bieten. Zum Zeichen der Verbundenheit mit der Stadt die DGIM ihre Geschäftsstelle in Wiesbaden belassen.

Das neue RMCC ist das modernste Kongresshaus und erfüllt alle Voraussetzungen für einen modernen und technisch optimalen Kongress. Eine durchgeführte Mitglieder- und Ausstellerbefragung zum Standort ging auch zugunsten von Wiesbaden aus. Die Vorzüge des Kongressstandortes Wiesbaden sind:

  • zentrale Lage
  • internationaler Flughafen
  • gute Autobahnanbindung
  • guter Bahnanschluss
  • Tor zum Rheingau
  • Wiesbaden: Stadt des Historismus mit wilhelminischer Bausubstanz
  • Kurhaus, Biebricher Schloss, Jagdschloss Platte und Schlachthof als hervorragende Location für ergänzende Programme
  • gute Gastronomie- und Freizeitangebote
  • Ambiente und Attraktivität der Stadt
  • Wegfall von Reisekosten für DGIM-Mitarbeiter

Und die Vorzüge des neuen RMCC sind:

  • Kongresshaus gebaut nach DGIM-Wünschen.
  • innovatives, modernes Kongressgebäude
  • Parkmöglichkeiten mit optimierten Zu- und Abfahrten
  • anwohnerfreundliche LKW-Ent- und Beladung
  • optimale, umweltfreundliche logistische Andienung
  • renommierter Gastronom
  • ökologisch ausgezeichnete Halle
  • bei verschärften Kodexregelungen Trennung von Industrieausstellungsfläche und Kongress möglich
  • modernstes Wegeleitsystem in und außerhalb der Kongresshalle
  • Parkleitsystem
  • Schallschutz und Trennwände nach höchster DIN-Norm

 

Mit der Rückkehr nach Wiesbaden hat die DGIM in diesem Jahr noch zwei weitere Ereignisse zu feiern

Der Mitbegründer der DGIM und erste Präsident, Geheimrat Professor Dr. Friedrich Theodor von Frerichs, wurde am 24. März 1819 geboren, sodass die DGIM in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag feiert. Dazu wird es im Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité eine Dauerausstellung vom 6. Juni bis 30. September 2019 geben. Die Eröffnungsveranstaltung findet am 6. Juni 2019 statt. Ein Teil der Ausstellung wird schon während des diesjährigen Internistenkongresses in Wiesbaden zu sehen sein.

Der diesjährige Festvortrag, der von der Direktorin des Stadtarchivs Wiesbaden, Frau Dr. Streich, gehalten wird, wird auch dieses Ereignis besonders hervorheben. Anlässlich der Eröffnung der Ausstellung in Berlin wird auch eine Feierstunde in der Schweizer Botschaft, welche von Frerichs seinerzeit als sein Wohnhaus erbaut hat, stattfinden.

Es handelt sich um den 125. Kongress unserer Gesellschaft. 105 Kongresse fanden davon in Wiesbaden statt.

Quelle:

Rückkehr nach Wiesbaden zum 200. Geburtstag des DGIM-Gründungsvaters Friedrich Theodor von Frerichs – wie die DGIM diese Feierlichkeiten begeht Maximilian G. Broglie Geschäftsführer der DGIM, Wiesbaden

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