Tipps bei Insektenstichen und Bissen, um gesundheitliche Probleme möglichst zu vermeiden

Insektenstiche müssen ernst genommen worden. © Eric Isselee / shutterstock.com

Insektenstiche müssen ernst genommen worden. © Eric Isselee / shutterstock.com

Bei Insektenstichen und Schlangenbissen können nicht nur Allergiker schwere gesundheitliche Probleme wie Fieber, Erbrechen, Atemnot bis hin zu einem Kreislaufkollaps bekommen.

Im Grunde genommen kann bei Insektenstichen im Halsbereich eine Schwellung für jeden Menschen zum Problem werden. Bei den meisten Insektenstichen ist die Haut rund um die Einstichstelle gerötet und schwillt an. Bei Insektenstichen im Mundbereich kann das Atmung sehr erschweren. Doch fast noch gefährlicher ist es, wenn es zusätzlich zu einer allergischen Reaktion kommt. Das kann auch Personen passieren, die bisher nicht auf Insektengift reagiert hatten. Sie können in kürzester Zeit eine Allergie entwickeln, wenn das Immunsystem mit einer übertriebenen Abwehrreaktion auf den fremden Stoff, der durch den Stich in den Körper gelangt, antwortet. Dabei kann es zusätzlich zu Schwellungen und schweren Kreislaufproblemen kommen, Fieber, Erbrechen, Atemnot bis hin zu Kreislaufkollaps sind schwere Symptome einer allergischen Reaktion. Nachstehende Tipps sollen dabei helfen, gesundheitliche Probleme durch Insektenstiche möglichst zu vermeiden beziehungsweise die Dauer der Beschwerden zu verringern.

 

Einfache Tipps bei Insektenstichen, bei schwerer Symptomatik allerdings unbedingt Notruf tätigen

Bei den erwähnten, schweren allergischen Reaktionen auf Insektenstiche wie Fieber, Erbrechen, Atemnot und Kreislaufkollaps sollte man unbedingt den Notruf wählen.

Wenn beim Insektenstich der Stachel des Insekts noch in der Haut steckt, sollte man sie vorsichtig mit einer Pinzette herausziehen. Danach kühlt man am besten die Körperstelle rund um den Stich mit kalten Umschläge. Dadurch kann die Schwellung schneller abklingen.

Menschen, die über ihre Allergie auf Insektengift Bescheid wissen, haben oft eigene Notfallmedikamente mit. Als Ersthelfer kann man ihnen bei der Einnahme helfen. Bei einem Stich im Hals- und Mundbereich können Betroffene zusätzlich Eis lutschen, um das Zuschwellen der Atemwege zu vermeiden. Denn wenn Rachen und Atemwege betroffen sind, kann ein Insektenstich auch Nicht-Allergikern gefährlich werden. Deshalb sollte ma sicherheitshalber den Rettungsdienst verständigen.

 

Vermeiden von Insektenstichen und Bissen

Insektenstiche lassen sich häufig vermeiden. So sollten beispielsweise Säfte und Speisen nicht unnötig lange ohne Abdeckung im Freien stehen. Weiter konsumiert man Getränke im Freien am besten mit einem Strohhalm, wenn eine Gefahr besteht. Das Verhalten der Menschen ist ausschlaggebend für die Gefahr, dass es zu Stichen oder Bissen kommt. Übrigens gehören auch das Picknick oder auch das Frühstück im Freien zu den möglichen Gefahren.

Im Grund genommen kann man zum Thema Schlangenbisse festhalten, dass es in Mitteleuropa keine tödlichen Schlangen in freier Natur gibt. Wenn man von einer heimischen Giftschlage wie Kreuzotter oder Sandviper gebissen wird, können allerdings auch Vergiftungserscheinungen auftreten. Unter dem Strich sind diese aber nicht lebensbedrohend.

Doch auch Schlangenbisse können eine allergische Reaktion auslösen. Auch hier sollte man bei einer Schwellung der Atemwege rasch versuchen, durch Kühlung die Schwellung zu stoppen. Keinesfalls sollte man die Wunde aussaugen oder abbinden.

Schließlich sollte man sich idealerweise merken, wie die Schlange ausgesehen hat, um das dem Rettungsdienst mitteilen zu können.


Quelle: Tipps bei Insektenstichen und Bissen, Österreichisches Roten Kreuzes

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