Rote Pusteln im Gesicht? 5 Tipps gegen Akne

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Dr. med. Carolyn Krieg
Dr. med. Carolyn Krieghttp://www.allergie-hautarzt-muenchen.de/
Fachärztin für Dermatologie und Allergologie Dr. med. Carolyn Krieg ist gebürtige Regensburgerin und studierte Humanmedizin an der Universität Leipzig. Nach der Facharztausbildung an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der LMU München arbeitete sie ab 2007 als Hautärztin in Bad Soden, einer der größten dermatologischen Praxen Deutschlands. Dr. med. Carolyn Krieg ist Fachärztin für Dermatologie, besitzt die Zusatzbezeichnung Allergologie und ist seit 2011 in Ihrer eigenen privaten Hautarztpraxis „Allergie und Haut München“ in München tätig.

Die richtige Hautpflege – die mit dem Hautarzt abgesprochen werden sollte – ist äußerst wichtig, um gegen Akne vulgaris effektiv vorgehen zu können.

Die sogenannte Akne vulgaris ist weltweit die häufigste Hauterkrankung. Schätzungen zufolge weisen bis zu 95 Prozent aller Jugendlichen Anzeichen einer Akne auf. Leider verschwinden die roten Pusteln aber nicht immer nach der Pubertät. Was bei Akne hilft, verraten diese 5 Tipps.

 

1. Akne verstehen

Als Hauptursache für die Entstehung der Akne wird heute neben genetischen Faktoren eine erhöhte Empfindlichkeit der Talgdrüsen gegenüber körpereigenen männlichen Hormonen diskutiert. Die Talgdrüsen bilden dabei vermehrt Talg, gleichzeitig führt eine übermäßige Hornhautbildung zu verstopften Poren. Sammelt sich der Talg, entsteht ein Mitesser (Komedo). Wenn sich nun Propionibakterien, die tief im Talgdrüsengang vorkommen, stark vermehren, entzündet sich der Mitesser durch freigesetzte Fettsäuren und es entstehen entzündliche Knötchen sowie Eiterpusteln bis hin zu schmerzhaften Abszessen, die Narben zurücklassen.

2. Die Haut richtig pflegen

Die richtige Hautpflege ist äußerst wichtig, um gegen Akne vorzugehen. Diese sollte mit dem Hautarzt abgesprochen werden, damit sich die Symptome nicht noch verschlimmern. Insbesondere aggressive Waschpräparate sind zu meiden, da diese die Haut austrocknen und diese somit anfälliger für Umwelteinflüsse und Krankheitserreger machen. Im besten Fall stellt Ihr behandelnder Arzt gemeinsam mit Ihnen einen Hautpflegeplan zusammen, der Ihrer Haut die Wirkstoffe zuführt, die benötigt werden. Dadurch wird eine Austrocknung oder Überpflegung der Haut unterbunden. Cremes und Waschgele sind jedoch nur ein Bestandteil der Pflege bei Akne.

3. Regelmäßige kosmetische Beratung und Pflege

Wer unter Akne leidet, sollte regelmäßig eine kosmetische Behandlung in Anspruch nehmen. Dabei wird zunächst eine Hautanalyse durchgeführt, bei der Unreinheiten, Rötungen und sonstige Hautveränderungen sowie Fett- und Feuchtigkeitsgehalt der Haut festgestellt werden. Passend zum individuellen Hauttyp und den Ansprüchen der Haut führt die Kosmetikerin eine geeignete Reinigung durch. Die Haut wird von Unreinheiten befreit und mit einer beruhigenden Maske sowie der passenden Pflege verwöhnt. Mitesser können so entfernt werden, bevor sie sich entzünden und schmerzen. Außerdem führt die kosmetische Behandlung – im Gegenteil zum Ausdrücken zu Hause – nicht zu weiteren Entzündungen und Narben.

4. Den Hautarzt rechtzeitig aufsuchen

Meist reicht die Hautpflege alleine nicht aus, um die Akne zu bekämpfen. Insbesondere, bei schwereren Formen sollte der Hautarzt aufgesucht werden, damit die Akne effektiv behandelt werden kann. Denn der Hautarzt kann nicht nur den Schweregrad der Akne richtig einschätzen, sondern auch die passenden Medikamente sowie medizinische Kosmetik verordnen. Beispielsweise können je nach Ausprägung desinfizierende, antibakterielle oder schälende Cremes oder Waschemulsionen helfen. Zusätzlich kann der Hautarzt bei schweren Verläufen Antibiotika-Tabletten mit Vitamin-A-Säure verordnen. Dabei ist das Ziel der medikamentösen Therapie die Minderung des erhöhten Talgflusses, das Vorbeugen von Verhornungen, die Bekämpfung von Bakterien und die Hemmung von Entzündungen.

Bei Frauen kann zudem die Anti-Baby-Pille die Beschwerden deutlich lindern. Bestimmte Präparate enthalten nämlich Stoffe, die die Wirkung der männlichen Geschlechtshormone abschwächen und dadurch unter anderem die Talgproduktion reduzieren. Das Hautbild verbessert sich dann in der Regel relativ schnell.

5. Ernährungsumstellung und gesunde Lebensweise

In letzter Zeit mehren sich die Hinweise, dass Nahrungsmittel mit einem hohen glykämischen Index und auch ein verstärkter Milchkonsum eine Akne verschlechtern können. Groß angelegte Studien, die diese Theorien stützen, fehlen allerdings bislang noch. Allgemein ist gesunde Ernährung natürlich zu begrüßen, um dem Körper und somit auch der Haut ausreichend Vitamine und Ballaststoffe zuzuführen.

Wer zudem noch Stress reduziert und auf Nikotin- und Alkoholkonsum weitestgehend verzichtet, tut seiner Haut etwas Gutes. Denn Stress schränkt die körpereigene Abwehr ein und kann sogar die Zusammensetzung der Hautflora verändern.

Fazit. Wer versteht, wodurch Akne ausgelöst wird, kann auch dagegen vorgehen. Wichtig ist dabei immer eine individuelle, auf den Patienten abgestimmte Behandlung. Jeder Mensch ist anders und dies muss auch bei der Akne-Therapie beachtet werden. Deshalb ist es umso wichtiger, dass ein erfahrener Hautarzt konsultiert wird, der die richtige Pflege und passende Medikamente anordnen kann.

 

Weitere Informationen: Allergie und Haut München

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