Rosenöl gegen Depressionen und Stress bringt entspannende Wirkung

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Die Rose steht seit Menschengedenken als Sinnbild für Liebe, Harmonie und Schönheit. Dabei kann Rosenöl gegen Depressionen und Stress ebenfalls wirken.

Seine antidepressive Wirkung ist so ausgeprägt, dass manche Therapeuten das Rosenöl gegen Depressionen und Stress sogar in akuten Situationen empfehlen. Denn im Grunde genommen hat das Rosenöl neben zahlreichen anderen Wirkungen auch starke entspannende Wirkung. Diese beruhigende Wirkung wird auch in der Palliativmedizin genutzt.

 

Rosenöl hilft nicht nur bei Depressionen, sondern auch gegen Stress und Probleme beim Einschlafen. Diverse Berichte erwähnen Rosenöl, um das posttraumatische Stresssyndrom zu behandeln. Der Einsatz von Rosenöl ist weit verbreitet in Berufen, die mit viel Stress verbunden sind, wie z.B. bei militärischem Personal, professionellen Athleten und Feuerwehrleuten.

In der Zeit der Rosenblüte im Mai und Juni liegt ihr betörender, flüchtiger Duft besonders an warmen Vormittagen in der Luft. Wobei man das Aroma mit der Herstellung von Rosenöl oder Rosenwasser einfangen und festhalten kann. An Studien zu den Effekten von Rosenöl definierten die Forscher fünf autonome Parameter. Das waren der Blutdruck, die Atemfrequenz, die Blutsauerstoffsättigung, die Pulsfrequenz sowie die Hauttemperatur. Emotionale Reaktionen wurden anhand von Bewertungsskalen bewertet. Im Vergleich zu Placebo verursachte Rosenöl eine signifikante Abnahme der Atemfrequenz, der Blutsauerstoffsättigung und des systolischen Blutdrucks. Dies weist auf eine Abnahme der autonomen Erregung hin. Auf der emotionalen Ebene bewerteten sich die Probanden der Rosenölgruppe als ruhiger, entspannter und weniger wach als die Probanden der Kontrollgruppe. Diese Befunde belegen eine entspannende Wirkung des Rosenöls. Man setzt es deswegen in der Aromatherapie ein, beispielsweise kann das Rosenöl gegen Depressionen und Stress eben eine entspannnende Wirkung entfalten.

 

Die Kulturgeschichte der Rose

Von Persien aus gelangten die Rosen nach Europa, über Griechenland nach Rom. Die römischen Kaiser verliehen ihren Festen mit Unmengen von Rosenblüten ein besonderes Flair. Der Anbau von Rosen wurde so exzessiv betrieben, dass die Produktion von Nahrungsmitteln vernachlässigt wurde. Später geriet die Rose jedoch etwas in Vergessenheit, lediglich in den Kräutergärten der Klöster wurde die Rose als Heilpflanze kultiviert. Erst durch die Kreuzritter um 1100 n. Chr. kam es zu einer Bereicherung der Rosenvielfalt. Von ihren Raubzügen heimkehrend, brachten sie aus dem Heiligen Land die Damaszenerrose nach Europa. Ihr wunderbarer Duft hatte die Menschen schon vor Jahrtausenden zur Rosenöl-Herstellung angeregt.

 

Steckbrief der Rosen

Die Rosen sind Vertreter der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und umfassen mehr als 100 Arten. Sie wachsen in Sträuchern, die Stängel besitzen Stacheln. Die Blüten erscheinen in den Tönen weiß, gelb, rosa und rot, sie bilden dann Kapseln aus, die man Hagebutten nennt. Verbreitet sind Rosen in der Holarktis, dies umfasst den Großteil der nördlichen Hemisphäre.

 

Gesundheitliche Aspekte der Rosen

In der Heilkunde werden ganze Rosenblütenblätter, Hagebutten, Hagebuttenschalen und Hagebuttenkerne genutzt. Die Früchte der Rosen enthalten Fruchtsäuren, Vitamine C, A, B1, B12, K, P, Mineralstiffe, Pektine, Zucker, Gerbstoffe, ätherisches Öl, Flavonoide. Man verwendet sie gegen Erkältungskrankheiten, Darmerkrankungen, Gallenleiden, als Diuretikum, bei Gicht und Rheuma. Außerdem bei Entzündungen, Sonnenbrand, Hautabschürfungen und Zahnfleischentzündungen. Im Grunde genommen verwendet man die Hagebutten oder Rosenblätter als Tee oder in Teemischungen.

Aus den Rosenblättern wird das Rosenöl destilliert, hier fällt als Nebenprodukt das berühmte Rosenwasser an, das unter anderem in der Küche bei der Marzipan- und Lebkuchenherstellung verwendet wird. Auch als Badezusatz finden frische Rosenblätter Verwendung, das Bad entspannt und beruhigt die Nerven, dies wusste man schon im alten Rom.

 

Rosenöl gegen Depressionen

Das Rosenöl wirkt jedenfalls auch stimmungsaufhellend und schenkt Selbstvertrauen sowie Selbstliebe. Unter dem Strich hilft das Rosenöl gegen Depressionen, Stress sowie Angststörungen. Als Herzöffner balanciert Rosenöl unsere Emotionen, fördert erholsamen Schlaf und schenkt außerdem Lebensenergie. Weiters hat Rosenöl eine stark verjüngende Wirkung und ist ein tolles Anti-Aging Mittel! Zur Regulierung des Hormonhaushalts kann man 2x täglich 1 Tropfen ätherisches Rosenöl auf einem Viertel Liter Wasser trinken.

Aromatherapie mit Rosenöl gegen Depressionen: Man lässt wenige Tropfen Rosenöl in einer Duftlampe verdunsten. Diese Aromatherapie harmoniert sehr gut mit Myrrhe und Weihrauch, Lavendel und Melisse, Jasmin, Sandelholz, Bergamotte, sowie Zitrusölen.

Literatur:

Hongratanaworakit T: Relaxing effect of rose oil on humans. Nat Prod Commun. 2009 Feb;4(2):291-6

M. Igarashi, C. Song et al. Effect of Olfactory Stimulation by Fresh Rose Flowers on Autonomic Nervous Activity. In: Journal of alternative and complementary medicine (New York, N.Y.). [elektronische Veröffentlichung vor dem Druck], Juni 2014, ISSN 1557-7708. doi:10.1089/acm.2014.0029

S. HIRSCH; F. GRÜNBERGER: Die Kräuter in meinem Garten (2012) Freya- Verlag

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Mag. Barbara Novak

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