Risikogruppen für einen erhöhten Homocystein-Wert

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Ein erhöhter Homocystein-Wert kann durch die Verengung der Arterien Schäden in vielen Funktionsabläufen des Körpers auslösen.

Ein erhöhter Homocystein-Wert kann durch die verursachte Verengung der Arterien zu Volkskrankheiten, wie Osteoporose, Depressionen oder einem Schlaganfall führen. Ein hoher Wert kann verschiedene Ursachen haben und etwa durch anhaltenden Stress in Kombination mit unzureichender Bewegung entstehen. Neben diesen temporär erhöhten Werten gibt es jedoch auch Risikogruppen, die oftmals mit einem dauerhaft erhöhten Homocystein-Wert rechnen müssen. Hier sollten entsprechende Kombi-Präparate mit den Vitaminen B6, B12 und Folsäure regelmäßig eingenommen werden, um den Körper beim Abbau des Zellgiftes zu unterstützen.

 

Genetisch bedingte Hyperhomocysteinanämie

Bei dieser Risikogruppe ist der erhöhte Homocystein-Wert auf genetische Faktoren zurückzuführen. In der Regel findet sich bei Personen dieser Gruppe ein Defekt verschiedener Eiweiße, oftmals die des Enzyms Methylentetrahydrofolat-Reduktase, kurz MTHFR, die bei 37 Grad Celsius – als bei Körpertemperatur – durch eine Mutation nur sehr schlecht arbeiten. Je nachdem, ob lediglich ein Chromosom oder das gesamte Chromosomenpaar betroffen ist, wirkt sich der Defekt mehr oder weniger stark auf den Abbau des Homocysteins aus.

Neben dem oben genannten erhöhten Risiko für verschiedene Erkrankungen, sollten insbesondere Schwangere bzw. Frauen mit Kinderwunsch abklären lassen, ob eine Hyperhomocysteinanämie vorliegt, denn einerseits haben Schwangere von Hause aus einen höheren Vitaminbedarf und andererseits kann sich dieser Defekt negativ auf den Verlauf der Schwangerschaft auswirken, indem es vermehrt zu Früh- und Fehlgeburten sowie Schwangerschaftsthrombosen kommen kann. Eine ausreichende Versorgung mit den wichtigen B-Vitaminen und Folsäure kann über verschiedene Ergänzungsmittel sichergestellt werden.

 

Senioren leiden oftmals unter Vitaminmangel

Ab dem 50. bis zum 65. Lebensjahr liegt bei vielen Menschen eine so genannte Resorptionsstörung vor. Dies bedeutet, dass eigentlich ausreichend Vitamine über die Nahrung aufgenommen werden, jedoch mit steigendem Alter die Verwertung dieser Vitamine abnimmt. Grund hierfür kann einerseits eine vorangegangene Erkrankung im Magen-Darm-Trakt sein, wie etwa eine Magenschleimhautentzündung, andererseits geht im Alter die Magensäureproduktion zurück. Infolgedessen fehlen dem Körper oftmals besonders die B-Vitamine und Folsäure, die er zum Abbau des Homocysteins dringend benötigt.

Ähnliches gilt für Frauen in den Wechseljahren. Durch hormonelle Umstrukturierungen fährt der Stoffwechsel herunter und das Zellgift verbleibt länger im Körper. Daher sollten Senioren und Frauen in der Menopause immer ein Auge auf ihren Homocystein-Wert haben und die Vitamine gegebenenfalls vermehrt zuführen, um das Homocystein unschädlich zu machen.

 

Erhöhter Homocysteinwert durch Veganismus

In vielen Fällen werden die benötigten Vitamine ohne Probleme in ausreichender Menge über die Nahrung aufgenommen. Dies gilt besonders für die Vitamine B6 und Folsäure, die sich in Getreiden, Obst und Gemüse finden und somit auch von Vegetariern und Veganern konsumiert werden. Schwierigkeiten können hingegen beim Vitamin B12 auftreten, das hauptsächlich in tierischen Produkten vorkommt und somit von Veganern indirekt gemieden wird. Auch Vegetarier sollten hier auf eine ausreichende Versorgung achten, denn zwar findet sich B12 in Milch und Käse, die Konzentration ist jedoch verschwindend gering.

 

Vorsicht bei verschiedenen Genussmitteln

Wer viel Kaffee trinkt und des Öfteren zur Zigarette greift, sollte seinen Konsum an Genussmitteln überdenken, denn insbesondere Nikotin ist ein wahrer Vitamin-Killer. Deshalb ist es ratsam das Rauchen ganz aufzugeben und den Kaffee-Konsum auf ein bis zwei Tassen pro Tag zu beschränken, gleiches gilt für schwarzen Tee. Ein Blick auf die Blutwerte ist hier empfehlenswert, denn nur so kann einem erhöhten Homocystein-Wert durch die Einnahme eines Kombi-Präparates mit den Vitaminen B6, B12 und Folsäure beigekommen werden.

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About Author

Dr. Paul Hudson

Dr. Paul Hudson ist Amerikaner, verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern. Dr. Hudson war viele Jahre Chef einer internistischen Klinik, ist heute pensioniert und widmet sich seit vielen Jahren der Gerontologie – der Wissenschaft vom Altern. Er verfügt über ein großes medizinisches Netzwerk und ist in engem Kontakt mit den bedeutendsten Universitäten weltweit. Zudem schreibt er als Experte für das Homocystein-Netzwerk.

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