Risiko für Krebs durch Fettleibigkeit bei Frauen

0

Das Risiko für Krebs durch Fettleibigkeit bei Frauen ist bei bestimmten Krebsarten wie Brust- und Darmkrebs um etwa 40 Prozent erhöht.

Fettleibigkeit bei Frauen erhöht das Risiko für diverse Erkrankungen, aber auch das Krebsrisiko ist durch die Fettleibigkeit bei Frauen massiv erhöht, warnen britische Wissenschafter in einer Studie. Ihren Berechnungen zufolge, weisen fettleibige, im Gegensatz zu normalgewichtigen Frauen, ein um etwa 40 Prozent höheres Risiko für bestimmte Krebsformen auf. Fettleibigkeit bei Frauen erhöht das Risiko für zumindest sieben verschiedene Krebsarten – darunter Darm-, Brust-, Gebärmutter-, Gallenblasen-, Nieren-, Bauchspeicheldrüsen-, und Speiseröhrenkrebs.

 

Jede vierte hat höheres Krebsrisiko durch Fettleibigkeit

Laut der neuen Statistik haben fettleibige Frauen ein etwa 25-prozentiges Risiko, an einer gewichtsbedingten Krebsart zu erkranken. Dabei gilt: je ausgeprägter das Übergewicht, desto höher auch das Krebsrisiko. Statistisch gesehen, werden von 1.000 fettleibigen Frauen, etwa 274 an einer mit ihrem Körpergewicht in Zusammenhang stehenden Krebsform erkranken. Bei normalgewichtigen Frauen liegt diese Zahl bei 194.

Allein in Großbritannien sind etwa ein Viertel aller Frauen fettleibig, wodurch sie wesentlich krebsgefährdeter sind als normalgewichtige Frauen. Die Gründe für das erhöhte Risiko bei Fettleibigkeit sind vielseitig. So ist Fettgewebe kein passiver Energiespeicher. Es produziert zahlreiche Botenstoffe, die zur Krebsentstehung beitragen. Beispielsweise kurbelt das bei Fettleibigen in besonders hohen Mengen vorhandene „Hungerhormon“ Leptin das Tumorwachstum, sowie die Metastasenbildung, an. Zudem verfügen übergewichtige und fettleibige Frauen über größere Mengen des weiblichen Hormons Östrogen. Dieses wiederrum spielt in der Entstehung von Gebärmutter- und Brustkrebs eine nicht unwesentliche Rolle.

Auch Insulin gilt als Wachstumsfaktor und kann das Krebswachstum begünstigen. Aufgrund des erhöhten Auftretens von Diabetes bei fettleibigen Personen, steigt auch hier die Krebsgefahr. Das erhöhte Darmkrebs-Risiko ist höchstwahrscheinlich auf die Ernährung selbst zurückzuführen, beispielsweise auf den Konsum von rotem Fleisch sowie der Aufnahme mehrfach gesättigter Fettsäuren. Zudem können ernährungsbedingte Veränderungen der Darmflora das Krebsrisiko erhöhen. Ein weiterer Faktor ist die bei Fettleibigkeit typische Aktivierung des Immunsystems. Es kommt zur Ausschüttung entzündungsfördernder Proteine aus den Fettzellen, wodurch die Entstehung bösartiger Tumore gefördert wird.

Durch Abnehmen und Lebenstilmodifikation kann man Risiko für Krebs durch Fettleibigkeit bei Frauen reduzieren.

Abnehmen ist nicht einfach, aber man muss nicht ins Fitnessstudio, jeden Tag einen Marathon zurücklegen oder auf alles verzichten. Bereits kleine Veränderungen können langfristig sehr wirksam sein. Gewicht zu verlieren braucht Zeit und es ist wesentlich sinnvoller, Änderungen des Lebensstils Schritt für Schritt umzusetzen. Dies ermöglicht es in der Regel, sich auch langfristig an den gesünderen Lebensstil zu halten.

„Wir wissen, dass unser Krebsrisiko von einer Kombination unserer Gene, unseres Umfelds sowie anderen Aspekten unseres Lebens abhängt. Viel davon können wir kontrollieren bzw. beeinflussen. Es gilt Menschen darauf aufmerksam zu machen, wie sie selbst zur Reduktion ihres Krebsrisikos beitragen können.“

Ein gesünderer Lebensstil – weniger rauchen, gesunde Ernährung, und geringerer Alkoholkonsum sind wichtige Faktoren in der Reduktion unseres Krebsrisikos. Diese Veränderungen sind zwar keine Garantie, aber sie können das Risiko erheblich reduzieren.

Share.

About Author

Dipl.-Ing. Alexandra Springler

Seit 2011 ist Dipl.-Ing. Alexandra Springler MEDMIX- und AFCOM-Mitarbeiterin. Nach Abschluss ihres Biotechnoligiestudiums ist sie nun in der Forschung tätig und absolviert zur Zeit ihr Doktorat.

Comments are closed.