Innerliche und äußerliche Anwendung der Ringelblume

Die innerliche und äußerliche Anwendung der Ringelblume unterstützt uns gegen verschiedene Krankheitserreger und hilft vor allem auch als Wundsalbe bei der Wundheilung.

Im Grunde genommen schätzen die Menschen seit jeher die innerliche und äußerliche Anwendung der Ringelblume gegen verschiedene Krankheitserreger und vor allem auch als Wundsalbe zur Behandlung von Wunden. Wobei es noch zahlreiche weitere Namen für die einjährige Heilpflanze Ringelblume – auch Calendula officinalis genannt – gibt. Und zwar wie Butterblume, Goldblume, Marienrose, Marigol, Studenten-, Sonnwend- sowie Totenblume oder veraltet auch „Sonnenbraut“. Die Blüten der Ringelblume öffnen sich beim Sonnenaufgang und schließen sich beim Sonnenuntergang wieder.

 

Sie liebt mich, sie liebt mich nicht

Die Ringelblume ist die klassische Pflanze. die man für Fragen der Liebe einsetzt. Sie soll sich auch zur Liebesweissagung im Traum verwenden lassen. Junge Frauen trugen die Salbe vor dem Schlafen gehen auf, und hofften so, von der großen Liebe zu träumen. Das Pflücken der Blumen soll übrigens mit einem Gewitter betraft werden. Doch tatsächlich belegt sind ihre zahlreichen Wirkungen als Heilpflanze.

Calendula officinalis ist in Mittel-, Ost- und Südeuropa beheimatet. Charakteristisch präsentieren sich die gelbroten, glanzvollen – etwa 2 bis 3 Zentimeter langen – Zungenblüten, die an der Spitze dreizähnig sind.

 

Unterschiedliche Wirkungen der Ringelblume

Die Ringelblume enthält eine ­Vielzahl an Pflanzenstoffen. Diese wirken antioxidativ und helfen gegen Viren und Bakterien. Zudem wirken sie immunstimulierend, stärken unsere Abwehrkräfte und hemmen Entzündungen. Weiters kommen Inhaltsstoffe vor, die die Wundheilung und Wundverschluss fördern. Und zwar sind das Flavonoide, Carotinoide, Triterpendiole, Saponine sowie auch ätherische Öle.

Die antimikrobielle – das Wachstum von Bakterien und Pilzen hemmende – Wirkung der Ringelblume kann im Grunde genommen einem synthetischen Antibiotikum ebenbürtig sein.

Denn die antibiotische Wirkung der ­Calen­dula beruht auf der Synergie vieler Substanzen. Des­halb treten auch keine Resistenzen auf, wie es sonst bei Antibiotika der Fall ist. Dabei wirkt die Anwendung der Ringelblume nicht nur ­antibiotisch. Sondern sie fördert auch die ­Granulation und regt die Neubildung von Gewebe an.

 

Diverse Möglichkeiten zur Anwendung der Ringelblume

Die innerliche und äußerliche Anwendung der Ringelblumenblüten in Form von Aufgüssen, als Ringelblumensalbe – Wundsalbe – und als Ringelblumentinktur haben sich seit vielen Jahrhunderten bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, in Ölform auch als mild wirkender Balsam für die Haut bewährt.

Weitere – vor allem volksmedizinische – Einsatzgebiete sind als Diuretikum (zur Ausschwemmung von Wasser), als Muskelrelaxantium, bei Leberleiden, zur Steigerung der Monatsblutung und als Schweiß treibendes Mittel.

Für die Teezubereitung werden 1 bis 3 Gramm der Calendula mit kochendem Wasser übergossen, danach 5 bis 10 Minuten ziehen lassen und ab sieben.

 

Topische Anwendung der Ringelblumensalbe als Wundsalbe

Für Calendula officinalis L. wurden wie oben erwähnt vor allem auch wundheilende Effekte nachgewiesen.

Eine Ringelblume-Wundsalbe hilft bei bei kleineren Wunden wie Schnitt- und Schürfwunden, oberflächennahen Entzündungen sowie auch bei verzögerter Wundheilung und Neigung zu Vereiterung. Sie unterstützt hier die Neubildung von gesundem Hautgewebe.

Zudem wirkt die Ringelblume antientzündlich, abschwellend und hemmt das Wachstum von Bakterien und Keimen in der Wunde.


Literatur:

Givol O, Kornhaber R, Visentin D, Cleary M, Haik J, Harats M. A systematic review of Calendula officinalis extract for wound healing. Wound Repair Regen. 2019 Sep;27(5):548-561. doi: 10.1111/wrr.12737. Epub 2019 Jun 20. PMID: 31145533.

Drugs and Lactation Database (LactMed) [Internet]. Bethesda (MD): National Library of Medicine (US); 2006–. Calendula. 2021 May 17. PMID: 30000917.


Quelle:

U.S. National Library of Medicine –

https://www.nlm.nih.gov/medlineplus/druginfo/natural/235.html

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