Rhodiola Rosea – Rosenwurz – stärkt den ganzen Organismus

0

Rhodiola rosea – oder Rosenwurz, zu den pflanzlichen Immunmodulatoren sowie Adaptogenen zugehörig – soll zur natürlichen Stärkung des Immunsystems beitragen.

Rhodiola rosea L.  ist vor allem umgangssprachlich unter dem Namen Rosenwurz bekannt. Die aus der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) stammende, zwischen 5 bis 35 Zentimeter große Rhodiola soll die körperliche Ausdauer jedes Menschen erhöhen und zur Steigerung seiner Arbeitsleistung positiv beitragen. Schließlich soll Rosenwurz auch gegen Höhenkrankheit, Infektionen, Müdigkeitszustände, gastrointestinale Beschwerden sowie nervösen Störungen beziehungsweise Stress wirken.

Rhodiola Rosea ist ein sehr widerstandsfähiges Gewächs, das vor allem in sehr unwirtlichen, kalten Umgebungen vorkommt. In Sibirien hilft Rosenwurz seit hunderten Jahren, das kalte sibirische Klima sowie den teilweise dunklen Alltag zu meistern.

 

Rosenwurz für geistige sowie körperliche Gesundheit

So wird Rhodiola sowohl bei geistigen als auch körperlichen Symptomen von Stress eingesetzt, und von der EMA als Adaptogen definiert (ein Adaptogen bezeichnet alternativmedizinisch solche pflanzliche Zubereitungen und Drogen, die den Körper dabei unterstützen, sich an Stresssituationen anpassen, positive Wirkungen bei Stress induzierten Krankheiten ausüben zu können). Die Inhaltsstoffe der Rhodiola rosea sind Rosavin und Salidrosid (ein Phenylethanoid) im Verhältnis 3:1.

Rhodiola Rosea hemmt die Untertypen A und B des Enzyms Monoaminooxidase, die auch als MAO-A und MAO-B bezeichnet werden. Diese so genannten mitochondrialen Enzyme haben die Aufgabe, Serotonin (5-Hydroxytryptamin oder 5-HT) und Dopamin (DA) zu verstoffwechseln.

Dadurch, dass Rosenwurz die Fähigkeit dieser Enzyme, Neurotransmitter zu verstoffwechseln, hemmt, bleiben Neurotransmitter Serotonin und Dopamin länger und in höher Konzentration im Gehirn aktiv. Die Serotonin-Aktivität im Gehirn verbessert und stabilisiert die Stimmung beim Menschen, die Dopamin-Aktivität im Gehirn macht positiver und selbstbewusster und erhöht allgemein die Motivation.

 

Rhodiola hemmt die Ausschüttung von Kortisol und Adrenalin

Rosenwurz hemmt die Ausschüttung der Stresshormone Kortisol und Adrenalin und lindert so eine große Zahl mentaler Anzeichen von Stress, wie Nervosität, Lustlosigkeit, Reizbarkeit oder Angstzustände. Gleichzeitig wird der Energiestoffwechsel der Zellen angeregt, was zu einer besseren Leistungsfähigkeit führt.

Die duale Wirkung von Rhodiola rosea ist durch viele Studien belegt. So konnten dadurch Menschen mit Burn-out-Syndrom stressbedingte Ermüdungszustände signifikant verbessern. Es zeigte sich weiters eine reduzierte Ausschüttung des Stress­hormons Kortisol.

Patienten mit leichter bis mittelschwerer Depression konnte wiederum eine signifikante Verbesserung der emotionalen Stabilität erreichen. Weiters zeigten Forscher positive Effekte gegen Schlaflosigkeit und nicht erklärbarer körperlicher Beschwerden. Schließlich gab es keine schwerwiegenden Nebenwirkungen.

Literatur:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed?db=pubmed&cmd=link&linkname=pubmed_pubmed&uid=19016404

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11081987

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19016404

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3794542/

Share.

About Author

Lena Abensberg

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

Comments are closed.