Resilienz in der Corona-Pandemie: Psychisch starke Menschen bewältigen Krisen besser

Corona-Pandemie: coronavirus, covid-19, SARS-Cov-2. © Lightspring / shutterstock.com

Pychisch gesunde Menschen mit Resilienz können in der Corona-Pandemie Belastung und Stress stärker puffern und regenerieren schneller.

Es ist ähnlich wie bei einem Handy. Mit einem vollen Akku lassen sich mühelos unvorhergesehene, lange Gespräche führen. Ebenso kommen Menschen mit ausreichender psychischer Widerstandsfähigkeit besser durch die Krise und erholen sich von einer belastenden Situation viel rascher. PsychologInnen der Universität haben dafür im Zuge einer Studie zu Resilienz und Widerstandskraft während des ersten Lockdowns der Corona-Pandemie die Bestätigung erhalten.

 

Mit Resilienz besser durch die Corona-Pandemie

Die einen gehen mit einer schwierigen Sache besser um als andere. Welchen Einfluss hat dabei in der Corona-Pandemie die Resilienz – also eine volle Akkuladung? Ein Team rund um Psychologin Claudia Traunmüller befragte dazu österreichweit mehr als 4700 Personen, wie sie mit dem Lockdown im vergangenen Frühjahr zurande kamen.
Das Ergebnis: „Resiliente, psychisch gesunde Menschen können Belastung und Stress nicht nur stärker puffern. Sie regenerieren sich vor allem schneller“, analysiert Traunmüller. Und sie vergleicht: „Ist die Batterie halb entleert, bin aber in einer Situation, in der volle Leistung gefordert ist, verbraucht sich die Energie gegen Ende hin rascher. Und der Stresslevel steigt zusätzlich, wenn man feststellt, dass einem die Ressourcen ausgehen.“

Ein Aufbau von Resilienz scheint daher während einer Krise schwer möglich. „Das Halten des Niveaus ist schon ein Kunststück“, so die Wissenschafterin. Umso wichtiger ist es, über das notwendige Ausmaß an Widerstandsfähigkeit zu verfügen.

 

Die Bedeutung des Lebensstils

Doch wie lädt man seinen Akku richtig auf? „Das bestimmen genetische Faktoren, aber auch der Lebensstil spielt eine große Rolle“, antwortet die Gesundheitspsychologin. Sicher gehören dazu ausreichend Bewegung, ausgewogene Ernährung und soziale Kontakte. Und sie appelliert, darauf zu achten, was man selbst für sich tun kann. Am Wissen würde es nicht scheitern. Traunmüller erklärt es erneut mit einem anschaulichen Gleichnis: „Wenn beim Auto ein rotes Kontrolllämpchen leuchtet, fährt man sofort zum Service. Schickt der Körper Warnsignale aus, sehen viele darüber hinweg.“


Quelle:

Universität Graz: www.uni-graz.at

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