Radiofrequenz-basierte Pulmonalvenenisolation bei Vorhofflimmern

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10-Jahres Follow-up nach Radiofrequenz-basierter Pulmonalvenenisolation bei Patienten mit symptomatischem paroxysmalem Vorhofflimmern.

Hintergrund. Die Radiofrequenz-basierte zirkumferentielle Pulmonalvenenisolation (PVI) ist als invasives Verfahren zur Therapie des paroxysmalen und persistierenden Vorhofflimmerns etabliert und in den aktuellen Leitlinien zur Therapie von Vorhofflimmern verankert. (1)

Bisher ist wenig über den Langzeiterfolg dieser Therapie bekannt. Die aktuelle Studie liefert prospektive Daten zum 10-Jahres Follow-up nach Pulmonalvenenisolation bei Patienten mit symptomatischem paroxysmalem Vorhofflimmern.

Methoden. Von 2003 bis Ende 2004 wurden 161 Patienten mit symptomatischem, medikamenten-refraktärem, paroxysmalem Vorhofflimmern einer Radiofrequenz-basierten PVI zugeführt. Nach zweifacher transseptaler Punktion und selektiven PV-Angiographien erfolgte mit Hilfe eines dreidimensionalen Mapping Systems (Carto, Biosense Webster) die elektrische Isolation der ipsilateralen Pulmonalvenen. Der prozedurale Endpunkt war die per Doppel-Lasso Technik nachgewiesene persistierende Abwesenheit von Pulmonalvenen-Signalen 30 Minuten nach PVI. (2,3)

Das Follow-up basierte auf regelmäßigen ambulanten EKG und LZ-EKG Untersuchungen sowie Telefoninterviews. Patienten mit einem Rezidiv von atrialer Tachyarrhythmie wurde eine weitere Prozedur empfohlen.

Ergebnisse. 161 Patienten (60±10 Jahre, 40/161, 25% weiblich, linksatrialer Diameter 42.6±4.7mm) wurden in die Studie eingeschlossen und insgesamt 279 Prozeduren (1-5) durchgeführt. Während der ersten Prozedur erfolgte in 161/161 (100%) eine PVI. Im Rahmen der zweiten Prozedur erhielten 70/82 (85%), im Rahmen der dritten Prozedur 13/27 (48%) und im Rahmen der vierten Prozedur 2/7 (28.6%) eine PVI. Eine fünfte Prozedur erfolgt bei 2 Patienten. Die Pulmonalvenen waren hier persistierend isoliert. Bei 124/161 (77%) der Patienten erfolgte ausschließlich eine Pulmonalvenenisolation, bei 34/161 (21%) Patienten wurden zusätzliche Läsionen abladiert.

Folgende periprozedurale Komplikationen waren nachweisbar: In einem Fall trat eine Aspirationspneumonie auf (0,6), zwei Patienten entwickelten einen Perikarderguss (1,2%), ein Patient eine Perikardtamponade (0,6%). Die Patienten zeigten keine dauerhaften Langzeitschäden. Weiterhin waren keine symptomatischen Pulmonalvenenstenosen, prozedurassoziierte Apoplex oder TIA und keine atrioösophageale Fisteln ersichtlich. Drei Patienten (1,9%) erlitten eine TIA 20, 31 und 72 Monate nach Pulmonalvenenisolation. Ein Patient (0,6%) erlitt eine intrazerebrale Blutung 20 Monate nach Pulmonalvenenisolation. Nach einem medianen Follow-up von 127 (4-141) Monaten und einer einzigen Prozedur wiesen 53/161 (32,9%) der Patienten einen stabilen Sinusrhythmus auf. Nach multiplen Prozeduren (Median: 2,0: Maximum: 5) und einem medianen Follow-up von 122 (6-135) Monaten waren 101/161 Patienten (62,7%) in stabilem Sinusrhythmus (Abbildung 1). Bei insgesamt 10/161 Patienten (6.2%) war ein Progress von paroxysmalem zu persistierendem Vorhofflimmern nachweisbar.

Quelle:

Pressetext DGK 10/2016. 10-Jahres Follow-up nach radiofrequenzbasierter Pulmonalvenenisolation bei Patienten mit symptomatischem paroxysmalem Vorhofflimmern Dr. Christian-H. Heeger, Hamburg http://dgk.org/daten/Heeger-10-Jahre-Follow-up-Pulmonalvenenisolation.pdf

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