Psilocybe Pilze für körperliche und seelische Entspannung

Den Wirkstoff Psilocybin konnte man urspünglich aus dem Zauberpilz Psilocybe mexicana gewinnen. © Alan Rockefeller / CC BY-SA 3.0

Den Wirkstoff Psilocybin konnte man urspünglich aus dem Zauberpilz Psilocybe mexicana gewinnen. © Alan Rockefeller / CC BY-SA 3.0

Psilocybe-Pilze bieten entspannende Wirkung bei relativ milden Nebenwirkungen. Probleme kann es geben, wenn man sie mit Alkohol kombiniert.

Für die Wirkung der Psilocybe-Pilze (Teonanácatl) ist der Wirkstoff Psilocybin verantwortlich. Diesen hat Albert Hofmann erstmals 1957 aus dem mittelamerikanischen Pilz Psilocybe mexicana isoliert. Das erste synthetische Psilocybin-Produkt konnte man dann kurz danach im Jahr 1958 herstellen. Im Grunde genommen verwendet man die Psilocybe-Pilze auch heute noch gerne. Und zwar sowohl in der Freizeit als auch bei spirituellen oder religiösen Ritualen.

 

Fast 180 Arten weltweit

Psilocybe-Pilze – Psilocybe sp., Strophariaceae – kommen auf der ganzen Welt vor und umfassen ca. 180 Arten. Die bekanntes­ten sind sicherlich Psilocybe semilanceata (Fr.)P. Kumm. (Spitzkegeliger Kahlkopf) sowie Psilocybe mexicana R. Heim (Mexikanischer Kahlkopf).

Der rituelle Gebrauch ist in Mittel- und Südamerika sehr alt und stammt aus der vorspanischen Zeit. Die Pilze werden sowohl kultiviert als auch in freier Wildbahn gefunden. Kultivierte Pilze sind in der Regel jedenfalls wirksamer, wenn man stärkere Pilzsorten mit einem höheren Wirkstoffgehalt auswählt. Und zwar bis zu 10-mal so hoch wie bei einigen Wildpilzarten.

Heute erfreuen sich die Magic Mushrooms unter Jugendlichen großer Beliebtheit. Sie züchten die Pilze zuhause. Im Internet oder in Büchern kann man genaueste Anleitungen finden.

 

Wirkung der Inhaltsstoffe der Psilocybe-Pilze

Als wirksame Inhaltsstoffe der Psilocybe-Pilze konnte man die ­Indolalkaloide Psilocin und Psilocybin isolieren. Im Grunde genommen konsumiert man die Pilze entweder frisch oder getrocknet. Wobei man geringen Dosen eine angenehme Wirkung zur körperlichen und seelischen Entspannung bestätigt. Während höhere Dosen zu tiefen seelischen Alterationen führen können.

Das Psilocybin zeigte in Studien auch eine gewisse Wirksamkeit als alternatives Mittel zur Behandlung von psychischen Erkrankungen. Allerdings waren diese Studien klein und nicht auf größere Populationen umlegbar. Wobei das Psilocybin ein geringeres Suchtpotential aufweist als viele andere Drogen. Die ausschließliche Verwendung durch eine Klinik könnte auch das Potenzial für Ablenkung und Missbrauch verringern.

Allgemein gelten die Erlebnisse, die Psilocybe-Pilze auslösen, als vorwiegend positiv. Dadurch steigt bei den Konsumenten auch der Wunsch nach Wiederholung der Einnahme. Allerdings kann der wiederholte Konsum von hohen Dosen kann zu einer Toleranzentwicklung führen. Wobei die nach Absetzen wieder verschwinden.


Literatur:

Jeremy Daniel, Margaret Haberman. Clinical potential of psilocybin as a treatment for mental health conditions. Ment Health Clin. 2017 Jan; 7(1): 24–28. Published online 2018 Mar 23. doi: 10.9740/mhc.2017.01.024

van Amsterdam J, Opperhuizen A, van den Brink W. Harm potential of magic mushroom use: a review. Regul Toxicol Pharmacol. 2011 Apr;59(3):423-9. doi: 10.1016/j.yrtph.2011.01.006. Epub 2011 Jan 21.

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