Pneumokokken-Infektionen werden unterschätzt

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Pneumokokken-Infektionen stellen eine unterschätzte Gefahr dar. Personen mit geschwächten Abwehrkräften sollten eine Pneumokokken-Impfung erhalten.

Während der kalten Jahreszeit sind mittels Tröpfchen übertragene Infektionen sehr häufig. Dabei besiedeln speziell die Pneumokokken bei vielen Menschen den Nasen- und Rachenraum. Gesunde Menschen mit einem voll funktionsfähigem Immunsystem halten diese Erreger mit ihren Abwehrkräften in Schach und erkranken nicht. Bei geschwächten Menschen – wie ältere Menschen und Kinder – kommt es allerdings zu Pneumokokken-Infektionen, die sogar lebensbedrohlich sein können.

Impfexperten empfehlen die Pneumokokken-Impfung jenen Personen, die aufgrund einer Grundkrankheit ein erhöhtes Risiko für Pneumokokken-Erkrankungen haben. Außerdem gilt das auch im Falle von Pneumokokken-Infektionen, sofern die Erkrankten ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben.

 

Gesundes Immunsystem schützt

Immunologische gesunde Menschen mit starken Abwehrkräften halten Pneumokokken in Schach und erkranken deswegen nicht. Wenn allerdings das Immunsystem aber geschwächt ist, dann können die Bakterien schwere Erkrankungen wie Lungenentzündung, Gehirnhautentzündung sowie Blutvergiftung verursachen. Die durch Pneumokokken-Infektionen verursachten Erkrankungen können innerhalb kurzer Zeit akut lebensbedrohlich werden. Das gilt selbst dann, wenn Experten sie adäquat behandeln.

Zu den Risikopatienten zählen vor allem ältere Menschen und Kinder beziehungsweise vor allem Kleinkinder. Allerdinghs zählen auch Menschen dazu, die durch andere negative Faktoren wie Rauchen und Alkohol-Missbrauch beeinträchtigt sind. Weiters führen auch bestimmte Grunderkrankungen zu einem geschwächten Immunsystem, was wiederum mit einem erhöhten Risiko vergesellschaftet ist.

 

Bakterielle Killer

Das Bakterium Streptococcus pneumoniae gilt seit Jahrzehnten als der häufigste bakterielle Killer von Kindern weltweit. Grundsätzlich besiedeln Pneumokokken dauerhaft den menschlichen Nasen- und Rachenraum während der Kindheit. Obwohl die Impfung mit Pneumokokken-Konjugatimpfstoffen dazu beigetragen hat, die Belastung der Pneumokokken-Krankheit (PD) zu verringern, ist die durch Pneumokokken verursachte Mortalität weiterhin hoch.

Aktuelle Literatur:

Hale LP, Rajam G, Carlone GM, Jiang C, Owzar K, Dugan G, Caudell D, Chao N, Cline JM, Register TC, Sempowski GD. Late effects of total body irradiation on hematopoietic recovery and immune function in rhesus macaques. PLoS One. 2019 Feb 13;14(2):e0210663. doi: 10.1371/journal.pone.0210663. eCollection 2019.

Cordonnier C, Einarsdottir S, Cesaro S, Di Blasi R, Mikulska M, Rieger C, de Lavallade H, Gallo G, Lehrnbecher T, Engelhard D, Ljungman P. European Conference on Infections in Leukaemia group.Vaccination of haemopoietic stem cell transplant recipients. Guidelines of the 2017 European Conference on Infections in Leukaemia (ECIL 7). Lancet Infect Dis. 2019 Feb 7. pii: S1473-3099(18)30600-5. doi: 10.1016/S1473-3099(18)30600-5.

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