Pflanzliche Mittel gegen Muskel- und Gelenkschmerzen

Die Teufelskralle bringt bei Muskel- und Gelenkschmerzen eine moderate Schmerzlinderung. © Sergey Peterman / shutterstock.com

Die Teufelskralle bringt bei Muskel- und Gelenkschmerzen eine moderate Schmerzlinderung. © Sergey Peterman / shutterstock.com

Pflanzliche Mittel gegen Muskel- und Gelenkschmerzen können dabei helfen, vorhandene Schmerzen wie bei Rheuma zu lindern.

Im Grunde genommen sind meistens Entzündungen die Ursache für rheumatische Erkrankungen werden in der Regel durch Entzündungen verursacht, prominente Ausnahme ist die Arthrose. Muskel- und Gelenkschmerzen werden als ziehend beziehungsweise reißend empfunden und betreffen nicht nur die ältere Generation, sondern auch Erwachsene jeder Altersgruppe und auch Kinder. Im Grunde genommen sind jedenfalls pflanzliche Mittel gegen Muskel- und Gelenkschmerzen eine wichtige Zusatztherapie zur Linderung der Beschwerden.


Gelenkschmerzen behandeln mit Medikamenten und alternativen Therapien

Physikalische Verfahren sind bei Gelenkschmerzen wichtiger Teil einer wirksamen Therapie. © OneStockPhoto / shutterstock.com

Im Grunde genommen kommt eine breite Palette an Medikamenten und nicht-medikamentösen Verfahren in Frage, um Gelenkschmerzen wirksam zu behandeln. In den meisten Fällen ist eine Arthrose für diese chronische Schmerzen verantwortlich. Allgemein sind mehr als 10% der Erwachsenen betroffen. Das gesundheitliche Management dieser Patienten macht etwa 10% der Ressourcen des Gesundheitswesens aus. Mehr dazu siehe https://www.medmix.at/gelenkschmerzen-behandeln-mit-medikamenten-und-alternativen-therapien/


Hemmung der vorhandenen Entzündung

Allgemein betreffen rheumatische Erkrankungen nicht nur feste Strukturen wie Knochen, Gelenke oder Knorpel. Auch weiche Gewebe sind häufig betroffen. So können Weichteil rheumatische Beschwerden oftmals heftige Schmerzen des Bewegungsapparates auslösen.

Das betrifft beispielsweise Überlastungsschäden der Bänder, Muskeln, Sehnen sowie anderer Gewebe. Zudem gehören dazu Arthrosen hautnah gelegener Gelenke und traumatisch bedingte Beschwerden wie Prellungen oder Zerrungen.

In der Therapie solcher Beschwerden geht es jedenfalls in erster Linie um die Hemmung der vorhandenen Entzündung. Damit will man auch gegen die dadurch bedingten Schmerzen vorgehen. Eine möglichst frühe Erkennung sowie eine wirksame, individuell auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmte Therapie sind dabei aber entscheidend.

 

Pflanzliche Mittel gegen Muskel- und Gelenkschmerzen als Zusatztherapie gegen Schmerzen

Unter dem Strich setzen Betroffene immer häufiger pflanzliche Mittel ein, um die Behandlung ihrer Schmerzen zusätzlich zu unterstützen. Außerdem wollen sie damit die Einnahme von synthetischen Medikamenten verringern. Schließlich akzeptieren die Patienten pflanzliche Mittel auch aufgrund des besseren Verträglichkeitsprofils sowie der geringeren Nebenwirkungen sehr.

Beispielsweise verfügt die Heilpflanze Arnika montana über ähnliche Mechanismen wie Kortison, um Entzündungsprozesse einzudämmen und Schmerzen zu lindern.  Beliebt ist in diesem Zusammenhang auch die Wärmetherapie mit Wärmepflaster mit dem Inhaltsstoff  Capsaicin.

Beliebt sind ergänzende Wirkstoffe aus dem Bereich der Pflanzenheilkunde ergänzend eingesetzt werden. Beispielsweise verfügt die Teufelskralle über entzündungs- und schmerzlindernden Eigenschaften. So wirkt das konzentrierte Extrakt aus den Sekundärwurzeln der Teufelskralle sanft gegen Entzündungen und Schmerzen, ist gut verträglich und hat kaum Nebenwirkungen. Die unterstützende Einnahme von Teufelskralle in Tablettenform kann die Dosis von synthetischen Schmerzmitteln wie NSAR häufig vermindern. Damit kann man verschiedene Nebenwirkungen der klassischen Antirheumatika reduzieren und die Lebensqualität steigern.

Auch die entzündungshemmende sowie die schmerzlindernden Wirkungen der wilden Hagebutte können dazu beitragen, Entzündungsreaktionen in den Gelenken abzuschwächen. Beispielsweise verhindert so das Hagebutte-Pulver, dass die Leukozyten in das Entzündungsgebiet einwandern. Und dann infolge das Knorpelgewebe schädigen. Darüber hinaus führt die Ansammlung freier Radikale zu Schädigungen des Knorpelgewebe. Schließlich verhindert Hagebuttenpulver zudem die Bildung von freien Radikalen. Damit beugt es so der Zerstörung des Knorpels vor.

Weiter nimmt Arnika in der Therapie von rheumatischen Muskel- und Gelenkbeschwerden einen wichtigen Platz ein. Hochkonzentrierte Gel-Formulierungen aus frischen Arnika montana-Blüten lindert Schmerzen, wirkt entzündungshemmend und abschwellend.


Sport und Bewegung für mehr Kraft und Ausdauer helfen uns gegen Schmerzen

Zum Thema Sport und Schmerzen gibt es zahlreich unterschiedliche Sichtweisen. © Daxiao Productions / shutterstock.com

Bei einigen Krankheiten und wichtigen Formen chronischer Schmerzen empfehlen Experten Sport als einen wichtigen, fester Bestandteil der Behandlung. Mehr dazu siehe https://www.medmix.at/sport-schmerzen-bewegung-kraft-ausdauer/


Wirkung von Pflanzen bei unspezifischen Rückenschmerzen

Eine systematische Cochrane-Untersuchung von randomisierten kontrollierten Studien zeigte allerdings unlängst eine geringe Beweiskraft der Wirkung von Pflanzen bei der Behandlung von unspezifischen Rückenschmerzen.

Es zeigte sich dabei aber, dass Cayennepfeffer (Capsaicin) die Schmerzen stärker linderte als Placebo. Außerdem war das bei Teufelskralle, weißer Weidenrinde, Beinwell, Arnika sowie ätherischem Lavendelöl ebenfalls der Fall. Allerdings geringer als bei Cayennepfeffer.


Literatur:

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Gagnier JJ. Herbal Medicine for Low Back Pain: A Cochrane Review. Spine (Phila Pa 1976). 2016 Jan;41(2):116-33. doi: 10.1097/BRS.0000000000001310.

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