Die Petersilie: das schmackhafte Suppenkraut enthält viele Vitamine und Mineralstoffe

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Die positiven Effekte der Petersilie für die Gesundheit werden oft unterschätzt, denn das schmackhafte Suppenkraut enthält viele Vitamine und Mineralstoffe.

Petersilie – auch als Peterling, Peterle oder Suppenwurzel bezeichnet – ist viel mehr als nur eine grüne Dekoration am Tellerrand. Denn meist ist sie nützlicher für unsere Gesundheit als die Speise, die sie schmückt. Im Grunde genommen enthält die Petersilie genauso viele Vitamine und Mineralstoffe wie ein Multivitaminpräparat. Das heißt sie ist vitalstoffreich und ihr herzhaftes Aroma verleiht vielen Speisen erst den typischen Geschmack. Durch starkes Erhitzen verliert sie ihren Geschmack und sollte daher nicht mitgekocht werden. Am besten schmeckt sie frisch.

 

Viele Vitamine und Mineralstoffe machen das Suppenkraut Petersilie zur Nährstoffbombe

Die Petersilie (Petroselinum crispum) auch als Peterling, Peterle, Suppenwurzel oder Bittersilche bekannt, ist eine zweijährige krautige Pflanze in der Familie der Doldenblütler (Apiacea). Ihre Wurzel ist  mehr oder weniger rübenförmig und daraus entspringen mehrere kahle Stängel. Dunkelgrüne Laubblätter sind doppelt bis dreifach gefiedert, wobei bei Kulturformen glatte oder krause Blätter vorkommen können.

Der doppeldoldige Blütenstand erscheint im zweiten Jahr im Juni oder Juli und ist lang gestielt. Blätter, Stängel und auch Wurzel duften aromatisch und sind im Geschmack von starker Würzkraft. Wertvolle Inhaltsstoffe sind Vitamin A, B1 bis B6, C, D und K. Weiter Mangan, Schwefel, Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen sowie Phosphor.

 

Geschichtliche Fakten zur Petersilie

Das Suppenkraut Petersilie kam ursprünglich im Mittelmeerraum vor. Und zwar in Marokko, Algerien, Tunesien sowie in Jordanien. In Spanien, Portugal, Dänemark und Schweden ist das Suppenkraut ein Neophyt. (Neophyten sind Arten, die sich mit oder ohne menschlicher Einflussnahme in einem Gebiet etabliert haben, in dem sie zuvor nicht heimisch waren.)

In Griechenland wurde die Petersilie früher als heilig angesehen, wobei jedoch die Untescheidung vom Sellerie nicht eindeutig war. In der Odyssee wurde Petersilie als Schmuck der Insel der Nymphe Kalypso angesehen. Kränze aus Petersilie wurde den Siegern der Isthmischen und Nemeischen Spiele übergeben. Dioskurides schätzte die therapeutische Wirksamkeit der Pflanze. Aus dem griechischen kommt auch sein Name. Petersilie leitet sich von „patros“ (der Fels) sowie von „selion“ (Doldengewächs) ab.

 

Petersilie schützt die Lunge vor krebserregenden Stoffen

Die Kraft, giftige Substanzen aus Rauch und Qualm zu neutralisieren, ist wohl eine der bemerkenswertesten Eigenschaften von Petersilie überhaupt. Hauptverantwortlich dafür sind wohl die ätherischen Öle Myristicin und Apiol, ohne diese die Petersilie nicht nach Petersilie schmecken würde. Obendrein lindern sie das Verlangen, sich gleich wieder eine weitere Zigarette anzuzünden.

Gerade Raucher sollten sich deshalb einen extra Löffel über die Suppe streuen. Überhaupt schützen die vielen vorhandenen Antioxidantien vor unkontrolliertem Zellwachstum, speziell auf der Lunge, und tatsächlich ist hier ein Kraut zur Vorbeugung gegen Krebs gewachsen.

 

Engtiftend, belebend und aphrodisierend

Die Petersilie wirkt auch vorbeugend gegen Nieren- und Blasensteine. Die schwemmt auch Giftstoffe sowie Bakterien aus. Dafür sorgt die entwässernde Wirkung. Deswegen ist die Petersilie auch bestens geeignet für eine Entwässerungskur. Hierzu trinkt man über zwei Wochen täglich drei Tassen Tee und nach jeder Tasse zusätzlich einen halben Liter Wasser. Gleichzeitig fördert das Suppenkraut die Blutbildung und stärkt das Herz. Zudem hilft es außerdem Cholesterin aus den Venen zu lösen und Nährstoffe besser aufzunehmen.

Das hat weiters einen belebenden Effekt auf den gesamten Körper und damit auch auf die Geschlechtsorgane. Diese leicht aphrodisierende Wirkung macht sich bei Männern wie bei Frauen bemerkbar. Bei Frauen lindert Petersilie zusätzlich Menstruationsbeschwerden. Im Mittelalter wurden Samen dazu verwendet, um Geburten auszulösen, das enthaltene Apiol kann förderlich auf Gebärmutterkontraktionen sein. Deshalb sollte Petersilie in der Schwangerschaft nicht in Massen verzehrt werden.

 

Verwendung in der Küche

Die Petersilie ist eines der bekanntesten Küchenkräuter für das Würzen von Fleisch, Geflügel, Fisch, Soßen, Suppen, Gemüse sowie Eierspeisen. Eigentlich ist das Suppenkraut allgegenwärtig in jeder Küche. Es ist empfehlenswert, Petersilie immer frisch zu verwerten. Im getrockneten oder gefrorenen Zustand gehen wichtige Eigenschaften verloren.

Literatur:

Tang EL, Rajarajeswaran J, Fung S, Kanthimathi MS. Petroselinum crispum has antioxidant properties, protects against DNA damage and inhibits proliferation and migration of cancer cells. J Sci Food Agric. 2015 Oct;95(13):2763-71

Ayşin Akıncı, Mukaddes Eşrefoğlu, Elif Taşlıdere, Burhan Ateş. Petroselinum Crispum is Effective in Reducing Stress-Induced Gastric Oxidative Damage. Balkan Med J. 2017 Jan; 34(1): 53–59

Farzaei MH, Abbasabadi Z, Ardekani MR, Rahimi R, Farzaei F. Parsley: a review of ethnopharmacology, phytochemistry and biological activities. J Tradit Chin Med. 2013 Dec;33(6):815-26

S.  HIRSCH, F.GRÜNBBERGER: Die Kräuter in meinem Garten (2012) Freya Verlag

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Mag. Barbara Novak

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