Parodontose erhöht das Risiko, an Diabetes zu erkranken

Mundpflege © Stefan Redel / shutterstock.com

Menschen mit Parodontose haben ein um 20 bis 30 % höheres Risiko, an Diabetes zu erkranken, für Diabetiker ist wiederum die Mundgesundheit sehr wichtig.

Diabetes und Parodontose sind weltweit weit verbreitet. Schließlich leiden mehr als 415 Millionen Menschen an Diabetes, weiter haben sogar 750 Millionen Menschen eine Parodontose. Wobei auch ein starker Zusammenhang zwischen der Mundpflege und Diabetes besteht.

Grundsätzlich haben Menschen mit Parodontose ein um 20 bis 30 % erhöhtes Risiko von Diabetes. Diabetiker wiederum bekommen 1,5 Mal wahrscheinlicher Zahnfleischerkrankungen wie Parodontose. Anzumerken ist auch, dass eine gute Mundpflege bei Diabetiker zur Senkung des Blutzuckerspiegels beitragen kann.

Etwa 80 % der Menschen über 30 Jahre leiden an Zahnfleischerkrankungen. Prinzipiell ist eine Gingivitis die mildesten Form davon, während die Parodontose zu den schweren Zahnfleischerkrankungen gehört.

 

Diabetes und Parodontose sind eng miteinander verknüpft

Diabetes und Parodontose hängen eng miteinander zusammen. Wenn Menschen unter beiden Krankheiten gleichzeitig leiden, besteht auch ein erhöhtes Risiko für Diabetes-Komplikationen. Denn schließlich sind Zahnfleischerkrankungen auch Entzündungskrankheiten, die den allgemeinen Entzündungszustand im Körper erhöhen. Diese Tatsache erhöht wiederum die Insulinresistenz und führt letztendlich zu einer schlechteren Blutzuckerkontrolle. In weiterer Folge verschlimmern sich beide Erkrankungen und sind schwerer zu kontrollieren.

 

Zahnfleischerkrankungen mit guter Mundpflege verhindern

Erste Anzeichen von Zahnfleischerkrankungen sind rotes oder geschwollenes Zahnfleisch sowie Blutungen oder das Austreten von Blut nach dem Zähneputzen. Schließlich weisen beispielsweise auch länger aussehende Zähne und vergrößerte Zwischenräume zwischen den Zähnen auf Zahnfleischerkrankungen hin.

Allerdings wird unabhängig davon, ob man einige solcher Anzeichen feststellt oder nicht, generell eine ausreichende Mundpflege empfohlen. Grundsätzlich sollte man sich auch zweimal im Jahr von einem Zahnarzt untersuchen lassen. Schließlich sollte man sich auch zweimal täglich die Zähne putzen und dabei besonders auf interdentales Bürsten achten. Denn eine solche Interdental-Mundpflege kann 85% des Mundraums reinigen, während das Zahnbürsten hingegen nur bei 60% schaffen.

 

Früherkennung von großer Bedeutung

Im Sinne einer effektiven Vorbeugung und einer verbesserten Behandlung ist die Früherkennung von Diabetes und Parodontose unerlässlich. Deswegen ist es auch wichtig, dass die Menschen um die starke Beziehung zwischen beiden Erkrankungen wissen.

Empfohlen werden Maßnahmen, dass Zahnärzte Fälle von nicht diagnostiziertem Diabetes sowie Prädiabetes in der Zahnarztpraxis aufgespürt werden können. Wobei auch Mundpflege-Fachleute gefragt sind, die ersten Anzeichen von Diabetes bei Patienten mit Zahnfleischerkrankungen zu erkennen.


Quelle:

Die SUNSTAR Foundation und die Europäische Föderation für Periodontologie (EFP) starteten am Weltdiabetestag die Kampagne „Perio & Diabetes“.

http://www.sunstarfoundation.org/

Die mobile Version verlassen