Frühe Osteoporose-Diagnose durch Knochendichtemessung

Die Knochendichtemessung ist eine schnelle Methode, um eine Osteoporose-Diagnose zu stellen.

Die Knochendichtemessung ist eine schnelle Methode, um eine Osteoporose-Diagnose zu stellen.

Die Knochendichtemessung – Osteodensitometrie, Quantifizierung der Knochendichte – ist die einzige Option einer frühen Osteoporose-Diagnose.

Der Knochensubstanzverlust grundsätzlich unauffällig voranschreitet, bleibt Osteoporose meist viele Jahre unerkannt und unbehandelt. Die Auswirkungen einer mangelnden Früherkennung – einer zu spät erfolgten Osteoporose-Diagnose – und demzufolge später Behandlung sind verheerend: So werden beispielsweise durch eine nicht behandelte Osteoporose Oberschenkelhalsfrakturen verursacht. Die können dann zu Verunstaltungen und Behinderungen führen. Zudem können sie eine selbstständige Bewältigung des Alltags bei vielen Betroffenen unmöglich machen. Die Osteoporose muss man jedenfalls als ernst zu nehmende Krankheit begreifen werden. Wobei man die Krankheit nicht mit anderen natürlichen Alters­erscheinungen wie zum Beispiel dem Auftreten grauer Haare gleichgesetzt werden darf, die frühe Diagnose der Osteoporose mittels Knochendichtemessung – der Osteodensitometrie zur Quantifizierung der Knochendichte – ist die einzige Option einer frühen Diagnose der Osteoporose.

 

Vorsorge, frühzeitige Osteoporose-Diagnose und Behandlung entscheidend

Unter dem Strich ist die Osteo­porose eine sehr schmerzhafte Krankheit. Außerdem zieht sie nicht nur medizinische, sondern auch nicht zu unterschätzende sozialmedizinische Folgen nach sich. In diesem Sinnekommt es in vielen Fällen zu einer Vereinsamung und sozialen Isolation. Ab dem mittleren Lebensalter kann jedenfalls bei 40% der Frauen und 13% aller Männer mit einer Osteoporose-bedingten Fraktur auftreten.

Chronische Rückenschmerzen und eine zunehmende Behinderung sind die Folge Osteoporose-bedingter Deformierungen der Wirbel. Zudem erhöhen Wirbelfrakturen und niedriger Knochendichte gemeinsam auftretend das Risiko für einen Knochenbruch um das 25fache.

Im Grunde genommen sind die Vorsorge, die frühzeitige Diagnose und Behandlung der Osteoporose daher bei der schmerzhaften Knochenerkrankung besonders wichtig. Wobei die gängigste und sicherste Methode zurDiagnose und Früh­erkennung der Osteoporose ist die Knochendichtemessung – die Osteodensitometrie.

 

Knochendichtemessung – Osteodensitometrie – zur Diagnose der Osteoporose

Dabei wird die Knochendichte der Wirbelkörper, der Hüfte und des Handgelenks, jener Körperpartien mit dem höchsten Risiko für eine Fraktur gemessen. Daraus ergibt sich gegebenenfalls die Abweichung des Messwertes (T-Wert) von der mittleren Knochendichte beziehungsweise von dem mittleren Mineralgehalt der Knochen eines gesunden jungen Menschen. Die Osteodensitometrie sollte zur Kontrolle jährlich erfolgen. Um Schwankungen zu vermeiden, ist es ­wichtig, dass die Knochendichtemessung mit ein und demselben Gerät vorgenommen wird.

Die Knochendichtemessung ermittelt den Mineralstoffgehalt der Knochen per DEXA-Methode, einer speziellen Art der Röntgenuntersuchung. Die energiereiche Röntgenstrahlung durchdringt den Knochen und wird dabei abgeschwächt. Je dichter der Knochen, d.h. umso grösser die Knochenmasse, desto stärker erscheint im Ergebnis die Abschwächung der Strahlung. Diese Strahlenschwankung kann gemessen und mit Hilfe von Computern ausgewertet werden. Sie liefert direkt Informationen zur Knochendichte.

 

Weitere Verfahren

Im Grude genommen ist auch die Computertomographie eine der Osteodensitometrie vergleichbaren Methode zur Messung der Osteoporose. Denn sie liefert der Knochendichtemessung vergleichbare Ergebnisse. Allerdings ist sie jedoch in der Strahlenbelas­tung für die Patienten etwas höher.

Zudem kommt auch die Ultraschall-Messung als Messverfahren bei Osteoporose zum Einsatz. Im Gegensatz zur Computertomographie ist der Patient hierzu keiner Belastung durch Strahlen ausgesetzt. Das Verfahren ist in erster Linie für eine Abschätzung des Risikos der Osteoporose geeignet. Die Osteoporose-Diagnose mittels Röntgenuntersuchung ist nur zielführend, wenn die Knochen­masse bereits um 30 bis 40% vermindert ist. Oder wenn bereits Knochenbrüche aufgetreten sind. Allerdings ist sie zur Früherkennung daher ungeeignet.


Literatur:

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Quellen:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmedhealth/PMH0034025/

https://www.nlm.nih.gov/medlineplus/bonedensity.html

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