Die Osteopathie-Behandlung von Säuglingen hilft ohne unerwünschte Wirkungen

Osteopathie bei Säuglingen © Dusyatko / shutterstock.com

Bei den 5 häufigsten gesundheitlichen Beschwerden von Säuglingen bringt die Osteopathie-Behandlung in 50% bis 80% der Fälle eine Besserung.

Die Ergebnisse einer der weltweit größten Studien zur Osteopathie-Behandlung von Säuglingen zeigt, dass eine Behandlung den Säuglingen ohne unerwünschte Wirkungen helfen kann. Denn bei den fünf häufigsten Problemen von Säuglingen in der Osteopathie-Praxis kommt es in 50-80% der Fälle zu einer Besserung.

Zu diesen fünf häufigsten Beschwerden gehören die Säuglingsasymmetrie, Schlaf- und Fütterungsstörungen, ein abgeflachter Hinterkopf sowie exzessives Schreien. Diese Ergebnisse einer der weltweit größten Säuglingen-Osteopathie-Studien der Akademie für Osteopathie (AFO) und des Deutschen Instituts für Gesundheitsforschung schloss 1196 Säuglinge im ersten Lebensjahr teil, die 151 deutsche Osteopathen behandelten.

Im Grunde genommen betrachtet die Osteopathie mit ihrer eigenständigen medizinischen Diagnostik und Behandlung den Patienten ganzheitlich. Osteopathen untersuchen und therapieren ausschließlich mit ihren Händen. Dabei steht die Suche nach den Ursachen der Beschwerden im Vordergrund. Grundlage hierfür ist eine genaue Kenntnis der menschlichen Anatomie und Physiologie.

 

Ohne ernsthafte Nebenwirkungen

Bei den insgesamt über 3200 Behandlungen zeigten sich in keinem einzigen Fall ernsthafte, für die Gesundheit des Säuglings potenziell relevante und/oder länger andauernde Nebenwirkung. Zur Vorbereitung wurde im Februar 2017 eine Umfrage unter 80 erfahrenen Osteopathen mit Schwerpunkt Kinderbehandlung durchgeführt. Dabei ging es darum herauszufinden, welches die häufigsten Gesundheitsstörungen bzw. Probleme/Anliegen sind, mit denen sich Eltern von Säuglingen an eine kinderosteopathische Praxis wenden.

Danach behandelnden die teilnehmenden Osteopathen 1196 Säuglinge mit Säuglingsasymmetrie, Schlaf- und Fütterungsstörungen, abgeflachtem Hinterkopf und exzessivem Schreien. 151 Osteopathen mit spezieller Zusatzqualifikation und langjähriger Erfahrung nahmen durchschnittlich zwei bis dreimal an der multizentrischen Beobachtungsstudie teil. Die zentrale Messgröße war die Beurteilung der Eltern – beispielsweise durch Bewertung der Symptomenstärke mit Hilfe von Numerischen Rating Skalen (NRS 0-10).

 

Gesundheitsstörungen, bei denen die Osteopathie-Behandlung beliebt ist

Schließlich war die idiopathische Säugling-Asymmetrie mit 48 % die am häufigsten durchgeführte Osteopathie-Behandlung einer Gesundheitsstörung. Danach kamen Schreibabys mit 18% und die Fütterstörung mit 15% sowie der Schädelasymmetrie, der Plagiozephalie, mit 14%.

Dabei sprachen die Ergebnisse eine deutliche Sprache. Beispielsweise lag bei der idiopathischen Säuglingsasymmetrie die prozentuale Verbesserung zwischen Beginn und Ende der Behandlungen zwischen 78 und 82%. Abgefragt wurden hier die Stärke der Asymmetrie, der Blickkontakt und die Drehung zur bevorzugten Seite sowie die asymmetrische Lage.

Die Stärke der Symptome bei Babys mit Fütterstörungen nahm im Laufe der Behandlungen um 77% ab. Die Symptomatik bei „exzessivem“ Schreien verbesserte sich um 70%, was für die Eltern eine erhebliche Erleichterung darstellte. Die Schlafstörungen verbesserten sich um 56 %.

Bei der Plagiozephalie wurde mit einem „Craniometer“ der Kopfumfang des kindlichen Schädels gemessen. Daraus errechneten die Forscher dann den klinisch üblichen Cranial Vault Index (CVAI). Nach den osteopathischen Behandlungen verbesserte dieser sich um 56 %.


Quelle. Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. – www.osteopathie.de

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