Mundhygiene bei Kindern optimieren und die Zahngesundheit verbessern

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Die Mundhygiene bei Kindern hat sich mittlerweile deutlich verbessert. Das zeigt, dass Aufklärung, Motivation und langjährige Prophylaxe sowie entsprechende Programme effektiv sind.

Weltweit sind noch immer rund 60 bis 90 Prozent der Schulkinder und nahezu 100 Prozent der Erwachsenen mit Karies belastet. Das zeigen die Daten der Weltgesundheitsorganisation WHO. Fast jeder fünfte der 35 bis 45-jährigen hat eine schwerwiegende Zahnerkrankung, die bis zum Zahnverlust führen kann. Etwa 30 Prozent aller 65 bis 74-jährigen besitzen keine natürlichen Zähne mehr. Allerdings zeigt sich auch, dass vor allem die Zähne junger Menschen immer gesünder werden. Hierzu haben Vorsorgestrategien, Gruppenprophylaxe und Individualprophylaxe mit entsprechender Aufklärung dabei geholfen, dass heutzutage die Mundhygiene bei Kindern und Jugendlichen in unseren Breiten ein sehr gutes Niveau hat.

 

 

Ziele für die Zahngesundheit

In unseren Breiten besteht ein ähnlich hohes Niveau bei der Mundhygiene bei Kindern und Jugendlichen, wie dies in skandinavischen Länder der Fall ist. Wobei es Risikogruppen da und dort gibt. Jedenfalls sind besonders sozial Benachteiligte und Kinder mit Migrationshintergrund betroffen. Im Grunde genommen hängen daher Munderkrankungen vom sozialen Status ab. Dementsprechend sind ärmere und sozial benachteiligte Personen eher betroffen.

Laut WHO-Ziel sollen jedenfalls bis zum Jahr 2020 mindestens 80 Prozent der Sechsjährigen keine Karies mehr aufweisen. Außerdem sollten Zwölfjährige weniger als 1,5 Zähne haben mit Karies haben. Schließlich sollten den Achtzehnjährigen dann keine Zähne fehlen.

 

Größere Zahnprobleme bei Erwachsenen

Beträchtlich mehr Handlungsbedarf als bei Kindern gibt es allerdings bei Erwachsenen. Denn neben Karies sind mit fortschreitendem Alter Gingivitis und Parodontitis sehr häufige Zahnprobleme. Rund 70 Prozent der Erwachsenen leiden an einer Zahnfleischerkrankung. Ab dem 30. Lebensjahr ist der Zustand der Zähne besonders durch den Lebensstil gekennzeichnet. Falsche Ernährung, Rauchen und unzureichende Entfernung der bakteriellen Plaque sind die größten Risikofaktoren, die das Zahnfleisch schädigen können. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Erkrankungen des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparates. Deswegen sollte die individuelle Mundhygiene an Bedeutung zunehmen.

 

Worauf bei der Mundhygiene bei Kindern aber auch Erwachsenen zu achten ist

Zähneputzen gehört zu den lästigen Pflichten und steht meist auch bei Kindern nicht sehr hoch im Kurs. Dennoch muss man es täglich hinter sich bringen, ohne lange darüber nachzudenken. Wichtig ist aber die richtige Technik, wobei Übung den Meister macht. Falsche Mundhygiene bei Kindern ist unnötigt und kann die Zähne sogar schädigen.

Ein Zahn ohne Beläge wird nicht krank, doch um gründlich alle sogenannten Plaques entfernen zu können, wird heutzutage von den meisten Experten eine Rotationsmethode empfohlen. Dabei sollte die Zahnbürste über die Zahnflächen und – ganz wichtig – über den Übergang zum Zahnfleisch kreisen. Zur Erfolgskontrolle könnte man gelegentlich eine Plaquefärbetablette kauen, die man in Apotheken erhält.

Schwachstellen bei der Mundhygiene bei Kindern sind wie bei erwachsenen Menschen der jeweils hinterste Zahn, der meistens aufgrund seiner schlechten Erreichbarkeit vernachlässigt wird. Weiters sind die rechte Kieferhälfte bei Rechtshändern und die linke Kieferhälfte bei Linkshändern schwerer zu reinigen.

Streng genommen sollte nach der Mahlzeit gereinigt werden. Wichtige Ausnahme ist, wenn man Obst – besonders Zitrusfrüchten – konsumiert. Dann sollte man eine halbe Stunde vergehen lassen, da der Zahnschmelz durch Säuren angegriffen wird, und in Folge die Zahnbürste unter Umständen aufgeweichte Schmelzschichten abtragen kann.

 

Auf die Ernährung achten

Eine gesunde Ernährung ist wie bei Erwachsenen auch für die Mundhygiene bei Kindern wichtig. Wichtig ist dabei, Ernährungsfaktoren für Karies zu beachten. Man spricht von Kariogenität im Zusammenhang mit dem Vermögen eines Nahrungsmittels, Karies hervorzurufen. Diese hängt von der Art und Menge der enthaltenen vergärbaren Kohlenhydrate ab. Weiter der Konsistenz und Zusammensetzung eines Nahrungsmittels sowie der Verweildauer eines Nahrungsmittels im Mundraum.

Klebrige Lebensmittel und solche von zäher Konsistenz verweilen lange im Mund, besonders wenn das nächste Zähneputzen noch eine Weile auf sich warten lässt! Beide Faktoren erhöhen die Kariogenität. Grundsätzlich gilt, dass vor allem kohlenhydrathaltige Lebensmittel für die Entstehung einer Karies verantwortlich sind.

Auch Zucker spielt eine bedeutende Rolle in diesem zusamenhang. Bakterien, die die Plaque bevölkern, nutzen Zucker zur Energiegewinnung, Das gilt nicht nur vür Haushaltszucker, der Saccharose, sondern auch für Glucose – Traubenzucker, Fruktose – Fruchtzucker sowie Laktose, dem Milchzucker.

In weiterer Folge vergären die Bakterien den Zucker, wodurch organische, die Zähne schädigende Säuren entstehen. Haushaltszucker weist übrigens die höchste Kariogenität auf.

 

Mundhygiene bei Kindern – morgens und abends

Zur Mundhygiene bei Kindern reicht es auch aus, wenn morgens und abends der Griff zur Zahnbürste getätigt wird. Dazu ist es aber notwendig keine zuckerhaltigen Desserts oder Zwischenmahlzeiten zu wählen, sprich alle Naschereien zu lassen. Weiters sollte nach jeder Mahlzeit ein zuckerfreier Kaugummi gekaut werden. Letzteres ist deswegen wichtig, da im Speichel, der durch das Kauen reichlich angeregt wird, viele Mineralstoffe enthalten sind, die dabei helfen, entstandene Schäden am Zahnschmelz zu reparieren.

Quelle:

„Monat der Mundgesundheit“, Colgate-Palmolive GmbH und Österreichische Zahnärztekammer, 2015

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About Author

Ann-Marie Nüsslein

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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