Omarthrose und Frozen Shoulder

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Bei der rheumatischen Schulter kommt es zu Entzündungen und Abnützungen im Gelenk – häufige Beispiele sind die Omarthrose und Frozen Shoulder.

Die meisten Menschen denken bei Rheuma an die Hände und Fingergelenke. Doch hinter dem Begriff Rheuma steckt eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Krankheiten, die grundsätzlich jedes Gelenk unseres Körpers, die Wirbelsäule aber auch die Muskeln, Sehnen, Schleimbeutel, das Bindegewebe und sogar innere Organe befallen können. Daraus resultieren Schmerzen, eine Einschränkung der Beweglichkeit, ein Steifheitsgefühl und ein Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens. Was viele nicht wissen: die Schulter ist besonders häufig von Rheuma betroffen. Es kommt zu Entzündungen und Abnützungen im Gelenk. Gleichzeitig findet man extrem oft Schäden an den Sehnen, Schleimbeuteln und Muskeln in der Schulter. Prominente Beispiele sind Omarthrose und Frozen Shoulder.

 

Schulterschmerzen

Mit unseren Händen und Armen können wir fast ungehindert Bewegungen in alle Richtungen ausführen. Denn die Schulter ist das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers. Sie wird zum Großteil durch Muskeln und Bänder zusammengehalten und nicht, wie bei den meisten anderen Gelenken, durch knöcherne Strukturen. Das garantiert die gute Beweglichkeit, macht den Schulterbereich aber anfällig für Überlastungen der Sehnen, Schleimbeutel und Muskeln. Bei Schulterschmerzen ist eine genaue und schnelle Abklärung der Ursache wichtig, damit die Therapie gezielt angreifen kann. Wie auch für die meisten anderen rheumatischen Erkrankungen gilt für die Schulter, daß eine frühzeitige Diagnose und Therapie die Chancen auf eine komplette Ausheilung erheblich verbessern.

 

Die Omarthrose

Eine weitere häufige Erkrankung ist die Abnützung des Schultergelenkes, die Omarthrose. Den Knorpelabrieb findet man am Oberarmkopf und/oder der Schulterpfanne. Wiederholte Verletzungen, Knochenbrüche, Schulterluxationen und extreme Überlastungen führen zu einer frühzeitigen Abnützung.

Neben Schmerzen in der Schulter und im Oberarm, die sowohl bei Ruhe als auch Bewegung und gerne auch nachts auftreten, ist die Beweglichkeit der Schulter und damit auch des Armes eingeschränkt.

Zur Behandlung stehen hochwertige Knorpelaufbaupräparate zur Verfügung. Hyaluronsäure, welche direkt in das Gelenk gespritzt wird, regt die Bildung von neuem Knorpel an und regeneriert das Gelenk. Zusätzlich werden orale Knorpelaufbaumittel wie Chondroitin- und Glucosaminsulfat ebenso wie Diacerein gegeben. Neben lokalen Wärmeanwendungen ist wieder die Heilgymnastik unverzichtbar, um die Gelenkbeweglichkeit zu fördern. Bei schweren Abnützungen stehen operative Maßnahmen mit Einsetzen eines künstlichen Schultergelenkes zur Verfügung.

 

Frozen Shoulder

Hinter diesem Begriff steckt eine schmerzbedingte, oft völlige Aufhebung der Schulterbeweglichkeit. Die Schulter ist wie „eingefroren“. Diese Krankheit tritt bei Frauen und Männern gleich häufig auf, meist zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr. Oft sind beide Schultern gleichzeitig befallen. Als Ursache sind Schäden an der Rotatorenmanschette, also den Muskeln in der Schulter, Verengungen des Schulterraumes, Verletzungen und Operationen zu nennen. Oft tritt die Schultersteife aber spontan ohne erkennbare Ursache auf. Besonders häufig bei Diabetikern, Schilddrüsen- und Fettstoffwechselstörungen.

Die Schmerzen sind meist so dramatisch, dass jede noch so kleinste Bewegung extrem schmerzt. Die Betroffenen sind somit völlig hilflos und brauchen Hilfe beim Anziehen und der Körperpflege. Auch das Liegen auf der Schulter ist unmöglich.

Rasche Erleichterung verschaffen entzündungshemmende Injektionen in die Schulter, Antirheumatika und Schmerzmittel. Erst bei Abklingen der akuten Beschwerden beginnt die physikalische Therapie.

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About Author

Dr. Darko Stamenov

MEDMIX-Redaktion, Projektleiter, AFCOM Digital Publishing Team

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