Österreichs Beitrag zum Nichtrauchen

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Österreich muss sich aktiv dem Nichtraucherschutz und Rauchstopp annehmen, der derzeitige Beitrag zum Nichtrauchen ist nur Schall und Rauch.

Die pharmazeutische Industrie engagiert sich in der Prävention und Behandlung von Lungenerkrankungen; dennoch: Österreich muss sich aktiv dem Nichtraucherschutz und Rauchstopp annehmen. „Seit mittlerweile zehn Jahren belegt Österreich europaweit den letzten Platz bei staatlichen Initiativen zur Tabakkontrolle. Es scheint, als seien alle Schutzmaßnahmen nur Schall und Rauch. Es mangelt am öffentlichen Bewusstsein in dieser Angelegenheit: Österreich muss gesundheitspolitisch aktiv werden – jetzt, und nicht morgen“, kommentiert Dr. Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig, anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai. „Rauchen macht krank, es tötet Menschen und belastet zudem massiv das Gesundheitssystem. Die pharmazeutische Industrie trägt wesentlich dazu bei, Lungenerkrankungen behandel- oder im besten Fall heilbar zu machen, dennoch muss klar sein: Nur gemeinsam und mit politischem Willen kann der gesundheitlichen und gesellschaftlichen Belastung entgegengewirkt werden, die durch den Tabakkonsum entsteht“.

Weltweit erkranken jährlich 1,8 Millionen Menschen an Lungenkrebs, 1,6 Millionen versterben an der Erkrankung. Lungenkrebs zählt somit zu den tödlichsten Tumorerkrankungen. Die pharmazeutische Industrie widmet sich intensiv dem Kampf gegen Krebs und konnte in den letzten Jahren verstärkt auch durch personalisierte Medizin Durchbrüche in der Behandlung und Therapie erzielen. „Durch den Einsatz der pharmazeutischen Unternehmen haben sich die Überlebensraten auch bei bis dato schwer behandelbaren Tumorerkrankungen wie Lungenkrebs verbessert. Das ist erfreulich und spornt an, die Lebensqualität und die Überlebensdauer für Betroffene auch in Zukunft weiter zu verbessern“, so Huber.

Nichtrauchen zur Prävention

Für Huber ist Prävention eine zentrale Maßnahme, um Lungenerkrankungen entgegenzuwirken. „Es geht um Bewusstseinsstärkung. Das sehe ich als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die wir nur gemeinsam lösen können. Zumindest auf Ebene des Gesundheitssystems gibt es hier bereits entsprechende Initiativen“, so Huber.

Eine dieser Kooperationen ist beispielsweise die von Pharmig, Verband der pharmazeutischen Industrie, Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Österreichischer Apotheker- sowie Österreichischer Ärztekammer gegründete Initiative „Arznei & Vernunft“ (www.arzneiundvernunft.at). Leitlinien bringen Ärzte auf den Letztstand der Wissenschaft, Patienten werden über Broschüren über verschiedene Krankheitsbilder informiert, so etwa auch zur chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD. Sie kann nachweislich eine Folge des Tabakkonsums sein. Auf Prävention setzt vor allem die Kooperation „Gemeinsame Gesundheitsziele“ aus dem Rahmen-Pharmavertrag. Dabei werden von Pharmawirtschaft und Sozialversicherung Projekte zur Stärkung der Kinder- und Jugendgesundheit gefördert. Das ist speziell auch in Sachen Rauchen wichtig, denn immerhin sind Österreichs 12-18jährige „Europameister“ im Tabakkonsum.

„Österreich kann es sich schlichtweg nicht leisten, das Schlusslicht Europas in der Tabakkontrolle zu sein. Hier stehen nicht nur die Partner im Gesundheitswesen in der Pflicht, sondern vor allem auch die Politik. Um nachhaltig unsere internationale Position in Sachen Tabakkontrolle zu verbessern und eine gesündere Bevölkerung zu haben, müssen dringend weitere Maßnahmen zur Prävention und zur Raucherentwöhnung gesetzt werden, damit es gar nicht erst zu einer durch das Rauchen hervorgerufenen Erkrankung kommt“, so Huber.

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