Österreich: Mehr Kinder im ersten Halbjahr 2016

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Im ersten Halbjahr 2016 kamen in Österreich um 2,8% mehr Kinder zur Welt als im gleichen Zeitraum 2015, die Zahl lag nun bei 42.341.

Die Zahl der Neugeborenen in Österreich lag im ersten Halbjahr 2016 bei 42.341 und damit um 2,8% über dem Wert des ersten Halbjahres 2015, wie aus vorläufigen Zahlen der Statistik Austria hervorgeht. Zugleich wurden von Jänner bis Juni 2016 insgesamt 40.044 Sterbefälle verzeichnet. Hier gab es einen Rückgang um 7,9% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Demzufolge fiel die vorläufige Geburtenbilanz im ersten Halbjahr 2016 mit +2.297 positiv aus.

Abweichend vom positiven Trend auf Bundesebene gab es in Tirol (-1,8%) und in der Steiermark (-3,3%) eine rückläufige Zahl an Neugeborenen. In den Bundesländern Niederösterreich (-926), Steiermark (-828), Kärnten (-691) und Burgenland (-486) wurde eine vorläufig negative Geburtenbilanz beobachtet.

Die Zahl der im ersten Lebensjahr Gestorbenen lag im ersten Halbjahr 2016 bei 127 Säuglingen, woraus sich eine vorläufige Säuglingssterberate von 3,0‰ ergibt.

Bereits im Vorjahr kamen im Vergleich zu 2014 mehr Kinder auf die Welt, wobei mittlerweile auch im Ausland stattfindende Geburten und Sterbefälle von in Österreich wohnhaften Personen erfasst werden. Diese Umstellung geschah mit 1. November 2014. Deswegen sind die Jahresvergleiche wegen der Änderung der einbezogenen Daten nur bedingt möglich.

 

Trendumkehr bei der Bevölkerungsentwicklung

Der Bevölkerungsrückgang, der sich viele Jahre lang durch anhaltend niedrige Geburtenraten ankündigt hatte, wurde in Österreich hauptsächlich als Problem für Pensionssicherung, Gesundheitssystem und Altenbetreuung wahrgenommen, wobei auch aber die Auswirkungen auf die unmittelbare Lebensumgebung der Menschen in Städten und Gemeinden eine Rolle spielten. In diesem Sinne könnte die positive Geburtenbilanz in den letzten Jahren eine wichtige Trendumkehr bedeuten.

Grundsätzlich haben geringe Geburtenzahlen beispielsweise Auswirkungen auf Wohnungsmarkt, Infrastruktur, Finanzen, Arbeitsmarkt und Wirtschaft, die finanziellen Ressourcen und die Handlungsspielräume der Kommunen werden beeinträchtigt.

Die Bevölkerungsentwicklung ist das Ergebnis aus dem Zusammenwirken mehrerer Faktoren, wozu die aktuelle Bevölkerungsstruktur, die Geburten, die Sterbefälle und die räumlichen Bevölkerungsbewegungen – wie Zuwanderung und Abwanderung – zählen. Ein Möglichkeit zur Darstellung zukünftiger demographischer Entwicklungen sind die Bevölkerungsvorausschätzungen, die die zukünftige Bevölkerungsgröße und -struktur zahlenmäßig fassbar. Die Statistik Austria erstellt für Österreich regelmäßig Bevölkerungsvorausschätzungen.

Quelle: Statistik Austria www.statistik.at

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