Nierensteine – zu wenig Flüssigkeit und falsche Ernährung

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Für Nierensteine gibt es bis dato keine wissenschaftlich nachgewiesene diätetische Behandlung, wichtig ist vor allem eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Nierensteine sind ein harte, kristalline mineralische Verbindungen innerhalb der Niere oder der Harnwege – entstanden aus Bestandteilen des Urins. Es kommt dabei zu Ablagerungen in den Kanälchen der Niere, im Nierenbecken und den ableitenden Harnwegen. Nierensteine werden vor allem durch zu geringe Flüssigkeitszufuhr verursacht. Aber auch in einer falschen Ernährung kann die Ursache liegen.

Unter dem Strich entwickelt einer von 20 Menschen Nierensteine ​​zu einem unbestimmten Zeitpunkt im Leben. Eine Nierensteine-Diagnose erfolgt am besten mit Hilfe von Ultraschall, intravenöse Pyleographie (IVP –auch als Ausscheidungs-Pyelogramm oder Urogramm bezeichnet) oder eines CT-Scan.

Zur Behandlung der Nierensteine gibt es keine wissenschaftlich begründete Diättherapie. Unabhängig von der Steinart soll durch eine Therapie die Veränderung des Urin-pH-Wertes mit einer Urinausscheidung von 2 bis 2,5 Litern erreicht werden.

 

Geeignete Getränke für die Behandlung

Für die Behandlung sind Früchte-, Kräuter-, Nieren- und Blasentees, mineralstoffarme Mineralwässer sowie verdünnte Fruchtsäfte gut geeignete Getränke. Allerdings sollte man keinen Bohnenkaffee und Schwarztee sowie alkoholischen Getränken konsumieren. Das Vermeiden von Übergewicht, stark schweißtreibenden Tätigkeiten auf der einen Seite und eine ausgewogene vitamin- und ballaststoffreiche Kost auf der anderen Seite sind weitere Empfehlungen in der Behandlung von Nierensteinen.

 

Art der Nierensteine

Zur diätetischen Nierensteine-Behandlung ist die Identifizierung der Art der Nierensteine unerlässlich. Im Vordergrund stehen hier die Senkung der lithogenen Substanzen und die Steigerung inhibitorischer Substanzen.

Calciumoxalatsteine, Harnsäuresteine und Cystinsteine sind mit Harn alkalisierenden Getränken in Form von bikarbonatreichen Mineralwässern oder Heilwässern beziehungsweise verdünnten Zitrussäften zu behandeln.

Bei Calciumphosphatsteinen und Struvit (Magnesium-Ammonium-Phosphat-Steinen) stehen harnsäuernde Flüssigkeiten wie Früchte- und Kräutertees sowie verdünnte Apfelsäfte im Vordergrund der Ernährungsempfehlungen.

Weiters ist bei den einzelnen Arten auf die Purin- und Proteinaufnahme zu achten. Purin ist vor allem in Innereien, Sojaprodukten, Fleisch und Kleinfischen zu finden. Jedenfalls sollte man die tägliche Purin-Aufnahme auf 300 Milligramm pro Tag begrenzen.

Proteine, die mit der Nahrung aufgenommenen zugeführt werden, sollten überwiegend aus pflanzlicher Kost stammen, wobei auf eine tägliche Mindestzufuhr von 0,8 bis 1,0 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag zu achten ist.

Quelle:

Nierensteine – Konsum geeigneter Getränke. MEDMIX 04/2007;12.

http://www.medicinenet.com/kidney_stones/article.htm

http://www.niddk.nih.gov/health-information/health-topics/urologic-disease/kidney-stones-in-adults/Pages/ez.aspx

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About Author

Dr. Darko Stamenov

MEDMIX-Redaktion, Projektleiter, AFCOM Digital Publishing Team

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