Neue Folge des Podcasts „Positiv gestimmt“ für Menschen mit HIV: Stigma und Diskriminierung

HI-Virus / HIV-Infektion / AIDS © Sebastian Kaulitzki / shutterstock.com

2020 hat GSK (GlaxoSmithKline Pharma GmbH) den ersten österreichischen Podcast für Menschen mit HIV und von Menschen mit HIV gestartet. Der Podcast „Positiv gestimmt“, der in Zusammenarbeit mit GSK und ViiV Healthcare zur Verfügung gestellt wird, ist neben Spotify und Soundcloud künftig auch auf https://livlife.com/de-at/ zu hören, einer Plattform für Menschen mit HIV und vor allem mitentwickelt von PLHIV (People living with HIV), um die wichtigsten Fragen rund um die Infektion zu klären, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen.

Podcast-Folge 3: Sind Stigma und Diskriminierung immer noch präsent?

In der dritten Podcast-Folge berichten die Protagonisten Memo und Gerben, wie es sich 2021 anfühlt, HIV positiv zu sein und wo und wie Stigma und Diskriminierung in ihrem Leben immer noch präsent sind. Birgit Leichsenring, seit vielen Jahren in der Wissenschaftskommunikation und im Bereich HIV tätig, bekommt sehr offene Antworten auf Fragen wie „Wie hat sich Eurer Meinung nach die gesellschafftliche Haltung zum Thema HIV verändert? Fühlt ihr Euch durch Stigma und Diskrimierung betroffen und eingeschränkt? Und was braucht die Gesellschaft heute, um HIV anders zu begegnen?“

„Positiv gestimmt“: Wieviel Aufklärung braucht die Gesellschaft noch?

Memo und Gerben geben in dieser 3. Podcast-Folge von „Positiv gestimmt“ wieder sehr offen Einblick, wo und wie ihnen auch 2021 noch immer mit Stigma und Diskrimierung begegnet wird, und wie sie damit umgehen.

Daten aus der Positive Perspectives 2 Studie zeigen, dass eine offene Kommunikation zwischen HIV-Infizierten und Angehörigen des Gesundheitswesens die Verbesserung der Lebensqualität unterstützen kann.1Auf der anderen Seite geben 3/4 der Teilnehmer der ersten Positive Perspective Studie an, mit Stigma konfrontiert zu sein.2 Es gibt unterschiedliche Arten von Stigma, also, die wirklich erlebte Art der Diskriminierung, aber zum Teil auch einfach die innerliche, die eigene Stigmatisierung, also, wie gehe ich selbst mit mir um.2 Memo lebt seit 2013 mit seiner HIV Diagnose: „Ich habe Hilfe gesucht beim Psychologen, und die haben mir wirklich weitergeholfen. Ich habe dann auch den Schalter im Kopf umgedreht und gesagt: „Nein, ich bin das wert!“ Aber das ist ein Prozess gewesen – es ist eine Achterbahn.“ Memo beschäftigt sich auch beruflich mit dem Thema und hat „Die Wirkung von Stigma auf die Arbeitsleitung von HIV-positiven Menschen“ in seiner Masterarbeit aufgearbeitet.

Gerben Grimmius, gebürtiger Holländer und Musicaldarsteller in Wien: „Ich habe meine Diagnose 2013, genauso wie der Memo bekommen, und habe mich dann auch entschieden: „Okay, ich möchte als Gewinner jetzt aus diesem Kampf rauskommen!“

Beide sind sich einig: Gesellschaflich ist in Sachen Stigma und Diskriminierung noch Luft nach oben. Um sich hier weiterzuentwickeln braucht die Gesellschaft – und auch Menschen im Gesundheitswesen – weiterhin mehr Aufklärung zum Thema HIV. Dies kann und soll über den offenen Dialog passieren – und genau das macht der Podcast „Positiv gestimmt“.


Quelle:

GSK – GlaxoSmithKline Pharma GmbH: www.glaxosmithkline.at

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